mini|Villa Rehn und Umfassungsmauer (2021) mini|Gebäudeansicht von Nordosten (2014) Die Villa Rehn ist eine Fabrikantenvilla in der Stadt Peitz im Landkreis Spree-Neiße in Brandenburg. Das Gebäude und die umgebende Umfassungsmauer sind eingetragene Baudenkmale in der Denkmalliste des Landes Brandenburg.

Geschichte und Architektur Die Villa befindet sich zwischen der Schulstraße und der Wallstraße unmittelbar südöstlich der Altstadt von Peitz und nördlich der heutigen Mosaik-Grundschule. Sie wurde im Jahr 1906 für den Tuchfabrikanten Carl Rehn (1843–1926) aus Bad Hersfeld gebaut, der einige Jahre zuvor die Peitzer Tuchfabrik Carl Boyde übernommen hatte.Tuchmacherstandorte in Peitz: Schulstraße 6–8. In: fknorr.de, abgerufen am 24. April 2022. In den Jahren 1997 und 2000 wurde die Villa unter Denkmalschutzbestimmungen saniert., abgerufen am 24. April 2022.

Das Gebäude ist ein zweigeschossiger Putzbau im Stil der Heimatschutzarchitektur. Es hat einen vieleckigen Grundriss mit verschiedenen Walm- und Satteldächern, unter anderem einem Fußwalmdach an der östlichen Gebäudeseite. Die Villa hat eine Vielzahl von unterschiedlichen Fensterformen. Das Obergeschoss kragt leicht hervor, ist als Fachwerk ausgebildet und mit mehreren Erkern versehen. An der südöstlichen Gebäudeecke liegt der Haupteingang mit vorgelagerter Freitreppe, im Westen neben der Grundstückszufahrt befindet sich ein Nebeneingang. Im Inneren ist die historische Raumstruktur noch erhalten. Die Villa hat ein mit Paneelen geschmücktes Foyer mit einem Kamin und einen großzügigen hölzernen Treppenaufgang.Dieter Hübener u. a.: Denkmale in Brandenburg. Band 16.1: Landkreis Spree-Neiße. Wernersche Verlagsgesellschaft, Worms 2012, ISBN 978-3-88462-334-3, S. 335f.

Am Zugang über die Schulstraße ist ein Gartenpavillon als dreiseitig offener, mit Walmdach überzogener Putzbau in die Einfriedung eingebunden. Die Einfriedung ist eine Ziegelmauer mit einem verputzten Sockel und einem darüber liegenden Ziegelband. Zwischen den hohen Pfeilern steht ein Zaun aus Schmiedeeisen. Der Eingang über die Schulstraße hat ein wellenförmig geschwungenes Eingangstor. Im Garten steht nördlich der Villa Rehn eine 18 Meter hohe Blutbuche, die als Naturdenkmal relevant ist.

Literatur Denkmaltopographie Bundesrepublik Deutschland. Denkmale in Brandenburg. Band 16.1: Landkreis Spree-Neiße. Städte Forst (Lausitz) und Guben, Amt Peitz, Gemeinde Schenkendöbern. Bearbeitet von Dieter Hübener u. a. Wernersche Verlagsgesellschaft, Worms 2012, S. 335f.

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Kategorie:Bauwerk in Peitz Kategorie:Baudenkmal in Peitz Rehn Kategorie:Wohngebäude im Landkreis Spree-Neiße Kategorie:Bauwerk des Heimatschutzstils in Brandenburg Kategorie:Erbaut 1906