350px|The Police "Reggatta de Blanc" (1979 A&M publicity photo) The Police haben mit dem von Sting geschriebenen Lied Don’t Stand So Close to Me ihren dritten Nummer-eins-Hit der Band in den UK Singles Charts. 350px|John Lennon portrait cleaned up Am 8. Dezember 1980 wird John Lennon bei seiner Rückkehr aus dem Tonstudio Record Plant vor dem New Yorker Dakota-Building von Mark David Chapman erschossen. Dieser Artikel behandelt das Musikjahr 1980.
Die erfolgreichste Single in Deutschland veröffentlichte die Goombay Dance Band mit Sun of Jamaica; auf Platz zwei gelangte Pink Floyd mit Another Brick in the Wall, Pt. 2, das auch in der Schweiz die meistverkaufte Single war. Zudem war das Album The Wall der Band das meistverkaufte Album in Deutschland und stand in den USA mit 15 Wochen am längsten auf Platz eins der Billboard 200. Im Vereinigten Königreich war hingegen Don’t Stand So Close to Me von The Police die meistverkaufte Single.
Ereignisse Populäre Musik mini|Pink Floyd (hier 1989) zählte zu den erfolgreichsten Bands des Jahres 1. Januar: Cliff Richard wird von Queen Elizabeth II zum Member of the Order of the British Empire ernannt. 7. Januar: Der zu diesem Zeitpunkt 44-jährige Sänger, Pianist und Songschreiber Larry Williams wird mit einer Schusswunde am Kopf tot in seinem Haus in Los Angeles aufgefunden. Bis heute ist ungeklärt, ob es sich um Mord oder Selbstmord handelte. 13. Januar: Bei einem Benefizkonzert zugunsten kambodschanischer Flüchtlinge im County Coliseum in Oakland treten die Beach Boys, Grateful Dead und Jefferson Starship auf. 16. Januar: Paul McCartney wird in Tokio wegen Besitzes von 230 Gramm Marihuana verhaftet. Der Rest seiner Tournee durch Japan muss daraufhin abgesagt werden. Neun Tage später wird McCartney ohne Erhebung einer Anklage aus seiner Haft entlassen und von den japanischen Behörden des Landes verwiesen. 7. Februar: In Los Angeles beginnt die The Wall Tour von Pink Floyd. 8. Februar: David Bowie und seine Frau Angela, mit der er fast zehn Jahre verheiratet war, reichen die Scheidung ein. Bowie erhält das Sorgerecht für ihren gemeinsamen Sohn Duncan Jones. 19. Februar: AC/DC-Sänger Bon Scott stirbt an einer Alkoholvergiftung. 27. Februar: Die 22. Grammy Awards werden in Los Angeles verliehen und von Kenny Rogers moderiert. Billy Joels Album 52nd Street gewinnt die Auszeichnung für das Album des Jahres, während der Hit What a Fool Believes von den Doobie Brothers sowohl als Aufnahme des Jahres als auch als Song des Jahres ausgezeichnet wird. Rickie Lee Jones gewinnt den Preis als beste neue Künstlerin. 29. Februar: Die charakteristische Brille und die Armbanduhr der beiden am 3. Februar 1959 bei einem Flugzeugabsturz ums Leben gekommenen Rock-’n’-Roll-Musiker Buddy Holly und The Big Bopper werden in Mason City (Iowa) in alten Polizeiakten wiedergefunden. 3. März: Das Auktionshaus Sotheby’s versteigert in London eine von Elvis Presley signierte Serviette des Riviera Hotels in Las Vegas für 500 Pfund. Zu den weiteren Auktionsgegenständen gehörten vier von den Beatles signierte US-Dollar-Scheine für 220 Pfund und eine Sammlung persönlicher Briefe der Rolling Stones, ebenfalls für 220 Pfund. 14. März: Quincy Jones erhält einen Stern auf dem Hollywood Walk of Fame. 17. März: Genesis starten in Paignton ihre Duke Tour. 19. März: Im Zuge des Prozesses gegen den Arzt George Nichopoulous alias Dr. Nick, der später wegen der übermäßigen Verschreibung von Medikamenten an Elvis Presley, Jerry Lee Lewis und andere Patienten verurteilt wird, wird die Autopsie von Elvis Presleys Leichnam angeordnet. 1. April: AC/DC stellen Brian Johnson als ihren neuen Frontmann und Nachfolger des im Februar verstorbenen Bon Scott vor. 5. April: Unter ihrem ursprünglichen Bandnamen „Can of Piss“ geben R.E.M. in ihrer Heimatstadt Athens (Georgia) ihr erstes Konzert. 13. April: Mike Oldfield startet in Lancaster seine zweite Konzerttournee In Concert 1980. 17. April: Als „offizielle Staatsgäste“ treten Bob Marley and the Wailers bei einem Unabhängigkeitsfest in Simbabwe auf. Marley bezeichnet das Ereignis als die „größte Ehre meines Lebens“. 19. April: Johnny Logan gewinnt für Irland den Eurovision Song Contest 1980 in Den Haag mit What’s Another Year. Katja Ebstein erreicht mit Theater für die Bundesrepublik Deutschland Platz zwei. 25. April: Black Sabbath veröffentlichen Heaven and Hell, ihr erstes Album mit Ronnie James Dio als Sänger. 18. Mai: Ian Curtis, Sänger von Joy Division, erhängt sich auf dem Dachboden seines Hauses in Macclesfield. Sein Tod ereignet sich nur wenige Tage vor dem geplanten Beginn der ersten US-Tournee der Band. Die verbliebenen Mitglieder Bernard Sumner, Peter Hook und Stephen Morris beschließen nach einer kurzen Pause weiterzumachen und benennen sich nach der Verpflichtung der Keyboarderin Gillian Gilbert in New Order um. Sumner übernimmt nun neben der Gitarre auch den Leadgesang. 30. Mai: Das Anti-Apartheid-Protestlied Biko des britischen Pop-Rock-Musikers Peter Gabriel wird veröffentlicht. 30. Mai: Bob Marley gibt im Hallenstadion in Zürich sein einziges Konzert in der Schweiz. Unmittelbar danach beginnen die Opernhauskrawalle. 30. Mai: Peter Gabriel veröffentlicht sein drittes Soloalbum Peter Gabriel (Melt). Es sorgt für einen wichtigen Wendepunkt in Gabriels Karriere. Während den Sessions zu diesem Album experimentieren Gabriel, der von ihm engagierte Schlagzeuger und frühere Genesis-Bandkollege Phil Collins und der zuständige Ingenieur Hugh Padgham beim Titel Intruder erstmal mit dem sogenannten Gated-Reverb-Verfahren für den Klang des Schlagzeugs (was Collins und Padgham kurze Zeit später während der Entstehung von Collins’ ersten Soloalbum Face Value weiter perfektionieren und was sich schließlich zu einem signifikanten Merkmal der Musik der 1980er Jahre entwickeln soll.) Weiterhin wendet sich Gabriel auf diesem Album zum ersten Mal Einflüssen der traditionellen afrikanischen Musik zu, was sich seitdem durch sein komplettes Werk zieht und Gabriel in der Folge auch über die Jahre den Status als prominenten Förderer der Weltmusik einbringt. 25. Juni: Rock-’n’-Roll-Pionier Bill Haley tritt im Rahmen einer umstrittenen Tournee durch Südafrika zum letzten Mal auf, bevor sein sich verschlechternder Gesundheitszustand seine Karriere beendet. 25. Juni: Kiss geben in New York ihr erstes Konzert mit ihrem neuen Schlagzeuger Eric Carr. 27. Juni: Die Public-Image-Ltd-Musiker John Lydon und Keith Levene treten in der Sendung The Tomorrow Show mit Moderator Tom Snyder auf. In einem unangenehmen Interview gibt Lydon auf die meisten Fragen Snyders knappe und vage Antworten. 30. Juni: Die britische Rockband Queen startet in Vancouver ihre weltweite Konzerttournee The Game Tour. 11. Juli: Ultravox veröffentlichen ihr viertes Studioalbum Vienna. Als erstes Album mit dem neuen Sänger Midge Ure nach dem Ausscheiden des bisherigen Sängers John Foxx markiert Vienna einen radikalen Richtungs- und Imagewechsel bei Ultravox. Die ehemalige Post-Punk-Band wandelt sich zu einer New-Wave-/Synthiepop-Gruppe. Obwohl dieser Stilwechsel Fans und Kritiker, die die von John Foxx geführte Besetzung der Band bevorzugten, vor den Kopf stößt, wird Vienna Ultravox’ bis dato erfolgreichstes Studioalbum. 14. Juli: Malcolm Owen, Sänger der Punkband The Ruts wird tot im Badezimmer des Hauses seiner Eltern in Hayes aufgefunden; als Todesursache wird eine Heroinüberdosis festgestellt. 25. Juli: AC/DC veröffentlichen mit Back in Black ihr sechstes Studioalbum. Es wird das zweitmeistverkaufte Album der Welt sowie das erfolgreichste Hardrockalbum bislang. 31. Juli: Die Eagles beenden ihre laufende Tournee mit einem umstrittenen Konzert, was den Beginn einer 14 Jahre andauernden Trennung markiert. 16. August: Erstmals findet das Festival Monsters of Rock in Donington Park, England, statt. 16. August: Mehrere Bands verlieren an einem Tag Mitglieder; Bassist Jah Wobble verlässt Public Image Ltd, Keyboarder Jools Holland verlässt Squeeze und die Schlagzeuger Bill Ward und Cozy Powell verlassen Black Sabbath, bzw. Rainbow. 18. August: Mit Drama erscheint das erste Album der Band Yes ohne ihren langjährigen Sänger Jon Anderson und unter Mitwirkung der beiden Buggles-Mitglieder Trevor Horn und Geoff Downes. Es gilt als eines der umstrittensten Alben in ihrer Bandkarriere, da viele Puristen das Album ablehnen und sich weigern, ein Yes-Album ohne Andersons charakteristische Stimme anzuerkennen. Auch die Konzerte der anschließenden Tournee verlaufen aufgrund der Fan-Proteste im Publikum teils extrem unruhig. 19. August: Nachdem ein Konzert von Alice Cooper im Exhibition Stadium in Toronto kurzfristig wegen einer Erkrankung des Sängers abgesagt werden muss, randalieren die im Stadion bereits anwesenden Fans. 29. August: Die britische Progressive-Rock-Band Yes startet in Toronto ihre Drama Tour. 30. August: Barclay James Harvest geben vor dem Reichstagsgebäude in Berlin ein Gratiskonzert. 13. September: Elton John gibt ein Gratiskonzert vor 400.000 Menschen im New Yorker Central Park. Bei den Zugaben tritt er in einem Donald-Duck-Kostüm auf. 16. September: Kate Bush klettert mit ihrem aktuellen Album Never for Ever auf Platz 1 der britischen Albumcharts und ist damit die erste britische Solokünstlerin, die in Großbritannien ein Nummer-eins-Album verzeichnen kann. 23. September: Bob Marley tritt in Pittsburgh, Pennsylvania, zum letzten Mal auf. 25. September: John Bonham, Schlagzeuger von Led Zeppelin, wird von seinem Bandkollegen John Paul Jones tot aufgefunden. 3. Oktober: Der US-amerikanische Singer-Songwriter Bruce Springsteen startet in Ann Arbor gemeinsam mit der E Street Band seine The River Tour. 22. Oktober: Die britische Rockband Dire Straits startet in Vancouver ihre On Location Tour. 4. Dezember: Nach dem Tod des Schlagzeugers John Bonham am 25. September geben Led Zeppelin ihre Auflösung bekannt. 5. Dezember: Duran Duran unterschreiben einen Vertrag mit EMI, nachdem sie ihre Besetzung finalisiert hat und die Band als Vorgruppe für Hazel O’Connor getourt ist. 8. Dezember: Ex-Beatle John Lennon wird vor seinem Wohnhaus im New Yorker Central Park von dem psychisch labilen Attentäter Mark David Chapman erschossen. Sein früher Tod löst weltweite Bestürzung und Trauer aus. In der Folge feiern die Singles (Just Like) Starting Over und Woman aus Lennons aktuellen Album Double Fantasy weltweite Nummer-eins-Erfolge und auch seine früheren Hits wie Imagine und Give Peace a Chance werden erfolgreich wiederveröffentlicht. 14. Dezember: Über 100.000 Trauernde nehmen an einer öffentlichen Mahnwache für John Lennon vor dessen Haus am New Yorker Central Park teil.
Klassische Musik und Musiktheater 8. Mai: Uraufführung der Oper Kopernikus von Claude Vivier im Théâtre du Monument National in Montreal 17. Juni: Die Oper The Piper of Hamelin mit Musik von John Rutter auf ein Libretto von Jeremy James Taylor wird in York uraufgeführt. 28. Juni: Die 1930 entstandene Oper Antikrist von Rued Langgaard (Musik und Libretto) wird im Dänischen Rundfunk vollständig gesendet. Die szenische Uraufführung wird am 2. Mai 1999 im Tiroler Landestheater Innsbruck stattfinden. 5. September: Uraufführung der Oper Satyagraha von Philip Glass an der Stadschouwburg in Rotterdam 17. September: Die Urversion des Musicals Les Misérables von Claude-Michel Schönberg und Alain Boublil nach dem gleichnamigen Roman von Victor Hugo wird in Paris uraufgeführt. 11. Oktober: Die Oper Der Traumgörge von Alexander von Zemlinsky wird 38 Jahre nach dem Tod des Komponisten in Nürnberg uraufgeführt. 14. Oktober: Uraufführung von Orion für großes Orchester von Claude Vivier 24. Dezember: Sergei Petrowitsch Banewitsch: Uraufführung der Oper История Кая и Герды (Снежная королева) [Die Geschichte von Kai und Gerda (Die Schneekönigin)] am Kirow-Theater in Leningrad Friedrich Gulda: Konzert für Violoncello und Blasorchester Arvo Pärt: Annum per annum
Film und Fernsehen