mini|Goetheplatz, Blick nach Südosten Der Goetheplatz in Weimar ist eine Platzanlage, die einerseits Verkehrsknotenpunkt, andererseits Zugang zur Altstadt darstellt. mini|hochkant|Lesemuseum am Goetheplatz

Lage Auf dem Goetheplatz kreuzen sich der Graben, der am Kasseturm beginnt, die Teile der alten Stadtbefestigung waren, die Schwanseestraße, die an der 1888 entstandenen Hauptpost bzw. der Bürgerschule Weimar und die Heinrich-Heine-Straße beginnt. Außerdem stoßen die Wielandstraße und die Geleitstraße auf ihn. Er befindet sich im Nordwesten der Weimarer Altstadt. Eine Passage am Haus Goetheplatz 3 verbindet den Goetheplatz über die Gerhart-Hauptmann-Straße mit der Coudraystraße.

Geschichte Dieser Platz, wo sich der Rehmenteich befandArt. Teiche, in: Gitta Günther, Wolfram Huschke, Walter Steiner (Hrsg.): Weimar. Lexikon zur Stadtgeschichte. Hermann Böhlaus Nachfolger, Weimar 1998, S. 443., hieß einst Schweinsmarkt und war zudem eine Richtstätte unweit der mittelalterlichen Stadtmauern am Graben. Der Goetheplatz heißt seit 1945 so. Vorher hieß er Karlsplatz. Der Sockel des Reiterdenkmals des vormaligen Namensgebers, des Großherzogs Carl Alexander (Sachsen-Weimar-Eisenach), ist 2006 wieder aufgestellt worden.Rudolf Wendt: Wie weiter mit dem Denkmal ohne Reiter in Weimar? In: thueringer-allgemeine.de. 9. Januar 2024, abgerufen am 11. Januar 2026.Carl Alexander-Denkmal. In: youpedia.de. Abgerufen am 11. Januar 2026. Außer den Kasseturm befinden sich hier das Grand Hotel Russischer Hof von 1803, errichtet von Anton Georg Hauptmann, das Jugend- und Kulturzentrum „mon ami“, errichtet 1858/59 von Carl Heinrich Ferdinand Streichhan. Der wiederum errichtete auch im Auftrage von Großherzogin Maria Pawlowna das Lesemuseum mit dem Brunnen am Lesemuseum. Der Kasseturm ist über eine Pergola, die den Blick zur Kleine Teichgasse und damit zum Goethe-Pavillon des Palais Schardt freigibt, mit dem „mon ami“ verbunden.

Am Goetheplatz 1 befindet sich die Löwen-Apotheke. Für diese immer noch im Besitz der Familie Lüdde befindliche Apotheke erwarb Theodor Lüdde die Rechte, auf dessen Initiative hin ab den 1880er Jahren an den Brunnen in der Innenstadt Hundetränkbecken angebracht wurden. In der Apotheke ist ein Löwe des Weimarer Bildhauers Walter Sachs installiert. Diese 1,20 m hohe Sitzstatue eines Löwen wurde 1993 aus Serpentin gefertigt.Website von Walter Sachs Ein weiteres erwähnenswertes Wohn- und Geschäftshaus ist Goetheplatz 6.

Seit 2006 wird die Kunsthalle „Harry Graf Kessler“ am Goetheplatz 9b über das Stadtmuseum von der Stadtdirektion betrieben.https://stadtmuseum.weimar.de/index.php?id=16&L=406 Außerdem ist das Bienenmuseum dem Stadtmuseum angeschlossen.Gitta Günther, Wolfram Huschke, Walter Steiner (Hrsg.): Weimar. Lexikon zur Stadtgeschichte. Hermann Böhlaus Nachfolger, Weimar 1998, S. 420. Goetheplatz 9a ist Sitz der Lokalredaktion der Thüringer Allgemeine.https://www.thueringer-allgemeine.de/service/kontakt-lokalredaktionen/article226294307/Kontakt-Lokalredaktion-Thueringer-Allgemeine-TA.html

Der gesamte Goetheplatz steht auf der Liste der Kulturdenkmale in Weimar (Sachgesamtheiten und Ensembles). Die erwähnten Gebäude wiederum stehen auf der Liste der Kulturdenkmale in Weimar (Einzeldenkmale).

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Einzelnachweise

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