mini|hochkant=1.4|Bruck an der Leitha Hauptplatz, 19. Jh. mini|hochkant=0.8|Pfarrkirche Bruck an der Leitha Südfassade 1738–1742

Johann Georg Högl (auch Hügel, * um 1706 in Burgschleinitz-KühnringKühnring, Eggenburg war der Wohnsitz seiner Eltern, so wird es als Geburtsort angenommen; † 1. August 1748 in Bruck an der LeithaArchiv der Pfarre Bruck an der Leitha, Sterbebuch 1740–1759. Sein Leben währte 42 Jahre. So wird 1706 als Geburtsjahr rückgerechnet) war ein österreichischer Steinmetzmeister und Bildhauer.

Familie Sein Vater Johann Gallus Hügel, Steinmetzmeister in Eggenburg, war 1664 in der Dreiflüssestadt Gemünden am Main im Frankenland geboren, verließ seine Heimatstadt und arbeitete ab 1692 im Eggenburger SteinmetzhandwerkBurghard Gaspar: Der weiße Stein von Eggenburg. Der Zogelsdorfer Kalksandstein und seine Meister. In: Das Waldviertel. Heft 4, 1995 als MeisterStadtarchiv Eggenburg: Aufding- und Freysagebuch der Eggenburger Steinmetzinnung. Er ehelichte Anna Maria N., sie starb im Oktober 1708, Kinder mussten versorgt werden, so verheiratete sich der Witwer wieder im Jänner 1709 mit Catharina Wödl, Tochter des Eggenburger Fleischers. Zwei seiner Brüder lernten, so wie er auch das Steinmetzhandwerk, Johann Caspar Högl (* 1702) und Georg Andreas Högl (* 1714). Der älteste Bruder Joseph (* 1696) wurde als P. Joachim Mönch der Kartause Gaming.

Eggenburg – Wien – Bruck an der Leitha Er heiratete 1738 in der Michaelerkirche zu Wien Rosalia BayerinHeiratsbuch der Michaelerkirche 1738, sie starb kurz danach, denn bei der Taufe des Sohnes Joseph 1741 wurde Anna Maria Högl als Mutter angegeben.

Steinmetzhandwerk in Bruck an der Leitha 1737 Johann Georg Högl erhielt 1737 das Bürgerrecht in Bruck, zugleich nahm ihn die Viertellade der Steinmetzen und Maurer in Bruck als Meister auf.Die Familie Hügel aus Gemünden am Main, Johann Georg Högl, Joseph Högl … In: Helmuth Furch (Hrsg.): Mitteilungen des Museums- u. Kulturvereines Kaisersteinbruch, 1990–2000. 59 Bände (permalink.obvsg.at). Nr. 42, Juni 1996. S. 1–40.Bürger- und Aidtbuch von 1557-1850 (1737), zu lesen in: Josef Christelbauer, Rudolf Stadelmayer: Geschichte der Stadt Bruck a.d.Leitha. Er starb 1748, die Witwe ehelichte im November des Jahres den Steinmetzmeister Johann WiederTauf-, Trauungs-, Sterbebuch der Pfarrkirche Bruck an der Leitha 1740–1759., der dann die Aufgabe des Lehrmeisters für Sohn Joseph übernahm.

Pfarrkirche Bruck an der Leitha Der Erbauer der Kirchenfassade war Johann Georg Windpässinger, Baumeister zu Bruck an der Leitha.

Architekturteile, wie herausragende Gesimse mit seitlichen Voluten und Vasenkrönung, Kapitelle und Säulen, der Giebel über dem Mittelrisalit, das Hauptportal mit Stadtwappen, wurden von den Steinmetzmeistern Johann Georg Hügel, Christoph KrällVerwandt mit dem Kaisersteinbrucher Meister Johann Baptist Kral, Mathias ChrischanitzLaut Bürger- und Aidtbuch Bruck an der Leitha 1733 Meister der Brucker Steinmetzzunft geworden. und den Brüdern Hartmader gefertigt.Jacob Bauer, Stadtpfarrer: Stadtpfarrkirche zur Allerheiligsten Dreifaltigkeit in Bruck an der Leitha, 200 Jahre Jubiläumsausgabe 1896. – Die nachfolgende Literatur hat das dann übernommen. Fachkundige Berater aus Wien beschlossen als Baumaterial den harten Stein des Leithagebirges, vorzugsweise den Kaiserstein aus Kaisersteinbruch.Rudolf Stadlmayer und Anton Halter, Tagung der N.Ö. Landesinnung der Steinmetzmeister, November 1991.

Stift Altenburg

Der ältere Bruder Johann Caspar Högl, Steinmetzmeister in Eggenburg, lieferte 1742 Bildhauersteine für das Stift Altenburg, dem Bildhauer Jakob Christoph Schletterer. Johann Georg Högl, der auch als Marmorierer und Stuckateur bezeichnet wurde, lieferte Steine. 1737, 1738 und 1745. Er arbeitete an der Hauptstiege in die Gruft, an Postamenten im Prälaturgarten usw., zuletzt noch 1748 mit Gartentüren und Brunnenbecken.Hans Tietze: Die Denkmale des politischen Bezirkes Horn in Niederösterreich, Herausgegeben von der k.k. Zentral-Kommission für kunst- und historische Denkmale, redigiert von Max Dvořák, Anton Schroll & Co, Kunstverlag, Wien 1911.

Weblinks Helmuth Furch 2002, Historisches Lexikon Kaisersteinbruch Band 1, 2004, Band 2

Einzelnachweise

Kategorie:Hügel (Familie) Kategorie:Steinmetz (Österreich) Kategorie:Bildhauer des Barock Kategorie:Person (Habsburgermonarchie vor 1804) Kategorie:Bildhauer (Österreich) Kategorie:Person (Bruck an der Leitha) Kategorie:Geboren 1706 Kategorie:Gestorben 1748 Kategorie:Mann