Johann Friedrich Hackmann (, * 11. Oktober 1756 in Spieka, Kurfürstentum Braunschweig-Lüneburg; † 13. August 1812 in TabenTaben ist heute ein Ortsteil von Beverstedt.) war ein deutscher Historiker und Geograph, der in Russland wirkte.
Leben Hackmann studierte ab 1775 an der Universität Göttingen und ging nach Abschluss des Studiums 1779 nach Russland, wo er 1782 Lehrer am Akademischen Gymnasium in Sankt Petersburg wurde. Für seine in Latein veröffentlichte Schrift Einführung in die Erforschung des Schwarzen Meeres und der griechischen Siedlungen entlang der Küste dieses Meeres wurde er Adjunkt für Geschichte an der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften. Diese Schrift erschien 1786 in russischer Sprache. 1783 veröffentlichte er eine Abhandlung über die Geographie und die Geschichte von Tibet und 1784 eine über Spitzbergen. Ebenso wie Philip Johan von Strahlenberg legte er als Grenze von Europa zu Asien den Fluss Emba fest. Bekannt wurde er in Russland durch sein für die öffentlichen Schulen verfasstes Werk über die Geographie Russlands.
Als Lehrer unterrichtete er unter anderen die Großfürsten Alexander und Konstantin Pawlowitsch, Enkel von Katharina II., in Geographie. 1785 wurde er Ehrenmitglied der Russischen Akademie der Wissenschaften.
Später kehrte er nach Deutschland zurück und starb 1812 im damals zum Departement Wesermündung gehörenden Ort Taben.
Schriften (Auswahl)
Weblinks Johann Friedrich Hackmann in der Erik-Amburger-Datenbank beim Leibniz-Institut für Ost- und Südosteuropaforschung Гакман (Hackmann) Иоганн (Johann) Фридрих (Friedrich) Biografie (russisch) Kurzbiografie (russisch)
Einzelnachweise und Anmerkungen
Kategorie:Historiker Kategorie:Geograph (18. Jahrhundert) Kategorie:Ehrenmitglied der Russischen Akademie der Wissenschaften Kategorie:Absolvent der Georg-August-Universität Göttingen Kategorie:Geboren 1756 Kategorie:Gestorben 1812 Kategorie:Mann