Bernd Lembeck (* 31. August 1895 in Düsseldorf; † nach 1961) war ein deutscher nationalsozialistischer Schriftsteller und Publizist.

Leben Bernd Lembeck wurde Mitarbeiter und schließlich Redakteur bei der frühen Wochenillustrierten der NSDAP mit dem Titel Illustrierter Beobachter und bei der nationalsozialistischen Satire-Zeitschrift Die BrennesselDer Deutsche Erzieher. Reichszeitung des Nationalsozialistischen Lehrerbundes, 1936, Ausg. 2. S. 40., wo er auch unter dem Pseudonym Pidder Lüng veröffentlichte. Zum 1. Oktober 1930 trat Lembeck der NSDAP bei (Mitgliedsnummer 327.003).Bundesarchiv R 9361-IX KARTEI/25420888

Im Jahre 1936 wurde Lembeck in den „Kulturkreis der SA“ berufen.„Mitteilungen“, in: Die Neue Literatur. Heft 4. April 1936. Lembeck wohnte zeitweilig in München und ließ sich später in Fischbachau nieder. Dem zeitgenössischen Literaturhistoriker Hans Henning zufolge gehörte Bernd Lembeck, der 1940 den Rang SA-Sturmführer erreicht hatte, zu den beliebten „Kämpferdichtern“ der NS-Bewegung.Hans Henning: Die deutsche Literatur. Die Entwicklung und die Hauptwerke des deutschen Schrifttums. 4. Aufl., 1940, S. 419. Nach dem Unfalltod des Gauleiters und Bayerischen Kultusministers Hans Schemm veröffentlichte Lembeck dessen Biographie.

Lembeck wurde nach Ende des Zweiten Weltkrieges in der Sowjetischen Besatzungszone im Verzeichnis der auszusondernden Literatur erfasst und darin auf die Liste jener Autoren gesetzt, „deren gesamte Produktion endgültig zu entfernen ist“.Abteilung Volksbildung im Magistrat der Stadt Berlin unter beratender Mitarbeit der Kammer der Kunstschaffenden und des Kulturbundes zu demokratischen Erneuerung Deutschlands (Hrsg.): Verzeichnis der auszusondernden Literatur. Februar 1946. Magistratsdruckerei, Berlin 1946, S. 51.

Publikationen National-Sozialismus, zus. mit Martin Löpelmann, 1931 Der Kampfspiegel, Gedichte um die deutsche Revolution, 1936 Hans Schemm. Ein Leben für Deutschland, Biographie, 1936 Suru und die Elefanten: ein Bilderbuch für kleine und große Tiere, illustriert von Hans Jörg Schuster, 1961

Literatur Kürschners Deutscher Literatur-Kalender: 1943. Gerhard Grimm: Der Nationalsozialismus. Programm und Verwirklichung (= Geschichte und Staat. Band 244/245). Olzog, München 1981, ISBN 3-7892-7156-X. Konrad Dussel: Bilder als Botschaft : Bildstrukturen deutscher Illustrierter 1905–1945 im Spannungsfeld von Politik, Wirtschaft und Publikum. Köln : Herbert von Halem, 2019, ISBN 978-3-86962-415-0.

Einzelnachweise

Kategorie:Autor Kategorie:Lyrik Kategorie:Satire Kategorie:Journalist (Deutschland) Kategorie:Publizist Kategorie:Literatur (20. Jahrhundert) Kategorie:Literatur (Deutsch) Kategorie:Mitglied der Reichsschrifttumskammer Kategorie:Literatur im Nationalsozialismus Kategorie:NSDAP-Mitglied Kategorie:SA-Mitglied Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1895 Kategorie:Gestorben im 20. Jahrhundert Kategorie:Mann