Otto Lang (* 6. September 1855 in OberammergauGeboren am 6., getauft am 7. September 1855 laut Kirchenbuch St. Peter und Paul, Oberammergau, Signatur CB322, M4738, S. 103.; † 26. Dezember 1928 in München) war ein deutscher Bildhauer.

Leben mini|hochkant|Grabmäler von Friedrich Alfred Krupp (Vordergrund) und Alfred Krupp (Hintergrund) auf dem Kruppfriedhof des Friedhofs Bredeney, Aufnahme 2010 mini|hochkant|Li-Hongzhang-Denkmal in Shanghai, Aufnahme aus den 1910er Jahren Lang, Sohn des Oberammergauer Bildschnitzers Sebastian Lang („Mühlbartl Sebastian“, 1830–1895), war zunächst Schüler der Kunstgewerbeschule Nürnberg. Am 20. Oktober 1876 schrieb er sich an der Königlichen Akademie der Bildenden Künste München im Fach Bildhauerei ein.03346 Otto Lang, Matrikel der Akademie der Bildenden Künste München 1877 setzte er seine Ausbildung im Meisteratelier Rudolf Siemerings in Berlin fort. 1880 unternahm er eine Studienreise nach Rom. Dort verkehrte er auch im Deutschen Künstlerverein.Friedrich Noack: Das Deutschtum in Rom seit dem Ausgang des Mittelalters. Deutsche Verlags-Anstalt, Stuttgart 1927, Band 2, S. 345 Nach seiner Rückkehr ließ er sich 1883 als freischaffender Bildhauer in München nieder, wo er sich in der Münchner Künstlergenossenschaft engagierte.Die Kunst für Alle. Jahrgang 1890, S. 175

Lang entwarf Großplastiken, Büsten, Reliefs und Brunnen. Zu seinen Hauptwerken gehören Germane mit erlegtem Eber (1881), Amor (1882) und das Grabdenkmal für Alfred Krupp in Essen (1891). Das Grabmal für dessen Sohn Friedrich Alfred Krupp (1903), den er in Kunstfragen beraten hatte, entwarf er ebenfalls. Nach Translozierungen in den Jahren 1910 und 1955 befinden sich beide Grabmäler heute auf dem Friedhof Bredeney.

Lang hatte Krupp über seinen Münchner Künstlerfreund Felix von Ende kennengelernt. Dessen Schwester Margarete war Krupps Ehefrau.Ekkehard Mai, Hans Pohl, Stephan Waetzoldt (Hrsg.): Kunstpolitik und Kunstförderung im Kaiserreich. Kunst im Wandel der Sozial- und Wirtschaftsgeschichte. Mann, Berlin 1982, ISBN 3-786-11322-X, S. 59 ff. Im Auftrag der Firma Krupp in Essen schuf Lang zwischen 1893 und 1896 das Li-Hongzhang-Denkmal, ein Bronze-Kolossaldenkmal für den chinesischen General und Staatsmann Li Hongzhang, den „Vizekönig von Zhili“.Denkmäler. In: Allgemeine Kunst-Chronik. Illustrierte Zeitschrift für Kunst, Kunstgewerbe, Musik, Theater und Litteratur. 2. Dezemberheft, 1893, S. 746 (Google Books)Personal- u. Ateliernachrichten. In: Die Kunst für Alle. IX. Jahrgang, Heft 7 (1. Januar 1894), S. 110 (Google Books) Als einziges Objekt seiner Art in China wurde es 1906 im Garten des für Li Hongzhang erstellten Gedächtnistempels in Shanghai aufgestellt.M. W.: China in der Schweiz. In: Die Schweiz. Schweizerische illustrierte Zeitschrift. Band 10 (1906), S. 312 f. (Digitalisat, PDF)

Literatur Lang, Otto, Bildhauer. In: Rudolf Vierhaus (Hrsg.): Deutsche Biographische Enzyklopädie. 2. Ausgabe, Band 6: Kraatz – Menges. K. G. Saur, München 2006, ISBN 978-3-598-25036-1, S. 231 (Google Books).

Weblinks

Lang, Otto, Eintrag im Allgemeines Künstlerlexikon Online Otto Lang, Auktionsresultate im Portal artnet.de

Einzelnachweise

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