mini|Albrecht Götz von Olenhusen (1987) Albrecht Götz von Olenhusen (* 8. November 1935 in Bodenfelde; † 22. Oktober 2022 in Düsseldorf) war ein deutscher Rechtsanwalt, Rechtshistoriker, Fachjournalist und Honorarprofessor an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf.
Leben Albrecht Götz von Olenhusen studierte Rechtswissenschaften und Volkswirtschaft in Göttingen, Freiburg im Breisgau und Zürich.Sorge, Urheberrecht im Underground, 2024, S. 227 f. Nach dem zweiten Staatsexamen nahm er in Freiburg seine Tätigkeit als Rechtsanwalt auf und wurde Sozius in der Kanzlei von Walter Bappert.Sorge, Urheberrecht im Underground, 2024, S. 228. Später war er bis März 2017 in eigener Kanzlei tätig. 2003 promovierte er neben seiner Anwaltstätigkeit in Freiburg mit einer Arbeit über das Medienarbeitsrecht für Hörfunk und Fernsehen zum Doktor der Rechte.
Götz von Olenhusen war lange Zeit Mitarbeiter und Redakteur des Archivs für Urheber-, Film-, Funk- und Theaterrecht.Sorge, Urheberrecht im Underground, 2024, S. 228 f. Er war ein ausgewiesener Kenner der Raubdruckkultur und Sammler von Raubdrucken seit der Protestbewegung der 1960er-Jahre.Vgl. Albrecht Götz von Olenhusen: Handbuch der Raubdrucke. Bibliographie – Bericht – Dokumente (CD; verbesserte Version der Ausg. von 1973). Freiburg i. Br. 2002; Albrecht Götz von Olenhusen, Christa Gnirß: Handbuch der Raubdrucke 2: Theorie und Klassenkampf. Sozialisierte Drucke und proletarische Reprints. Eine Bibliographie. Verlag Dokumentation, Pullach bei München 1973. Die Sammlung wurde im Jahr 2023 von der Deutschen Nationalbibliothek erworben.
Er engagierte sich zudem in der Kommunalpolitik. Von 1980 bis 1998 saß er mit kurzer Unterbrechung für die Sozialdemokratische Partei Deutschlands im Freiburger Stadtrat.
Schriften (Auswahl) Schriftsteller, Recht und Gesellschaft. Beiträge und Materialien zum Urheber-, Verlags- und Presserecht. Freiburg i. Br., Universitätsverlag Becksmann 1972. Freie Mitarbeit in den Medien. Arbeits-, Tarif-, Vertragsrecht. Honorare – Urheberrecht – Leistungsschutz. Baden-Baden 2002, ISBN 3-7890-7823-9. Der Journalist im Medien-, Arbeits- und Urheberrecht. 2., neu bearbeitete Aufl. MUR, München 2015, ISBN 978-3-945939-00-0. Old Shatterhand unter Gangstern. Ausgewählte Beiträge zu Karl May. Hrsg. von Jürgen Seul. Karl-May-Verlag, Bamberg / Radebeul 2020, ISBN 3-7802-0567-X. Psychoanalyse & Expressionismus. 7. Internationaler Otto Gross Kongress. Dresden, 3. bis 5. Oktober 2008. Hrsg. von Werner Felber, Albrecht Götz von Olenhusen, Gottfried Maria Heuer, Bernd Nitzschke. LiteraturWissenschaft.de, Marburg an der Lahn 2010, ISBN 978-3-936134-23-0. Satire – eine Ehrensache. Beiträge zur Rechts- und Zeitgeschichte. München 2010, ISBN 978-3-939438-11-3. Sigmund Freud, Max Weber and the Sexual Revolution. In: Gottfried Heuer (Hrsg.): Sexual Revolutions: Psychoanalysis, History and the Father. Routledge, London 2011, ISBN 978-0-415-57044-2, S. 89–103 (auf Google Books). „Der Weg vom Manuscript zum gedruckten Text ist länger, als er bisher je gewesen ist.“ Walter Benjamin im Raubdruck 1969 bis 1996. Libelle, Lengwil am Bodensee 1997, ISBN 978-3-909081-82-0.
Literatur
Weblinks
Ehemalige Kanzlei-Webseite mit Lebenslauf und Publikationsverzeichnis (archivierte Version vom 30. Juni 2017) Seite Albrecht Götz von Olenhusen auf Karl-May-Wiki.de Einzelnachweise
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