Falk Fahrenholz (* 24. November 1942 in Frankfurt am Main; † 2. Juli 2026 in Mainz)Geburts- und Karrieredaten nach Kürschner, Deutscher Gelehrtenkalender 2009 war ein deutscher Biochemiker und Hochschullehrer an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz.
Werdegang Fahrenholz wurde 1970 an der Goethe-Universität Frankfurt am Main promoviert. Als Post-Doktorand war er an der University of Washington. Von 1972 bis 1977 war er Arbeitsgruppenleiter am Max-Planck-Institut für Biophysik in Frankfurt am Main und habilitierte sich 1984 in Biochemie. 1992 wurde er außerplanmäßiger Professor und 1997 Professor für Biochemie an der Universität Mainz.
Er befasste sich mit Signaltransduktion in Zellen (zum Beispiel Cholesterol als Modulator von Rezeptorfunktionen), Peptidhormonrezeptoren (wie Vasopressin-Rezeptoren) und den molekularen Grundlagen der Alzheimer-Krankheit, zum Beispiel einer Disintegrin-Metalloprotease (ADAM 10) als Enzym (alpha-Secretase), das das Amyloid-Vorläuferprotein APP abbaut. Er zeigte mit Kollegen, dass die Wirkung von Cholesterol bei der Alzheimer-Krankheit an ADAM 10 ansetzt.F. Fahrenholz, E. Kojro, G. Gimpl, S. Lammich u. a., Low cholesterol stimulates the nonamyloidogenic pathway by its effect on the α-secretase ADAM 10, Proc. Nat. Acad. Sci. USA, Band 98, 2001, S. 5815–5820, Abstract
1998 wurde er Ehrendoktor der Universität Danzig. 2000 erhielt er den Erfinderpreis von Rheinland-Pfalz und 2002 den Hirnliga-Preis. 2001 erhielt er die Max-Bergmann-Medaille für Charakterisierung von Ligand/Rezeptor-Wechselwirkungen.
Fahrenholz verstarb im Juli 2026 in Mainz im Alter von 83 Jahren.
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Einzelnachweise
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