mini|hochkant|Laurie Anderson (2020) Laurie Anderson, eigentlich Laura Philips Anderson (* 5. Juni 1947 in Glen Ellyn, Illinois),Laurie Anderson Biography (1947-). Auf filmreference.com, abgerufen am 23. April 2016 ist eine US-amerikanische Performance-Künstlerin, Musikerin und Filmregisseurin.

Leben und Werk Nach ihrem Highschool-Abschluss in ihrer Geburtsstadt schrieb Anderson sich zunächst am Mills College in Oakland (Kalifornien) ein und wechselte dann ans New Yorker Barnard College, wo sie erfolgreich ein Studium der Kunstgeschichte absolvierte. Anschließend setzte sie ihr Studium an der Columbia University fort und graduierte dort 1972 als Master of Fine Arts.Mark David: Lou and Laurie Hightail it to the Hamptons. Am 21. August 2009 auf variety.comAmy Handy: Artist's Biographies – Laurie Anderson. In: Randy Rosen, Catherine C. Brower (Hrsg.): Making Their Mark – Women Artists Move into the Mainstream, 1970–1985. Abbeville Press, New York 1989, ISBN 0-89659-959-0. S. 237–238.

mini|links|Laurie Anderson (1986) Ihre ersten Performances hatte Anderson in den 1970er Jahren. 1977 entwickelte sie den Viofonografen, eine Violine mit einer aufmontierten 7″-Single, über die sie den Violinenbogen strich.Philip Nel: The Record. Am 16. Dezember 2010 auf philnel.com Einer breiteren Öffentlichkeit wurde sie 1981 mit ihrer rund achteinhalbminütigen Single O Superman (For Massenet) bekannt, mit der sie Platz 2 der britischen Singlecharts erreichte. Der Song war eine Reaktion auf die Iran-Contra-Affäre.Lars Kilian: Laurie Anderson – Live At Town Hall In New York City (2002) (2CD). Am 19. Mai 2008 auf lars-kilian.de.

In Deutschland präsentierte sie 1989 auf ihrer Tour Strange Angels zum gleichnamigen Album nahezu alle Lieder sowie die Performance in deutscher Sprache.

Für den Eintrag zu New York City in der Encyclopædia Britannica schrieb Anderson einen ergänzenden Essay.Encyclopædia Anderson. Am 16. Juli 2001 auf newyorker.com mini|Laurie Anderson während ihrer Performance Homeland (2007)

Ab 1999 tourte sie mit dem Bühnenprojekt Songs and Stories for Moby Dick, welches eine Multimedia-Präsentation beinhaltete. Mike Figgis dokumentierte filmisch fünf Shows im Londoner Barbican Theatre, die im Mai 2000 aufgeführt wurden.. Auf hollywood.com Life on a String, das im August 2001 erschien, enthält einzelne Stücke von der Tour:Nikolai B. Forstbauer: "Leute, lest Moby Dick". Am 21. Mai 2015 auf stuttgarter-nachrichten.de One White Whale, The Island Where I Come From und Pieces and Parts. Eine Woche nach den Anschlägen vom 11. September 2001 gab sie ein Konzert, welches 2002 unter dem Titel Live at Town Hall New York City Sept 19-20, 2001 veröffentlicht wurde. Sie gehörte auch zu den 4000 amerikanischen Künstlern, die ein Jahr nach dem 11. September 2001 in der New York Times gegen die Kriegspläne der Bush-Regierung protestiert haben.

Im Lauf ihrer Karriere arbeitete sie unter anderem mit Andy Kaufman, William S. Burroughs, Peter Gabriel, Jean-Michel Jarre, John Cage, Philip Glass, Michel Waisvisz und Bobby McFerrin zusammen.

Am 12. April 2008 heiratete Anderson Lou Reed, mit dem sie auch eine künstlerische Beziehung verband. Beide hatten sich 1992 in München kennengelernt und waren seit 1995 miteinander liiert.Barbara Hoffman: Visit the cafe where Laurie Anderson and Lou Reed dined weekly. Am 12. April 2015 auf nypost.comSteve Helling: . Am 25. April 2008 auf people.com Anderson lebt in New York. Dort bewohnt sie eine Stadtwohnung in der West 11th Street in Greenwich Village und hat einen Zweitwohnsitz mit TonstudioPhillip Lopate: Laurie Anderson Tells Phillip Lopate How She Finished Her Film After Lou Reed's Death. Am 12. Oktober 2015 auf indiewire.com zwischen Springs und Amagansett,Laurie Anderson: . Am 31. Oktober 2013 auf easthamptonstar.comNicki Donato: Off the Market: Lou Reed Settles in East Hampton, More!. Am 5. August 2009 auf hamptons.curbed.com nordöstlich von East Hampton,James Fanelli: . Am 4. November 2013 auf dnainfo.com den sie und ihr Mann 2009 erworben hatten. Ein weiteres Aufnahmestudio beherbergt schon seit 1979 ihr Loft in der Canal Street 530,Jennifer Allen: The Anderson Tapes. Am 14. Februar 1983 in New York Magazine, Vol. 16, No. 7. S. 18 (online) das seit 1975 ihr Wohnsitz war.Will Hermes: Love Goes to Buildings on Fire – Five Years in New York that Changed Music Forever. Faber and Faber, New York 2011, ISBN 978-0-86547-980-7. S. 298 (online)

2015 drehte sie den Film Heart of a Dog, der im Frühjahr 2016 in den deutschen Kinos gezeigt wurde. Sie verarbeitete darin das Sterben ihrer Mutter, den Tod ihres Mannes (2013) sowie den ihres Hundes vor dem Hintergrund der gesellschaftlichen Entwicklungen nach dem 11. September 2001.Ulrich Kriest: (=Filmdienst, 6/2016) Am 8. November 2015, vor einer Vorführung des Films in der Swedenborgian Church of San Francisco, „heiratete“ sie dort in der Art eines Happenings Sophie Calle.Leah Garchik: Laurie Anderson and artist Sophie Calle say ‘I do’ in S.F. Am 12. November 2015 auf sfchronicle.com

2016 wurde Anderson in die Wettbewerbsjury der 73. Internationalen Filmfestspiele von Venedig berufen. 2020 wurde sie zum Mitglied der American Academy of Arts and Letters gewählt.

Nachdem Anderson für die Unterstützung israelkritischer Positionen im Jahr 2021 kritisiert worden war, gab sie im Januar 2024 bekannt, die Pina-Bausch-Gastprofessur an der Essener Folkwang-Universität nicht anzutreten.

mini|Laurie Anderson auf dem Times Square (2016) Ausstellungen 1977: Teilnehmerin der documenta 6 in Kassel 1983: Works from 1969–1983, ICA, Philadelphia 1987: Teilnehmerin der documenta 8 in Kassel 1995: Self Storage (Wembley, London, mit Brian Eno) 2002: The Record of the Time, Musée d’Art Contemporain de Lyon 2003: The Record of the Time, museum kunst palast, Düsseldorf 2003–2004: The Record of the Time, Padiglione d’Arte Contemporanea, Mailand 2005: The Record of the Time, Irish Museum of Modern Art, Dublin 2005: The Waters Reglitterized, Sean Kelly Gallery, New York 2011: Forty-Nine Days In the Bardo, Fabric Workshop and Museum, Philadelphia 2011: I in U/Eu em Tu, Centro Cultural Banco do Brasil, Rio de Janeiro 2021/2022: The Weather, Hirshhorn Museum and Sculpture Garden, Washington D.C. 2023: Looking into a Mirror Sideways, Moderna Museet, Stockholm

Diskografie Studioalben 1982: Big Science 1984: Mister Heartbreak 1986: Home of the Brave 1989: Strange Angels 1994: Bright Red 2001: Life on a String 2010: Homeland 2015: Heart of a Dog 2018: Landfall (Laurie Anderson & Kronos Quartet) 2010: Songs from the Bardo (Laurie Anderson, Tenzin Choegyal & Jesse Paris Smith) 2024: Amelia

Weitere Alben 1981: You Are the Guy I Want to Share My Money With (mit John Giorno und William S. Burroughs) 1983: United States Live 1995: The Ugly One with the Jewels (live, Lesung mit Musik) 2000: Talk Normal – The Laurie Anderson Anthology (Compilation) 2002: Live at Town Hall New York City Sept 19–20, 2001

Chartplatzierungen

Singles

Filmografie 1974: Dearreader: How to Turn a Book Into a Movie 1983: System ohne Schatten (Closed Circuit) 1986: Home of the Brave 1987: What You Mean We? 1990: Collected Videos 1992: Hotel Deutschland 1998: The Rugrats Movie 2002: Life on a String 2006: Hidden Inside Mountains 2015: Heart of a Dog

Multimedia 1995: Puppet Motel (CD-ROM mit Hsin-Chien Huang)

Performances 1999: Songs and Stories from Moby Dick (Einige Songs finden sich auf Life on a String wieder.)

Preise und Nominierungen 1996: nominiert für den Hugo Boss Prize 1997: Aachener Innovationspreis Kunst des Ludwig Forum für Internationale Kunst, S. 33 2007: Dorothy and Lillian Gish Prize 2011: SEAMUS Lifetime Achievement Award 2013: B3 BEN Ehrenpreis für das Lebenswerk, anlässlich der ersten B3 Biennale des bewegten Bildes, Frankfurt und Rhein-Main. Auf b3biennale.com 2018: Grammy in der Kategorie "Beste Kammermusikdarbietung" für "Landfall" mit dem Kronos Quartet 2022: Locarno Film Festival – Vision Award Ticinomoda 2024: Benennung eines Asteroiden nach ihr: (270588) Laurieanderson.WGSBN Bulletin, Volume 4, #6 vom 29. April 2024, S. 8 (PDF; englisch) 2026: Kyoto-Preis in der Kategorie "Musik".Kyoto-Preis 2026

Weblinks

laurieanderson.com

Einzelnachweise

Kategorie:Performancekünstler (Vereinigte Staaten) Kategorie:Künstler (documenta) Kategorie:Computerkünstler Kategorie:Geiger Kategorie:Sänger Kategorie:Songwriter Kategorie:Mitglied der American Academy of Arts and Letters Kategorie:Person als Namensgeber für einen Asteroiden Kategorie:US-Amerikaner Kategorie:Geboren 1947 Kategorie:Frau Kategorie:Person des Antizionismus Kategorie:Lou Reed