Die Liste enthält Klöster der Magdalenerinnen, der Schwestern vom Orden der heiligen Maria Magdalena zur Buße (Ordo Sanctae Mariae Magdalenae de poenitentia). Die Magdalenerinnen wurden auch Reuerinnen oder Büßerinnen (Sorores poenitentes) genannt, wegen ihrer weißen Ordenstracht im Volksmund auch Weißfrauen. Der Orden wurde 1226/1227 gegründet. Vor allem gegen Ende des 13. Jahrhunderts schlossen sich mehrere Konvente anderen Ordensgemeinschaften an.
Deutschland Weißfrauenkloster Aachen Mitte des 13. Jahrhunderts bis 1729, dann Coelestinerinnen bis 1802, seit 1848 Schwestern vom armen Kinde JesuMarien-Magdalenenkloster Altenburg um 1250 bis zur Auflösung infolge der Reformation 1538Paul Lehfeldt: Bau- und Kunstdenkmäler Thüringens. Jena 1888–1899, S. 39 archive.orgKloster der Pönitenzschwestern (Weißfrauenkloster) Bad Langensalza 1325 in Merxleben gegründet, ab spätestens 1356 an der Marktkirche, 1546 aufgelöstGustav Sommer: Beschreibende Darstellung der älteren Bau- und Kunstdenkmäler des Kreises Langensalza. Halle a.d. Saale 1879, S. 25 (Anm.) archive.orgKloster der Magdalenenschwestern in Bayreuth 1991 von polnischen Magdalenerinnen (Magdalenki) gegründetKatholische Filialkirche St. Benedikt Bayreuth: Der Orden der „Magdalenerinnen“Kloster Cronschwitz 1238 gestiftet, Übernahme der Gewohnheiten der Dominikanerinnen und wahrscheinlich Übergang zum Orden der DominikanerinnenThüringisches Klosterbuch: CronschwitzMaria-Magdalenen-Kloster in Einbeck Anfang des 14. Jahrhunderts gegründet, nach Einführung der Reformation im 16. Jahrhundert erloschen Reuerinnenkloster Engelthal bei Nürnberg 1240 von aus Nürnberg vertriebenen Magdalenerinnen eröffnet, 1248 Übertritt zu den Dominikanerinnen, 1565 infolge der Reformation aufgelöstHistorisches Lexikon Bayerns: Reuerinnen historisches-lexikon-bayerns.deHaus der Bayerischen Geschichte: Klöster in Bayern. Engelthal hdbg.eu Ursulinenkloster Erfurt zunächst ab 1136 Augustinerinnen, ab den 1220er-Jahren bis zur Auflösung im 16. Jahrhundert Magdalenenerinnen-/Weißfrauenkloster, seit 1667 Ursulinen Magdalenerinnen-Niederlassung Erfurt seit 2009 polnische Magdalenerinnen (Magdalenki), im Priesterseminar ErfurtFlyer der Magdalenenschwestern Weißfrauenkloster Frankfurt am Main 1228–1540 Magdalenerinnen-Niederlassung in Frankfurt am Main seit 1995, im Claretiner-Seminar Magdalenerinnenkloster Freiberg 1248–1536 oder 1568 Reuerinnen-Kloster Freiburg im Breisgau gegründet nach 1228, bestand 1250Städtische Museen Freiburg: onlinesammlung.Heilige Maria Magdalena onlinesammlung.freiburg.de Magdalenerinnenkloster Goslar auf dem Frankenberg 1229 oder 1234/1235–1568, dann bis 1955 lutherisches FrauenstiftGermania Sacra: Klosterdatenbank.Klöster und Stifte des Alten Reiches und angrenzender Gebiete.Magdalenerinnenkloster Frankenberg, Goslar klosterdatenbank.adw-goe.deJosef Dolle, Dennis Knochenhauer (Hrsg.): Niedersächsisches Klosterbuch. Verzeichnis der Klöster, Stifte, Kommenden und Beginenhäuser in Niedersachsen und Bremen von den Anfängen bis 1810 2: Gartow bis Mariental. (Veröffentlichungen des Instituts für Historische Landesforschung der Universität Göttingen 56,2) Bielefeld 2012, S. 531–539.orden-online: Magdalenerinnen Reuerinnenkloster Großenhain vor 1240–1539Sächsisches Staatsarchiv, 10001 Ältere Urkunden, Nr. 00359schradenwiki: Magdalenenkloster (Hain) schradenwiki.kaitzbach.de Magdalenerinnenkloster Hildesheim 1224 bis zur Säkularisation 1810 Kloster Mariae Magdalenae in Magdeburg gegründet um 1230, später Kloster der Augustiner-Eremenitinnen; 1524 evangelisch, im Lauf des 16. Jahrhunderts ausgestorbenMagdeburger Spuren. Magdeburg vor 1631 magdeburger-spuren.de Weißfrauenkloster Mainz, Kloster Neumünster am Tiermarkt/Schillerplatz Gründung 1252, ab 1291/1295 zu den Zisterzienserinnen übergetreten, 1802 aufgelöstMartina Rommel: Mainz – Weißfrauen. In: Klöster und Stifte in Rheinland-Pfalz. (klosterlexikon-rlp.de) Magdalenerinnen-Kloster Malchow 1298 von Röbel Neustadt nach Malchow verlegt, im 15. Jahrhundert zisterziensisch, ab 1578 evangelisches adliges Damenstift, 1920 aufgehobenMagdalenerinnenkloster Mühlhausen (Thüringen) gegründet kurz nach 1227 Magdalenerinnenniederlassung in Neuhausen im Schwarzwald gegründet vor 1274, vor 1290 zum Klarissenorden übergetreten, 1305 nach Überfällen nach Villingen übergesiedeltJoachim Sturm: Schwesternsammlung Neuhausen. In: Landeskundliches Informationssystem Baden-Württemberg. leo-bw.de Magdalenerinnenkloster Nürnberg gegründet bald nach 1224 an der St.-Magdalena-Kapelle, 1279 Übertritt auf päpstliche Weisung zum Klarissenorden, 1591 als Folge der Reformation ausgestorbenHaus der Bayerischen Geschichte: Klöster in Bayern. Nürnberg, St. Magdalena hdbg.eu Magdalenerinnenkloster in Prenzlau, auch Sabinenkloster an der Kirche St. Sabinus gegründet vor 1250, ab 1291 Benediktinerinnen, aufgelöst mit der Reformation 1543Johann Samuel Seckt: Versuch einer Geschichte der Ukermärkischen Hauptstadt Prenzlau. Band 1, Prenzlau 1785, S. 27 books.google.deHeimann, Neitmann, Schich: Brandenburgisches Klosterbuch. Berlin 2007, S. 967–977. Büßerinnenkloster Regensburg gegründet 1228 durch Rudolf von Worms, 1286 schloss sich der Konvent den Klarissen an, 1974 aufgelöst Magdalerinnenkloster Reinbek vor 1229 gegründet, später zisterziensischGeorg Christian Friedrich Lisch: Die Bewidmung des Klosters Reinbek durch den Grafen Albert von Orlamünde, Grafen von Nordalbingien, und die Besitzungen des Klosters in Meklenburg. In: Jahrbücher des Vereins für Mecklenburgische Geschichte und Altertumskunde. Band 25 (1860), S. 190–202 mvdok.lbmv.de Magdalenerinnenkloster Röbel/Müritz, Neustadt gegründet vor 1274, 1286 bis 1296 Außenvertretung und seelsorgliche Betreuung (cura monialium) durch Dominikaner; 1298 von Fürst Nikolaus II. nach Malchow verlegtCornelia von Heßberg: Röbel: Kloster Heilig Kreuz (Ordo Fratrum Praedicatorum/Dominikaner). In: Wolfgang Huschner, Ernst Münch, Cornelia Neustadt, Wolfgang Eric Wagner: Mecklenburgisches Klosterbuch. Band II., Rostock 2016, S. 839–845, hier S. 840.Ingo Ulpts: Die Bettelorden in Mecklenburg. Werl 1995, S. 88–95. Kloster der Magdalenerinnen Seyboldsdorf 1952 von Schwestern besiedelt, die 1945 aus dem Kloster Lauban vertrieben wurden und zunächst in Obernzell bei Passau und ab 1947 in Rotthalmünster untergekommen waren, 2004 wegen Überalterung aufgegebenVilsbiburg, Kloster der Magdalenerinnen. In: Haus der Bayerischen Geschichte: Klöster in Bayern. Vilsbiburg, Kloster der Magdalenerinnen hdbg.eu Weißfrauenkloster St. Maria Magdalena oder St. Johannes in Siegen gegründet vor 1288, im 14. Jahrhundert ausgestorbenLudwig Schmitz-Kallenberg: Monasticon Westfaliae. Verzeichnis der im Gebiet der Provinz Westfalen bis zum Jahre 1815 gegruendeten Stifter, Klöster und sonstigen Ordensniederlassungen. Münster 1909, S. 73 (). Madgalenerinnenkloster Speyer gegründet nach 1228, ab 1308 Dominikanerinnen Trier vor 1225 nach der Augustinerregel gegründet?? – Kloster St. Barbara, ab 1272 in Dominikanerinnenkonvent umgewandelt?;Christian König: Trier – Kloster St. Barbara. In: Klöster und Stifte in Rheinland-Pfalz. klosterlexikon-rlp.de oder: 1453 bis 1802 Klarissen? Worms seit den 1226, erstes Kloster des Ordens, gegründet vom Priester Rudolf von Worms Magdalenerinnenkloster in Würzburg 1227/1228–1564 Magdalenerinnen, zunächst nach der Zisterzienserinnenregel, ab 1274 nach der Augustinerregel; 1546 ausgestorben, ab 1627 übernahmen Karmeliten den Klosterbau und die KircheJohannes Baier: Geschichte der beiden Karmelitenklöster mit besonderer Berücksichtigung des ehemaligen Reurerinnenklosters in Würzburg. Würzburg 1902, S. 61–87 daten.digitale-sammlungen.de (hdbg.eu) Kloster der Magdalenerinnen in Zweibrücken gegründet 1239, im 15. Jahrhundert ausgestorbenAm Ende waren alle Nonnen weg. In: Die Rheinpfalz. 26. Februar 2018 rheinpfalz.de
Polen (Oberlausitz und Schlesien) Schlesien/Polen Magdalenerinnenkloster Beuthen an der Oder (heute Bytom Odrzański) gegründet 1289, 1314 nach Sprottau verlegt Magdalenerinnenkloster Lauban (heute Lubań) gestiftet 1320, 1945 vertrieben, die Schwestern kamen über Obernzell und Rotthalmünster nach Seyboldsdorf (Vilsbiburg); in Lubań seit 1953 polnische Magdalenerinnen – Magdalenki, Siostry św. Marii Magdaleny od Pokuty Magdalenerinnenkloster Naumburg am Queis (heute Nowogrodziec) gegründet vor 1274, 1810 säkularisiert Magdalenerinnenkloster Neisse (heute Nysa) gegründet 1726 im Zuge der Gegenreformation, 1810 säkularisiert Magdalenerinnenkloster Sprottau (heute Szprotawa) 1314 als Ersatz für das Kloster in Beuthen gegründet, 1810 säkularisiert
Frankreich, Schweiz, Italien, Spanien Frankreich, Schweiz, Italien, SpanienBordeaux gegründet 1618Marseille gegründet um 1277 Metz seit den 1220er-Jahren?Magdalenerinnen. In: Brockhaus Konversationslexikon. Berlin und Wien, 14. Auflage, 1894–1896. Neapel gegründet 1324Paris gegründet 1492; Gründung des Hauses der „Madelonettes von Paris“ durch P. Athanasius Molé, in der Französischen Revolution aufgelöstRom gegründet 1520Sevilla gegründet 1550 Straßburg gegründet nach 1228
Siehe auch Maria-Magdalenen-Kloster Magdalenenheim
Einzelnachweise
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