Dieter Rodi (* 20. Februar 1932 in Schwäbisch Gmünd; † 9. September 2026) war ein deutscher Biologe, Biologiedidaktiker, Naturschützer und Hochschullehrer.

Leben Rodi besuchte das Parler-Gymnasium Schwäbisch Gmünd, an dem er die Pflanzensammlung als Schüler betreute. Er studierte Biologie, Chemie, Geographie für das Lehramt an Gymnasien an den Universität Tübingen und Göttingen. Er bestand 1956 das Erste Staatsexamen. Seine Promotion zum Dr. rer. nat. erfolgte 1957 mit der Dissertation Die Vegetations- und Standortsgliederung im Einzugsgebiet der Lein in Tübingen. Das Zweite Staatsexamen absolvierte er 1958. Von 1958 bis 1964 leistete er Schuldienst an verschiedenen Gymnasien in Baden-Württemberg.Profil Dieter Rodi auf autoren-bw.de (zuletzt abgerufen am 3. April 2022).Datensatz der Dissertation auf d-nb.info (zuletzt abgerufen am 3. April 2022).

Rodi erhielt 1962 einen Lehrauftrag an der Pädagogischen Hochschule Schwäbisch Gmünd. In diesem Jahr trat er auch in den Gmünder Naturkundeverein ein, dem er lange als Vorsitzender vorstand und dessen Ehrenvorsitzender er ist.Viele Jahre Akzente für den Verein Gesetzt. Ehrung für Prof. Dr. Dieter Rodi und Prof. Dr. Frieder Bay. Rems-Zeitung vom 2./3. April 2022, S. W9. Von 1964 bis 1997 war er dort hauptamtlicher Dozent für Chemie und ihre Didaktik, bevor er 1969 als Professor für Biologie und ihre Didaktik berufen wurde. Sein Forschungsschwerpunkt gilt der Ökologie und dem Naturschutz sowie dem Ackerwildkrautschutz.Dieter Rodi. In: Kürschners Deutscher Gelehrten-Kalender Online. De Gruyter, Berlin 2010.Bert von Staden: 50 Jahre im Dienste der PH Schwäbisch Gmünd, Meldung vom 28. Februar 2012 auf idw-online.de (zuletzt abgerufen am 3. April 2022). Er engagiert sich vielfältig im Natur- und Artenschutz, so war er beispielsweise Sprecher des AK Naturschutz Ostwürttemberg.Wie Prof. Dr. Dieter Rodi in Mögglingen sein Eldorado fand, Beitrag der Rems-Zeitung vom 27. August 2010. 1984 richtete er bei Brainkofen ein Feldflorareservat ein, das er mindestens bis in die 2010er-Jahre wissenschaftlich betreute. Auch zählte er zu den Begründern der Biologiedidaktik in den 1960er-Jahren.Dieter Rodi feiert am Sonntag seinen 90. Geburtstag, Beitrag der Rems-Zeitung vom 20. Februar 2022. 1997 ging er in den Ruhestand, engagierte sich aber weiter im Bereich der Seniorenhochschule im Gmünder Naturkundeverein und im Naturschutz. Von 1997 bis 2002 wirkte er als Adjunct Professor für Biologie am University of Maryland College Schwäbisch Gmünd. 2016 richtete er einen Urweltgarten im Landschaftspark Wetzgau ein.In Schwäbisch Gmünd wird der Urweltgarten eingeweiht, Beitrag in der Stuttgarter Zeitung vom 10. Juni 2016.

Rodi war ab 1981 bei den ersten zehn Jahrgängen Mitredakteur der Zeitschrift UNICORNIS, die vom Gmünder Museumsverein, dem Naturkundeverein Schwäbisch Gmünd und dem Museum für Natur und Stadtkultur Schwäbisch Gmünd herausgegeben wurde.

Rodi war mit der Friedensaktivistin Lotte Rodi verheiratet. Er starb im September 2026 im Alter von 94 Jahren.

Ehrungen 1987: Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland 1997: Treviranus-Medaille des Verbandes Deutscher Biologen 2002: Ehrenvorsitz im Naturkundeverein Schwäbisch Gmünd 2002: Verdienstmedaille des Landes Baden-WürttembergVerleihungen der Verdienstmedaille des Landes Baden-Württemberg, Liste auf stm.baden-wuerttemberg.de (zuletzt abgerufen am 3. April 2022). 2009: Ehrennadel des Landesnaturschutzverbandes Baden-WürttembergBei künftigen Lehrern Verständnis für Natur geweckt: LNV-Ehrennadel für Prof. Dr. Dieter Rodi verliehen am 25.4.2009, Meldung auf lnv-bw.de (zuletzt abgerufen am 3. April 2022). 2019: Ehrenmitglied des Leutze-ClubsEin Leben lang für den Schutz der Natur: Professor Dr. Dieter Rodi wird 90. Jahrzehnte lang engagiert für den Naturkundeverein, Meldung der Gmünder Tagespost vom 19. Februar 2022.Leutzes 203. Geburtstag gefeiert, Meldung der Gmünder Tagespost vom 30. Mai 2019. 2022: Ehrenmitglied der Gesellschaft für Naturkunde in Württemberg e. V.

Werke (Auswahl) Die Vegetations- und Standortsgliederung im Einzugsgebiet der Lein, Tübingen 1956. mit Ernst Waldemar Bauer: Biologiedidaktik als Wissenschaft, Aulis Deubner, Köln 1979. mit Friedrich Bay: Wirksamkeitsuntersuchungen von Ausgleichs- und Ersatzmassnahmen im Strassenbau: dargestellt am Beispiel B 29, Lorcher Baggerseen, Bundesminister für Verkehr, Abt. Strassenbau, Bonn-Bad Godesberg 1991. mit Dieter Eschenhagen und Ulrich Kattmann (Hrsg.): Handbuch des Biologieunterrichts, 8 Bände, Aulius Deubner, Köln 1988–1999. mit Dieter Eschenhagen und Ulrich Kattmann: Fachdidaktik Biologie, 4. Auflage, Aulis-Verlag, Köln 1998, ISBN 978-3-7614-2087-4.

Weblinks

Profil Dieter Rodi auf autoren-bw.de

Einzelnachweise

Kategorie:Biologiedidaktiker Kategorie:Hochschullehrer (PH Schwäbisch Gmünd) Kategorie:Gymnasiallehrer (Deutschland) Kategorie:Träger des Verdienstordens des Landes Baden-Württemberg Kategorie:Absolvent der Eberhard Karls Universität Tübingen Kategorie:Naturschützer Kategorie:Träger des Bundesverdienstkreuzes am Bande Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1932 Kategorie:Gestorben 2026 Kategorie:Mann