mini|alternativtext=Lorentz Kroniger|Frontcover des historischen Buchs Devises et Emblemes, gedruckt von Abraham Gugger, verlegt 1702 von Lorentz Kroniger Lorentz Kroniger (auch Kraniger, Kroninger oder Kronigerus; * vor 1684; † um 1708)Eintrag zu Lorentz Kroniger im Bayerischen Musiker-Lexikon Online, abgerufen am 27. Februar 2026. war ein deutscher Buchhändler und Verleger in Augsburg.
Leben Kroniger stammte aus Lindau und war bereits vor 1684 in der Buchhandlung des Augsburger Verlegers Gottlieb Göbel tätig. Nach Göbels Tod im Jahr 1684 übernahm er von 1685 bis 1687 die Geschäftsführung des Unternehmens. 1688 heiratete er Göbels Witwe, Anna Ottilia (geb. Kühn), und führte das Geschäft fortan unter dem Namen Lorentz Kroniger & Gottlieb Göbels Erben.
Unter Kronigers Leitung expandierte der Verlag erheblich. 1701 erwarb er den Verlag von Johann Wehe d. J. Für seine Drucke nutzte er renommierte Werkstätten, darunter die von Jakob Koppmayer, Anton Nepperschmid, Johann Jakob Schönig, Johann Christoph Wagner sowie Leonhard und David Zacharias in Augsburg; zudem ließ er bei Johann Görlin in Frankfurt am Main drucken.
Kroniger unterhielt weitreichende Gelehrtenkontakte, unter anderem zu Gottfried Wilhelm Leibniz, mit dem er eine Korrespondenz über geplante Buchveröffentlichungen führte. Nach Kronigers Tod wurde die Firma von seinem Stiefsohn Johann Friedrich Göbel übernommen.
Weblinks Historische Briefe von Lorentz Kroniger an Lodovico Antonio Muratori (1696–1701) auf der Website Estense Digital Library
Einzelnachweise
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