Die Liste von Profanbauten in Mariupol beschreibt ausgewählte Profan-Gebäude in Mariupol, darunter besonders Backstein-Gebäude der Zeit um 1900, die im „eklektischen Stil erbaut (wurden), (…) manchmal (…) deutlich den Einfluss des Neoklassizismus, der Moderne und (…) der Neugotik erkennen“ lassen.Übersetzung aus: Ivan Stanislavsky: Архітектурний атлас дореволюційного Маріуполя, 4. Januar 2019, abgerufen am 4. April 2022. Vollständiges Originalzitat (russisch): „Большинство построек того периода выполнено в эклектичном стиле, но иногда можно четко заметить влияние неоклассицизма, модерна и даже неоготики. Кирпичная застройка рубежа ХІХ – ХХ веков это как раз та самая «мариупольская архитектурная старина», которая досталась в наследство современным горожанам.“ (deutsch: „Die meisten Gebäude dieser Zeit sind im eklektischen Stil erbaut, aber manchmal kann man deutlich den Einfluss des Neoklassizismus, der Moderne und sogar der Neugotik erkennen. Das Backsteingebäude an der Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert ist das «Mariupoler architektonische Altertum», das von modernen Bürgern geerbt wurde.“) Daneben wurden auch markante Gebäude des 20. Jahrhunderts mit aufgenommen, hierbei besonders Bauten des Sozialistischen Klassizismus sowie Infrastruktur-Gebäude.
Historischer Hintergrund 1882 erreichte ein Zweig der Katharinenbahn die Stadt und 1889 wurde ein moderner Tiefwasserhafen an der Küste des Asowschen Meeres eröffnet. Zwei Hüttenwerke wurden eröffnet, ausländische Konsulate und Handelsvertretungen entstanden. Diese erbauten repräsentative Geschäfts-, Herren- und Wohnhäuser. In dieser Zeit entstanden auch zahlreiche Bildungseinrichtungen, im 20. Jahrhundert zudem vermehrt Verkehrsbauten (wie Busbahnhof und Flughafen) und Kultureinrichtungen, darunter mehrere Kulturpaläste.
Bekannte Stadtbaumeister ab 1870
Samuel Josipowitsch Ber (ukrainisch: Самуїл Йосипович Бер / russisch Самуил Иосифович Бер) (1854–1905), ausgebildet in St. Petersburg, ging spätestens 1883 nach Chabarowsk, wo er als Architekt und Rabbiner wirkte Adolf Gustawowitsch Emerik (ukrainisch: Адольф Густавович Емерік / russisch: Адольф Густавович Эмерик) 1900 oder 1901 wurde Wiktor Nilsen vom Mariupoler Bürgermeister Iwan Alexejewitsch Popow (russisch: Иван Алексеевич Попов) zum Stadtbaumeister der Stadt Mariupol ernannt. Alexander Fjodorowitsch Potlow ab 1947 Eugen Leonidowitsch Janowizki Євген Леонідович Яновицький, geboren 1971 in Kiew. A. Veselov (russisch: А. Веселов), Chefarchitekt im Jahre 1958 von Mariupol (später von Zhdanov) (russisch: Главный архитектор Мариуполя, а тогдашнего Жданова)
Im Zweiten Weltkrieg wurden Teile der Stadt durch die abziehenden deutschen Besatzer in Brand gesteckt und zum Beispiel der Kulturpalast der Matrosen und die Wohnhäuser von Alexander Dawidowitsch Charadschajew zerstört. Während der Belagerung von Mariupol im Frühjahr 2022 wurden große Teile der Stadt schwer beschädigt. Neben den Sakralbauten Mariupols blieben auch zahlreiche Profanbauten nicht verschont: Der Flughafen, der Bahnhof und der Busbahnhof, das Dramatheater, die Stadtbibliothek und das Spartak-Hotel, mehrere Schulen, Sportstätten, Fabriken und Kulturpaläste wurden Opfer der Kriegshandlungen.
Bedeutende Gebäude