Der Begriff der Selbstregulation spielte in der Pädagogik der 1970er-Jahre eine zentrale Rolle.Gerhard Bott: Erziehung zum Ungehorsam (Film, 1969), Terror aus dem Kinderladen (Film, 1972).Alexander Sutherland Neill: Theorie und Praxis der antiautoritären Erziehung (= rororo 6707). Rowohlt, Reinbek bei Hamburg 1992, ISBN 3-499-16707-7. Das Konzept beinhaltete, dass sich Kinder ohne bedeutende Einwirkungen durch Erzieher zu gesellschaftsfähigen Individuen entwickeln würden. Erzieher seien nur noch zuständig, wenn es um den Schutz des Kindes gehe. Autorität dagegen, die die Erziehung in die Hand nehme, sei nicht von Bedeutung oder unerwünscht, da sich Kinder frei und selbständig zum Individuum entwickeln bzw. selbst herausfinden würden, wie sie sich in der Welt zurechtfinden würden. Auch soziale Regeln würden in Gruppenprozessen und ohne Einwirkung des Erziehers hinreichend formuliert. Der Erzieher solle nicht als derjenige auftreten, der Erziehungsprozesse steuere und die Ziele vorgebe.

Beispiele für diese Form der Erziehung waren manche Kinderläden. Das waren Einrichtungen, in denen Kinder manchmal schon vom Säuglingsalter ab und bis nach der Einschulung betreut wurden. Sie waren häufig von Eltern organisiert, die die Erziehungskonzepte zusammen mit den angestellten Erziehern entwickelten und auch regelmäßig mitarbeiteten.

Der Begriff wurde von A. S. Neill der Psychologie entlehnt, vergleiche Selbstregulation (Psychologie).

Einzelnachweise

Kategorie:Geschichte der Pädagogik