Der Smart Fortwo (Eigenschreibweise smart fortwo), der bis Anfang 2004 als smart City-Coupé bezeichnet wurde, ist ein kleines Stadtauto. Er war das erste Modell der Automarke Smart.

Bis Januar 2018 liefen 1.946.191 Fortwo im Werk Smartville Hambach im französischen Hambach vom Band. Motorvision Von 1998 bis 2018 wurde der zweisitzige Fortwo hauptsächlich mit Verbrennungsmotoren gebaut, 2018 folgte der erste Schritt zur rein elektrischen Marke Smart EQ, die Smart ab 2020 war, allerdings nur bis zur Einführung des #5 mit Plug-in-Hybrid für den chinesischen Markt 2025.

Im März 2023 gab der Hersteller bekannt, ab April 2023 keine Bestellungen für den Fortwo mehr entgegenzunehmen. Die Produktion endete schließlich ohne Nachfolgemodell im März 2024.

Ein Ausblick auf ein Nachfolgemodell wurde im April 2026 auf der Beijing Auto Show mit der Studie Smart Concept #2 gezeigt. Erste Bilder der Serienversion #2 wurden im August 2026 veröffentlicht.

Entstehungsgeschichte Die Entwicklungen begannen vor 1993 ursprünglich als Swatch-Car von Nicolas Hayek. Dabei sollte ein Kleinstwagen mit Elektroantrieb oder Hybridantrieb entstehen. Eine geplante Zusammenarbeit mit Volkswagen scheiterte. Hayek wandte sich daraufhin an Mercedes. Bis März 1994 entstanden zwei Designstudien.Das Auto fürs gute Gewissen. In: Die Zeit, Nr. 10/2007 Da MCC das ursprüngliche Konzept der Konzentration auf das Wesentliche reduced to the max ebenso wie den geplanten Elektro- oder Hybridantrieb aufgab, verließen sowohl Hayek, als auch führende Mitglieder des Entwicklungsteams das Projekt. „Der heutige benzinbetriebene Smart ist ein Produkt aus dem Hause Daimler-Benz und hat nichts mit den Plänen des einstigen Swatch-Teams gemein.“So Smart. brand eins online, 10/2001; abgerufen am 22. Januar 2013

Übernommen wurde Hayeks Idee der „Speichertürme“, das sind gläserne turmartige Parkhäuser für Smart-Automobile, „zum Sofort-Kaufen und Mitnehmen“. Hayek hatte die Vision, dass jeder, der alles hat, mindestens zusätzlich ein Smart-Automobil als Kultgegenstand besitzt, „für zwei Personen und zwei Kasten Wasser“ und dieses quasi im Vorbeigehen erwirbt (in Analogie zu den Swatch-Uhren).

1995 wurde eine Designstudie des jetzt smart fortwo genannten Fahrzeuges auf der IAA vorgestellt. Das Auto wurde im Oktober 1998 in Europa in den Ausstattungsvarianten pure und pulse im Markt eingeführt. Das auf dem ersten Verkaufsprospekt abgebildete Fahrzeug hatte eine schwarze Karosserie („Tridion-Sicherheitszelle“) mit gelben Panels aus durchgefärbtem Kunststoff. Im Jahr 1999 kam mit der Ausstattungsvariante passion eine Dritte hinzu.Ausstattungsvariante passion, Smart Wiki

Der Smart Fortwo hatte in der Diesel-Ausführung einen CO2-Ausstoß von 88 Gramm pro Kilometer (g/km). Mit der Einführung des überarbeiteten Modells der zweiten Generation des Fortwo im Herbst 2010 konnte der CO2-Ausstoß im NEFZ auf 86 g/km reduziert werden. Damit hatte er nach dem Kia Rio 1.1 CRDi ISG (85 g/km im gleichen Testzyklus), ATZ online den zweitgeringsten CO2-Ausstoß unter den 2010 produzierten Großserien-Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor.

Smart 450 City-Coupé/Fortwo (1998–2007)

Sterne im Euro-NCAP-CrashtestSmart Fortwo City Coupe beim Euro NCAP-Crashtest, euroncap 105px Der Fortwo (intern: C 450, Coupé – A 450, Cabriolet) ist ein heckgetriebenes, zweisitziges Auto mit 2,5 m Länge, 1,51 m Breite und 1,52 m Höhe.

Angetrieben wird er von einem Dreizylinder-Turbomotor, anfangs mit einem Hubraum von 599 cm³ und einer Leistung von 33 kW (45 PS), 40 kW (54 PS), ab dem Facelift 2003 45 kW (61 PS). Bei 135 km/h wird der Motor serienmäßig abgeregelt. In der Version mit Ottomotor verbraucht der Smart Fortwo 5,5 bis 6,5 Liter Super-Benzin je 100 km, abhängig von Bereifung und Fahrstil. Durch Chiptuning ist die Leistung des Motors auf etwa 59 kW (80 PS) steigerbar, dabei wird in der Regel auch die elektronische Abregelung aufgehoben und so die Endgeschwindigkeit deutlich erhöht. Der Motor ist hinter den Sitzen unter dem Kofferraum quer vor der Hinterachse eingebaut.

Serienmäßig hat er ein ESP (bis Anfang 2003 in Form eines als Trust-Plus bezeichneten und ohne Bremseneingriff nur durch Drosselung und Auskuppeln des Motors reagierenden „abgemagerten“ Systems, später als vollwertiges ESP), ABS, Airbags und ein sequentielles automatisiertes Sechsgang-Schaltgetriebe, je nach Ausstattung mit wahlweise automatisiertem Schalten.

Die komplette Hinterachseinheit mitsamt Motor und Getriebe wurde in einem der vier Äste der kreuzförmigen Smart-Fabrik von Thyssenkrupp Automotive für Smart hergestellt. Das ESP war bei der Konstruktion des Smarts nicht geplant, erst das mehrmalige Umkippen des Smarts beim sogenannten Elchtest – der fehlende, aber ursprünglich geplante Akku in der Bodengruppe machte sich bemerkbar – führte zu dem Entschluss, die Auslieferung um sechs Monate zu verzögern und vorerst das Trust-Plus nachzurüsten.Glückwunsch, Smart!, Auto Bild, 4. September 2008, abgerufen am 30. Juni 2012 Die tragende Basis des Fahrzeugs ist die sogenannte Tridion-Sicherheitszelle aus hochfestem Stahl, an der dann die aus thermoplastischem Kunststoff hergestellten weiteren Karosserieteile und die Aggregate angebracht wurden. Das Fahrwerk besteht vorn aus MacPherson-Federbeinen mit Dreieckslenkern (1998–1999 GFK-Blattfedern) mit einer Zahnstangenlenkung (sehr selten mit elektrischer Servolenkung). Hinten gab es eine starre De-Dion-Achse mit Schraubenfedern und hydraulischen Stoßdämpfern, deren U-förmig gebogenes Achsrohr als Deichselachse vor dem Motor am Chassis gelagert ist und hinten von zwei Querlenkern geführt wird. Weiche Gummilager gleichen den veränderlichen Abstand zwischen den Aufhängungspunkten aus. Vorn sind Scheiben-, hinten Trommelbremsen eingebaut.

Im November 1999 wurde ein am Fahrwerk (Schraubenfedern in Federbeinen statt GFK-Blattfedern) und im Innenraum (Standard-Stofffarbe Grau statt Blau) überarbeitetes Modell herausgebracht. Ab Januar 2000 war der Smart Fortwo auch mit einem Common-Rail-Diesel, interne Bezeichnung OM 660, erhältlich. Dieser Motor war mit 0,8 Liter (799 cm³) Hubraum bei drei Zylindern der damals kleinste in Serie gefertigte PKW-Dieselmotor der Welt, mit einem Normverbrauch von 3,3 l/100 km und einer Leistung von 30 kW (41 PS).

Querparken Weil er nur 2,5 Meter lang ist, passen oft zwei Smart Fortwo in eine normale Parklücke. Auch findet man in verschiedenen Parkhäusern spezielle kleine Smart-Parkplätze (sogenannte „3-Meter-Parkplätze“).

Ob das von einigen Smart-Fahrern praktizierte Querparken gegen die deutsche Straßenverkehrs-Ordnung (StVO) verstößt, ist umstritten. Aus Abs. 4 StVO ergibt sich kein eindeutiges Gebot, parallel zum Fahrbahnrand zu parken. Das Querparken verstößt aber gegen die StVO, wenn das querparkende Fahrzeug aus der Parklücke so weit hervorsteht, dass der fließende Verkehr behindert und gefährdet wird. Hingegen ist das Querparken zulässig, wenn es die örtlichen Verhältnisse erlauben,BGH, Beschluss vom 9. Mai 1962, Az. , BGHSt 17, 240. also entweder die Parklücke breit genug ist oder von normalen Fahrzeugen nicht nutzbarer „toter“ Raum im Anschluss an Schrägparker zum Parken genutzt werden kann.Amtsgericht Viechtach: (PDF; 381 kB)

In Österreich verstößt das Querparken gegen § 23 Abs. 2 StVO.

Auch das Wiener Übereinkommen über den Straßenverkehr schreibt in Art. 23 Abs. 2 lit. b Parallelparken vor, außer wo die örtlichen Verhältnisse etwas anderes erlauben.

Plagiat Der Shuanghuan Noble sieht dem Smart Fortwo ähnlich, unterscheidet sich jedoch technisch.

Galerie

Modellpflege (2003) Im Januar 2003 erschien die überarbeitete 2nd generation genannte Ausführung des Smart Fortwo mit einem größeren Ottomotor mit nun 698 cm³ Hubraum, einer Leistung von 37 kW (50 PS) oder 45 kW (61 PS) und erweitertem ESP mit Bremseingriff auf einzelne Räder. Dabei wurde zum wiederholten Male das Fahrwerk überarbeitet und die Karosserie um 10 mm höher gelegt, weil nun das ESP fahrdynamische Einflüsse des höheren Schwerpunktes ausglich.

Der Luftwiderstandsbeiwert des Wagens beträgt 0,37.

Fortwo 450 Brabus Das Joint Venture Smart-Brabus produzierte ab 1999 Smart-Fortwo-Modelle, die optisch und technisch veredelt wurden.

Der Smart-Brabus Fortwo der ersten Generation war ein direkter Nachfahre des Brabus 1st Edition, des ersten Sondermodells. Die Fahrzeuge waren mit einem leistungsgesteigerten 0,7-Liter-Motor mit 55 kW (75 PS), Sportfahrwerk und einer elektronischen Geschwindigkeitsbegrenzung ausgestattet, die eine Höchstgeschwindigkeit von 150 km/h erlaubte. Äußerlich unterschieden sie sich vom Serienmodell durch spezielle Räder, breitere Reifen, stärker ausgeformte und in Wagenfarbe lackierte Schweller, verbreiterte Kotflügel hinten, eine geänderte Frontmaske, einen in der Mitte des Hecks angeordneten Doppelrohrsportauspuff, sowie ein aufgewertetes Interieur.

Fortwo 450 Brabus 101 Außerdem bot Brabus im Jahr 2005 ein auf 101 Fahrzeuge limitiertes Sondermodell „Brabus-smart fortwo 101“ an. Dieses kostete 39.900 Euro und bot, neben einer auch die Sicherheitszelle umfassenden Sonderlackierung in Racing-Red (Ferrari-Rot), einen auf 74 kW (99 PS) leistungsgesteigerten Motor. Die Beschleunigung von 0 auf 100 km/h betrug 11,9 s; die Höchstgeschwindigkeit wurde bei 160 km/h abgeregelt. Fahrwerk und Reifen wurden an diese Geschwindigkeit angepasst. Bis zur IAA 2005 wurden 35 Fahrzeuge verkauft.

Fortwo 450 Cabrio mini|Smart Fortwo Cabrio (2003–2007)

Das Smart Fortwo Cabrio ist ein Cabriolet mit elektrisch zu öffnendem Stoffdach und herausnehmbaren Dachholmen. Es wurde im März 2000 eingeführt. Es entsprach in seiner Motorisierung und Ausstattung einem Fortwo Coupé (Ottomotor mit 45 oder 50 PS nicht lieferbar). Das elektrische Stoffverdeck lässt sich in drei verschiedenen Varianten offen nutzen. Zum einen lässt sich das Verdeck elektrisch auch während der Fahrt bis zum Überrollbügel öffnen und schließen. Den hinteren Teil des Verdecks kann man per Knopfdruck elektrisch entriegeln, muss es aber händisch in die Verriegelung drücken, so dass es zusammengefaltet über dem Kofferraumdeckel liegt. In dieser geöffneten Stellung lassen sich die seitlichen Dachholme herausnehmen und in dafür vorgesehenen Halterungen in der Heckklappe verstauen. Das verstärkt das Gefühl, in einem Cabriolet zu sitzen. Nach elektrischer Entriegelung kann das Dach per Hand geschlossen werden. Im geschlossenen Zustand kann der hintere Verdeckteil über der Kofferraumklappe für eine bessere Belademöglichkeit halb hochgefaltet werden. Das Stoffverdeck stammt von Webasto.

Ab dem Modelljahr 2001 (1st Generation) bekam das Cabrio in den Modellvarianten pulse und passion einen mit hellem Stoff verkleideten Dachhimmel. Das Smart-Cabrio mit CDI-Diesel-Motor war das weltweit einzige 3-Liter Cabrio in Serienproduktion. Im Frühjahr 2005 erschien die Sonderedition sunray für das Cabrio mit Verdeck in Rot und standardmäßiger Lackierung im Sonderton flare black metallic. Zusätzlich waren ein Radio mit CD-Wechsler und ein Sound-Paket serienmäßig integriert. Die sunray edition war für Cabrio und Coupé auf insgesamt 1500 Exemplare begrenzt.

Crossblade