Die Hébé-Klasse war eine Klasse von sechs 34-Kanonen-Fregatten der französischen Marine, die von 1782 bis 1833 in Dienst stand.

Geschichte Die spätere Hébé-Klasse wurde von dem Marinearchitekten Jacques-Noël Sané nach der Richtlinie (Frégates de 18) für Schwere Fregatten von 1772 entworfen. Das Design wurde in Großbritannien sehr geschätzt, wo es mit der 47 Einheiten umfassenden Leda-Klasse sogar kopiert wurde.

Einheiten Name Bauwerft Kiellegung Stapellauf Indienststellung Verbleib Vénus Saint-Malo November 1781 14. Juli 1782 Oktober 1782 Am 31. Dezember 1788 im Indischen Ozean im Sturm gesunken Hébé Brest Dezember 1781 25. Juni 1782 August 1782 Am 4. September 1782 durch die Royal Navy gekapert, als Hebe in Dienst,1804 umbenannt in HMS Blonde, 1811 abgebrochen Dryade Saint-Malo 1782 3. Februar 1783 Juli 1783 Hulk ab 1796 in Brest, ab Oktober 1801 abgebrochen Proserpine Brest Dezember 1784 25. Juni 1785 August 1795 Am 13. Juni 1796 durch die Royal Navy gekapert, als HMS Amelia in Dienst,ab Dezember 1816 abgebrochen Sibylle Toulon April 1790 30. Juli 1791 Mai 1792 Am 17. Juni 1794 durch die Royal Navy gekapert, als HMS Sybille in Dienst,am 7. August 1833 verkauft CarmagnoleRassurante (ab 1795)Carmagnole (ab 1798) Brest März 1792 21. Mai 1793 Juli 1793 Am 9. November 1800 bei Flushing im Sturm auf Grund gelaufen und später abgebrochen

Technische Beschreibung mini|Ab 1785 verwendete Obusier de vaisseau (36-Pfünder-Haubitze) Die Klasse war als Batterieschiff mit einem durchgehenden Geschützdeck konzipiert und hatte eine Länge von 46,29 Metern (Geschützdeck), eine Breite von 11,91 Metern und einen Tiefgang von 6,17 Metern bei einer Verdrängung von 1.350 Tonnen. Sie war ein Rahsegler mit drei Masten (Fockmast, Großmast und Kreuzmast), lediglich am Kreuzmast befand sich auf der untersten Position (Unterbesansegel) ein Gaffelsegel. Der Rumpf schloss im Heckbereich mit einem Heckspiegel, in den eine Galerie integriert war, die in die seitlich angebrachte Seitengalerie mündete. Diese waren aus Repräsentationsgründen durch zeitspezifische Schnitzereien und Bildhauerarbeiten geschmückt. Die Beplankung war kraweel ausgeführt, das heißt, die Kanten der Planken stießen stumpf aufeinander, so dass eine glatte Außenfläche entstand.

Die Bewaffnung der Klasse bestand bei Indienststellung aus 34 Geschützen, die sich aber im Laufe ihrer Dienstzeit veränderte. Batteriedeck Backdeck Achterdeck Kanonen(Geschossgewicht)Bei der Berechnung des Gewichtes einer Breitseite kann es zu Unterschieden kommen, da in der damaligen Zeit ein Pfund, je nach Land, unterschiedliche Gewichtswerte hatte. Das französische Livre hatte z. B. ein Gewicht von 489,506 Gramm während das englische Pound ein Gewicht von 453,592 Gramm hatte. Design 26 × 18-Pfünder 8 × 8-Pfünder 34 Kanonen ab 1785 26 × 18-Pfünder-Kanonen 10 × 6-Pfünder-Kanonen4 × 36-Pfünder-Haubitzen 40 Geschütze(169,37 kg)

Besatzung Die Besatzung hatte im Frieden eine Stärke von 326 und im Krieg von 361 Mann (11 Offiziere und 315 bzw. 350 Unteroffiziere bzw. Mannschaften).

Bemerkungen

Literatur

Weblinks Hébé-Klasse auf threedecks.org (englisch)

Einzelnachweise Rif Winfield & Stephen S Roberts: French Warships in the Age of Sail 1626–1786., S. 187.

Kategorie:Militärschiffsklasse (Frankreich) Kategorie:Fregattenklasse