Richard Bläß (* 1888; † 16. November 1969) war ein kommunistischer Politiker (KPD) und Widerstandskämpfer gegen den Nationalsozialismus.
Leben Bläß war 1934 einer der Angeklagten der sogenannten „Zerbster Kommunistenprozesse“; ihm und zahlreichen anderen KPD-Mitgliedern wurde vorgeworfen, sich illegal Waffen beschafft zu haben. Der Prozess wurde einer der größten Verfahren in Mitteldeutschland, die das Berliner Kammergericht gegen politische Gegner der Nazis führte. Wegen Hochverrat wurde Bläß zu einer Strafe von 2 bis 2,5 Jahren verurteilt.
Nach Kriegsende vereinbarte Bläß, als Repräsentant der KPD, mit Willy Wegener, als Repräsentant der SPD, im April 1946 mit einem symbolischen Händedruck den Zusammenschluss beider Parteien zur SED.Das Vermächtnis des alten Zerbster Stadtbildes: Eine Stadtbild-Chronik, S. 41
Ehrungen Die heutige Sekundarschule Ciervisti in Zerbst trug ab dem 1. Mai 1979 bis zur friedlichen Revolution in der DDR den Namen Richard-Bläß-Oberschule.
Literatur
Einzelnachweise
Kategorie:KPD-Mitglied Kategorie:Verurteilte Person (NS-Opfer) Kategorie:DDR-Bürger Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1888 Kategorie:Gestorben 1969 Kategorie:Mann