mini|hochkant=.7|Durchmarsch der Haubitzen-Batterie durch Ponte Capriasca zwischen 1914 und 1918 mini|hochkant=.7|Ponte Capriasca, Glockenturm. Historisches Bild von Leo Wehrli (1942) mini|hochkant=.7|Pfarrkirche Sant’Ambrogio, Abendmahl Jesu von Giampietrino um 1540
Ponte Capriasca ist eine politische Gemeinde im Schweizer Kanton Tessin. Sie gehört zum Kreis Capriasca und zum Bezirk Lugano.
Geographie Ponte Capriasca liegt auf 447 m ü. M. einige Kilometer nördlich von Lugano. Die Nachbargemeinden sind im Norden Bellinzona (Exklave im Val di Serdena) und Monteceneri, im Osten Capriasca, im Süden Origlio und im Westen Torricella-Taverne.
Geschichte Eine erste Erwähnung findet das Dorf im Jahre 1335 unter dem damaligen Namen Ponte, dann Ponte de Creviasca 1484. Das Dorf stellte in der ersten Hälfte des 15. Jahrhunderts dem Herzog von Mailand 37 Soldaten und Kriegsmaterial. Schon unter den Herzogen und während der Schweizerischen Herrschaft bildete es eine selbständige Gemeinde mit eigenen Satzungen und Privilegien, die schon 1443 erwähnt sind und von den souveränen Kantonen noch 1648 bestätigt wurden, mit völlig unabhängiger Verwaltung und mit ziviler Gerichtsbarkeit bis zum Streitwerte von 10 Dukaten. Ebenso war Ponte nur den souveränen Kantonen steuerpflichtig (392 Lire im Jahr).
1478 hatte die Gemeinde unter dem Einmarsch der Schweizer zu leiden und wurde 1500 von den Ghibellinen von Lugano verwüstet; am 14. April des gleichen Jahres besetzten und zerstörten die Guelfen von Ponte und Sonvico die ghibellinischen Häuser von Lugano.Celestino Trezzini: Ponte Capriasca. In: Historisch-Biographisches Lexikon der Schweiz, Band 5, S. 464, 465 (PDF Digitalisat), abgerufen am 20. März 2021.
Mit der Gemeinde Origlio waren Fusionsbestrebungen am Laufen, als neuer Gemeindename wurde Ponte Origlio beantragt. Das Projekt wurde im Dezember 2013 nach ablehnenden Abstimmungen in den Gemeinden fallengelassen. Ponte Capriasca bildet aber nach wie vor eine eigenständige Bürgergemeinde.
Bevölkerung Einwohnerzahlen: Volkszählungsdaten
Sehenswürdigkeiten
Pfarrkirche Sant’Ambrogio mit Abendmahl des Malers Giovanni Pietro Rizzoli (zugeschrieben); es ist eine vorzügliche Kopie des berühmten gleichnamigen Gemäldes des Leonardo da Vinci, dessen Original sich im Refektorium der Kirche Santa Maria delle Grazie in Mailand befindet, restauriert 1951 und 1989/1992Pfarrkirche Sant’Ambrogio auf api3.geo.admin.ch/restSimona Martinoli u. a.: Guida d’arte della Svizzera italiana. Hrsg. von der Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte. Edizioni Casagrande, Bellinzona 2007, ISBN 978-88-7713-482-0, S. 372–373.Pfarrkirche Sant’Ambrogio auf portal.dnb.de (abgerufen am: 22. Juni 2016.)Pfarrkirche Sant’Ambrogio (mit Fotos) auf ti.ch/dt/dstm/sst/ubc und Kirchhof Pfarrhaus mit Fresko Sacra Famiglia Oratorium San Rocco Altes Gemeindehaus Wohnhaus mit Wandbild Madonna mit Heiligen Rocco und Sebastiano Wohnhaus mit Fresko Madonna mit Kind Wohnhaus mit Portal Wohnhaus mit Barock-Balkon Schalenstein
Sport Football Club Origlio-Ponte CapriascaFootball Club Origlio-Ponte Capriasca
Persönlichkeiten
Literatur
Virgilio Gilardoni: Ponte Capriasca. In: Il Romanico. Catalogo dei monumenti nella Repubblica e Cantone del Ticino. La Vesconta, Casagrande S.A., Bellinzona 1967, S. 478–479. Simona Martinoli u. a.: Ponte Capriasca. In: Guida d’arte della Svizzera italiana. Hrsg. von der Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte. Edizioni Casagrande, Bellinzona 2007, S. 372–373. Johann Rudolf Rahn: Ponte Capriasca. In: I monumenti artistici del medio evo nel Cantone Ticino. Tipo-Litografia di Carlo Salvioni, Bellinzona 1894, S. 250–252. Celestino Trezzini: Ponte Capriasca. In: Historisch-Biographisches Lexikon der Schweiz. Band 5: Maillard – Saint Didier. Attinger, Neuenburg 1929, S. 464, 465 (Digitalisat). Luigi G. Xerri: Sant’Ambrogio. La chiesa del cenacolo. Fontana Print S. A., Pregassona 1988.
Weblinks
Offizielle Website der Gemeinde Ponte Capriasca
Amt für Statistik des Kantons Tessin: Ponte Capriasca (italienisch) Ponte Capriasca: Kulturgüterinventar des Kantons Tessin Luigi G. Xerri: Sant’Ambrogio. La chiesa del cenacolo.
Einzelnachweise
Kategorie:Ort im Kanton Tessin Kategorie:Schweizer Gemeinde Kategorie:Ersterwähnung 1335