Die DDR-Juniorenoberliga 1987/88 war die fünfte Spielzeit der 1983 wieder eingeführten Juniorenoberliga, der vom DFV durchgeführten höchsten Spielklasse der Altersklasse (AK) 17/18 auf dem Gebiet der DDR. Den 40. Juniorenmeistertitel in der Geschichte der DDR sicherte sich die SG Dynamo Dresden, die zum sechsten Mal zu Meisterehren kam.
Absteiger aus der Juniorenoberliga in die Juniorenliga waren analog zur DDR-Oberliga – ungeachtet des sportlich erreichten Ergebnisses – der FC Vorwärts Frankfurt/O. und die BSG Stahl Riesa.
Teilnehmer und Modus An der Juniorenoberliga für die Altersklasse (AK) 17/18 nahmen die 14 Mannschaften teil, deren erste Männermannschaft in der betreffenden Saison in der DDR-Oberliga, der höchsten Spielklasse der DDR, vertreten waren. Spielberechtigt waren Spieler bis zum 18. Lebensjahr (Stichtag: 1. Juni 1969).In: Die neue Fußballwoche (Fuwo). Nr. 11, 17. März 1987, S. 14 An 26 Spieltagen ermittelten die Mannschaften den DDR-Juniorenmeister. Jede Mannschaft hatte in der Saison 13 Heim- und 13 Auswärtsspiele, jeweils einmal zu Hause und auswärts gegen jeden Gegner. Der Abstieg aus der Juniorenoberliga wurde analog zur DDR-Oberliga 1987/88 – ungeachtet des sportlich erreichten Ergebnisses – geregelt.
Abschlusstabelle
(M) Meister der Vorsaison 1986/87 (N) Aufsteiger in der Juniorenoberliga
Kreuztabelle Die Kreuztabelle stellt die Ergebnisse aller Spiele dieser Saison dar. Die Heimmannschaft ist in der linken Spalte aufgelistet und die Gastmannschaft in der obersten Reihe. DDR-Juniorenoberliga 22. August 1987 – 28. Mai 1988In: Die neue Fußballwoche (Fuwo). Nr. 34, 25. August 1987, S. 12 – Nr. 22, 31. Mai 1988, S. 13 25px|SG Dynamo Dresden 25px|Berliner FC Dynamo 25px|FC Vorwärts Frankfurt/O. 25px|FC Karl-Marx-Stadt 25px|1. FC Lokomotive Leipzig 25px|F.C. Hansa Rostock 25px|1. FC Magdeburg 25px|Hallescher FC Chemie 25px|FC Carl Zeiss Jena 25px|FC Rot-Weiß Erfurt 25px|BSG Stahl Brandenburg 25px|BSG Stahl Riesa 25px|BSG Wismut Aue 1. SG Dynamo Dresden 2:01:12:02:03:12:24:21:02:02:02:01:06:1 2. Berliner FC Dynamo 3:1 0:02:03:12:12:10:01:11:33:03:06:02:0 3. FC Vorwärts Frankfurt/O. 1:32:1 1:41:31:28:25:11:02:14:13:02:13:0 4. FC Karl-Marx-Stadt 2:40:22:3 2:02:21:13:31:00:03:01:26:011:1 5. 1. FC Lokomotive Leipzig 1:30:02:22:2 0:00:03:01:14:22:14:02:04:0 6. F.C. Hansa Rostock 1:32:13:20:00:1 1:01:32:12:11:04:11:23:0 7. 1. FC Magdeburg 2:03:50:00:31. FC Magdeburg – 1. FC Lokomotive Leipzig 0:0 (Nachholspiel des 2. Spieltags); Wertung: 2:0 Punkte 3:0 Tore für Magdeburg, da Leipzig einen nicht spielberechtigten Spieler einsetzte.1:1 3:22:15:22:13:03:01:0 8. Hallescher FC Chemie 0:21:31:21:2Hallescher FC Chemie – 1. FC Lokomotive Leipzig 2:2 (19. Spieltag); Wertung: 2:0 Punkte 3:0 Tore für Halle, da Leipzig einen nicht spielberechtigten Spieler einsetzte.2:23:0 1:23:12:25:20:03:1 9. FC Carl Zeiss Jena 4:40:00:20:21:25:02:11:3 0:41:02:15:12:2 10. FC Rot-Weiß Erfurt 1:10:10:12:11:12:12:23:32:4 2:10:21:35:0 11. BSG Stahl Brandenburg 1:21:21:11:11:10:00:11:12:01:1 0:01:01:0 12. 1. FC Union Berlin 0:20:20:20:13:31:52:41:11. FC Union Berlin – FC Carl Zeiss Jena 3:4 (17. Spieltag); Wertung: 2:0 Punkte 3:0 Tore für Union, da Jena einen nicht spielberechtigten Spieler einsetzte.1:30:1 3:12:2 13. BSG Stahl Riesa 1:41:50:40:20:40:20:10:30:12:10:01:0 1:1 14. BSG Wismut Aue 1:40:12:53:70:31:53:30:41:30:32:23:21:1
Torschützenliste Spieler Mannschaft ToreIn: Die neue Fußballwoche (Fuwo). Nr. 29, 19. Juli 1988, S. 13 von Manfred Binkowski und Staffelleiter Jochen Meckeler: Gäste gewannen jedes dritte Spiel 1. Carsten Wittiber SG Dynamo Dresden 18 2. Thomas Rath FC Vorwärts Frankfurt/O. 16 3. Olaf Renn FC Karl-Marx-Stadt 15 4. Jürgen Rische 1. FC Lokomotive Leipzig 14 5. Mario Kern SG Dynamo Dresden 13 6. Sixten Veit FC Karl-Marx-Stadt 12 7. Jan Schmidt BSG Wismut Aue 11 Steffen Broisch FC Rot-Weiß Erfurt 11 Jens Möckel FC Karl-Marx-Stadt 11
Statistisches 325 Spieler kamen zum Einsatz, davon waren 13 in allen Punktspielen dabei. 576 Tore ( 3,2 pro Spiel) wurden erzielt, wobei sich 156 Spieler als Torschützen auszeichnen konnten. 24 Strafstöße wurden verwandelt. Karsten Merkel vom Berliner FC Dynamo traf viermal ins Schwarze. Zweimal trafen die Spieler ins eigene Netz. Drei Tore (kein Hattrick) pro Spiel: Rocco Milde (SG Dynamo Dresden) gegen Aue (3. Spieltag), Olaf Renn (FC Karl-Marx-Stadt) jeweils gegen Aue (5. Spieltag und 18. Spieltag), Jens Möckel (FC Karl-Marx-Stadt) gegen Aue (5. Spieltag), Stephan Prause (FC Vorwärts Frankfurt/O.) gegen Magdeburg (7. Spieltag), René Uhlemann (SG Dynamo Dresden) gegen Karl-Marx-Stadt (9. Spieltag), Thomas Rath (FC Vorwärts Frankfurt/O.) gegen Halle (11. Spieltag) und Maik Ziegelsdorf (1. FC Magdeburg) gegen Union (21. Spieltag) Es gab 77 Heimsiege, 43 Unentschieden und 62 Auswärtssiege. Höchster Sieg: FC Karl-Marx-Stadt – BSG Wismut Aue 11:1 (5. Spieltag)Torreichstes Spiel: FC Karl-Marx-Stadt – BSG Wismut Aue 11:1 (5. Spieltag) Drei Feldverweise und 351 Verwarnungen verhängten die Unparteiischen, wobei 51 Spieler nach der dritten bzw. sechsten gelben Karte pausieren mussten.
DDR-Juniorenmeister 1. SG Dynamo Dresden 60px|alt=|Logo der SG Dynamo Dresden Frank SchulzeMario Kern (13) Michael Buchheim, André Kulke (2), Thomas Benedix (2)Sven Kmetsch (2), Frank Zücker (4), Thomas Rettig (1)Uwe Kühnel (7), Carsten Wittiber (18), Uwe Stolze (3)Trainer: Hans-Jürgen Dörner / Hartmut Schade außerdem: Thomas Weidner (Tor); Nico Däbritz, Sven Herrmann, René Groth, Matthias Maucksch; Sven Ratke, Matthias Opitz, Jens Müller (1); René Uhlemann (3), Rocco Milde (6), Ronald Gohlke (1) – (Tore in der Juniorenoberliga)
Literatur
Einzelnachweise
#1987 Kategorie:Fußballsaison 1987/88