Boborás ist eine spanische Gemeinde (Concello) mit Einwohnern (Stand: ) in der Provinz Ourense der Autonomen Gemeinschaft Galicien.

Geografie Boborás liegt am nordwestlichen Rand der Provinz Ourense ca. 25 Kilometer nordwestlich der Provinzhauptstadt Ourense.

Umgeben wird Boborás von den fünf Nachbargemeinden:

Boborás ist Teil eines Gebiets, das durch sehr unregelmäßiges Gelände gekennzeichnet ist, obwohl es keine nennenswerten Erhebungen gibt. Die höheren Gipfel sind in Richtung Nordwesten entlang der Bergkette Altos de Grandueira mit Höhen über zu finden.

Innerhalb der Gemeinde werden zwei Zonen unterschieden, im Süden, wo sich die Weinberge mit den Wäldern vermischen und der zentrale und nördliche Bereich, in dem Wiesen vorherrschen.

Die wichtigsten Flüsse sind: der Río Aria, der an der Grenze zur Nachbargemeinde Leiro von in Östlicher Richtung entlang fließt und im äußersten Südwesten zum Encoro de Albarellos aufgestaut wird, der Río Viñao, der das Gemeindegebiet von Nord nach Süd durchquert, ebenfalls einen verhältnismäßig kleinen Stausee bildet und als linker Nebenfluss in den Stausee mündet, der Río Doade ou Cardelle, der abschnittsweise an der Grenze zur Nachbargemeinde Avión entlang fließt und in den Encoro de Albarellos mündet und der Río Aranteiro, der abschnittsweise an der Grenze zur Nachbargemeinde O Carballiño entlang fließt und als linker Nebenfluss in den Río Aria mündet.

Klima

Das Klima zeichnet sich durch mäßig warme Sommer und milde Winter aus. Knapp die Hälfte der Jahresniederschläge fällt in den vier Monaten Oktober bis Januar. Oktober und November sind hierbei die feuchtesten Monate des Jahres und sind jeweils mehr als viermal so niederschlagsreich wie der Juli, der trockenste Monat des Jahres. Luftfeuchtigkeit und Niederschlagsmengen nehmen generell in den Sommermonaten Juni bis September ab. Das Klima ist als Mittelmeerklima (Csb-Klima) nach Köppen und Geiger klassifiziert.

Bevölkerungsentwicklung der Gemeinde Quelle: – grafische Aufarbeitung für Wikipedia Nach einem Anwachsen der Gemeindegröße auf knapp 7500 Einwohner zu Beginn des 20. Jahrhunderts sank die Zahl der Bevölkerung in der Folgezeit bis unter 2500. Ein besonders markanter Rückgang ist zwischen 1960 und 1970 zu verzeichnen, als die Gemeinde in dieser Dekade allein mehr als ein Drittel ihrer Bevölkerung verlor.

Am 1. Januar 2021 waren ca. 45 % der Bevölkerung (rund 50 % der Männer und rund 42 % der Frauen) im erwerbsfähigen Alter (20–64), während dieser Wert für ganz Spanien ca. 61 % betrug.

Eine erhebliche Überalterung der Bevölkerung der Gemeinde zeigt folgende Tabelle, bei der das Verhältnis von Gruppen von älteren Personen mit Gruppen von Personen der jüngeren Generation verglichen wird: AlterAnzahlPersonenAlterAnzahlPersonenProvinzGalicienSpanien 60–64 100 20–24 27 515879 55–59 100 15–19 28 495771 50–54 100 10–14 46 505668

Gemeindegliederung Die Gemeinde Boborás ist in 14 Parroquias gegliedert:

Der Sitz der Gemeinde befindet sich in Boborás in der Parroquia Xuvencos.

Geschichte Die Geschichte der Gemeinde beginnt im Mittelalter bemerkenswert zu sein, da in dieser Zeit auch verschiedene religiöse und militärische Orden in der Gegend gegründet wurden, wie die Chorherren vom Heiligen Grab, der Templerorden oder der Malteserorden. Alle diese Orden haben ihre Spuren in den vielen zivilen und religiösen Gebäuden der Gegend hinterlassen, die großes historisches und künstlerisches Interesse wecken.

Sehenswürdigkeiten Name Beschreibung BildKirche San Miguel de AlbarellosDie von gewisser Schlankheit geprägte Kirche besitzt ein einzelnes Kirchenschiff. Der Altarraum ist höher gebaut als das restliche Langhaus. Der Glockenturm ist im barocken Stil von hoher Qualität in seiner Verzierung. Er besitzt zwei Ebenen. Die unterste besitzt einen viereckigen Querschnitt und eine Steinbalustrade während der oberste ebenfalls mit einer Balustrade einen polygonalen Querschnitt mit abgerundeten Ecken hat. An der Spitze des Turms erhebt sich eine Kuppel.mini|hochkant|zentriert|HauptfassadeKirche San Xulián de AsturesesSie zeigt einen romanischen Übergangsstil mit dem Einfluss der Gotik in den umgebenden Bögen. Die Kirche besitzt einen rechteckigen Grundriss mit einem Schiff und halbkreisförmiger Apsis. An der Fassade befindet sich ein Eingangsportal mit drei Archivolten, die auf Säulen mit Kapitellen Pflanzenmotiven und gegenüberliegenden Tauben ruhen. Der Eingang ist zwischen zwei Stützpfeilern eingerahmt, die oben durch ein Gesims verbunden sind, das von fünf Kragsteinen getragen wird. Die Apsis besitzt eine große Fülle von Verzierungen, sowohl in den drei Fenstern als auch in den Kragsteinen mit Formen von Monstern und Tieren mit Büchern und Musikinstrumenten. Die Kirche wurde am 29. März 1946 per Dekret zum Denkmal erklärt.mini|links|150px|HauptfassadeWeitere Bildermini|150px|Altarraummini|links|150px|Eingangsportalmini|150px|ApsisKirche San Fiz de BruésSie ist mit Granitmauerwerk errichtet. Die Kirche besitzt ein einzelnes Kirchenschiff mit einem höher gebauten Altarraum. Die Hauptfassade ist im Barockstil gehalten, mit Stäben und klassizistischen Ornamenten an Türen und Fenstern, die in einem nüchterneren Glockenturm enden. An den oberen Ecken der Fassade pyramidenförmige Fialen mit Kugelspitzen.mini|zentriert|hochkant|HauptfassadePonte Vella de BruésSie überbrückt Fluss Viñao, der durch die Parroquia Brués südöstlich der Ortschaft A Ponte führt, an einer alten Königsstraße, die von Ourense nach Pontevedra führte. Es handelt sich um eine mittelalterliche Quaderbrücke mit Spitzbögen, Geländer und zwei Jochen. Auf Quadern sind Steinmetzzeichen zu erkennen. Die Brücke ist mit Schiefer und Flusssteinen gepflastert. An der östlichen Seite befindet sich ein kleiner Stein mit dem Wappen der Familie Ulloa und den Buchstaben „MT“, die auf den Reisenden hinweisen, dass er die Ländereien des Grafen von Monterrei betritt.mini|hochkant|zentriertKirche San Martiño de CameixaDie Kirche San Martiño de Cameixa gehört zum romanischen Stil und stammt aus dem 12. Jahrhundert. Sie besteht aus einem einzelnen Schiff und einer Apsis sowie einer Seitenkapelle, die als Sakristei dient. Die Dekoration konzentriert sich hauptsächlich auf das Haupt- und auf das Seitenportal und reduziert sich in der Apsis auf eine Reihe von Blendbögen oberhalb von Kragsteinen. Das Hauptportal wird von zwei Stützpfeilern und zwei Säulenpaaren flankiert, die sich an Kapitelle lehnen, die mit Pflanzenmotiven verziert sind.

Das Herausragendste im Inneren ist der Triumphbogen, der in die Apsis übergeht. Er ruht auf Kapitellen, die mit geometrischen und pflanzlichen Motiven verziert sind, während die Apsis im Hintergrund den prächtigen Altaraufsatz aus Holz von Mestre Sueiro beherbergt. Zentral ist eine Darstellung des heiligen Martin als Bischof zu sehen. Zu seiner Linken die Figur des Heiligsten Herzens Jesu und auf der anderen Seite eine Skulptur der Unbefleckten.

Die Kirche ist seit 1982 als Bien de Interés Cultural eingetragen.mini|links|150px|HauptfassadeWeitere Bildermini|150px|Apsismini|links|150px|Westliches Eingangsportalmini|150px|Kragstein und Kapitelle am EingangsportalKirche San Silvestre de CardelleEs ist eine einschiffige Kirche mit einem erhöhten Altarraum. Der Glockenturm ist in volkstümlicher barocker Art gehalten mit einem dreieckigen Giebel und einem einfachen Kreuz abgeschlossen.mini|zentriert|HauptfassadeKirche San Xoán de LaxasDas Gebäude ist romanischen Ursprungs mit späteren Umbauten in einem Mauerwerk aus Werksteinen. Es besteht aus einem einschiffigen Langhaus mit erhöhten Altarraum und Seitenkapellen. Oberhalb der Eingangstür befindet sich eine Fensterrose. Die Front endet in einem doppelbogigen Glockenturm und pyramidenförmigen Fialen mit Kugelspitze an den Ecken. Die Kragsteine an einer der Seiten des Hauptschiffs und die äußeren Stützpfeiler stammen aus dem Mittelalter. Zwölf Kreuze an seinen Außenwänden sind als Kreuzweg markiert.mini|zentriert|hochkant|HauptfassadeKirche San Mamede de MoldesDie romanische Kirche erhebt sich auf einem alten Castro. Sie ist im romanischen Stil und stammt aus dem späten 12. und frühen 13. Jahrhundert. Sie besteht aus einem langgestreckten, rechteckigen Schiff, das mit einem Tonnengewölbe bedeckt ist. Die Verzierung konzentriert sich auf die Hauptfassade und auf die Traufen des Kirchenschiffs und der Apsis. In der Hauptfassade befindet sich eine verzierte Tür, die ins Innere der Kirche führt, die aus zwei Archivolten mit Bögen besteht, die von einer Kammer mit zwei Reihen Blättern gekrönt werden. An der Südwand der Kirche ist eine Kapelle angebaut, deren äußere Struktur auf einen späteren Bau hindeutet, wie im Inneren zu sehen ist. Darin ruhen die Überreste des galicischen Schriftstellers und Denkers Antón Losada Diéguez aus Moldes.