mini|Synagoge Schivelbein, Beginn 20. Jahrhundert Die Synagoge in Świdwin (), einer Kreisstadt in der polnischen Woiwodschaft Westpommern, wurde 1880 anstelle einer 1821 errichteten Holzsynagoge gebaut. In der Reichspogromnacht vom 9. auf den 10. November 1938 brannten Nationalsozialisten die Synagoge nieder und sprengten sie anschließend. Der letzte Rabbiner der Synagoge war Karl Richter (1910–2005), der im April 1939 in die USA auswanderte.Steinheim-Institut: Biographisches Portal der Rabbiner In den Städten und Gemeinden Pommerns begann am 12. Februar 1940 die „Zwangsverschickung“ der Juden aus Deutschland. Fast 1.200 jüdische Bewohner aus Stettin und anderen Orten des Regierungsbezirks wurden verhaftet und nach Lublin und in weitere Orte deportiert. Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs befand sich an Stelle der Synagoge in Świdwin einige Jahre ein Kindergarten.

Siehe auch Jüdischer Friedhof (Świdwin) Liste von Synagogen in Polen

Literatur Klaus-Dieter Alicke: Lexikon der jüdischen Gemeinden im deutschen Sprachraum. Band 3: Ochtrup – Zwittau. Gütersloher Verlagshaus, Gütersloh 2008, ISBN 978-3-579-08079-6. (Online-Version).

Weblinks

Synagoge in Świdwin bei Virtuelles Schtetl

Einzelnachweise

Swidwin Swidwin Swidwin Swidwin Kategorie:Abgegangenes Bauwerk in Polen Kategorie:Erbaut in den 1880er Jahren Kategorie:Zerstört in den 1930er Jahren Kategorie:In der Reichspogromnacht 1938 zerstörte Synagoge Kategorie:Świdwin