Catharina Juliana „Julie“ Eckerman, Schreibung oft Ekerman, verheiratete Björckegren (* 1765; † 18. Oktober 1800 in Linköping), war eine schwedische Kurtisane und Spionin. In der Gustavianischen Zeit war sie durch ihr langjähriges Zusammenleben mit Carl Sparre bekannt.Die Darstellung folgt, soweit nicht explizit anders referenziert, der angegebenen Literatur.

Leben Julie Eckerman war die Tochter von Bengt Edvard Eckerman, einem Rittmeister der königlichen Skånska Husaren, und der Dichterin und Verlegerin Catharina Ahlgren. Der Vater war der Cousin von Carl Fredrik Ekerman, Sprecher der Bürger im Schwedischen Parlament, und die Mutter war zeitweise Kammerfrau von Königin Luise Ulrike von Preußen. Julies ältere Schwester war Charlotta Eckerman. Die Ehe war der Überlieferung zufolge von wirtschaftlichen Schwierigkeiten geprägt, und ein weiteres Kind, ein Sohn wurde von Bengt Edvard Eckerman nicht als der seine anerkannt. Die Ehe endete 1770 mit einer Scheidung. Danach kam sie und ihre Schwester in die Obhut des Vaters. Sie verstanden sich nicht mit ihrer Stiefmutter und scheinen schon früh von zu Hause weggezogen und auf sich allein gestelt gewesen zu sein. Trotzdem soll sie eine gewisse Ausbildung erhalten haben, unter anderem durch das Erlernen der französischen Sprache.

Eckerman wird nachgesagt, dass sie „sowohl klug als auch belesen“ war und sich schon früh prostituierte. Zu ihren Verbindungen gehört der russische Gesandtschaftssekretär Müller, den sie als Spion gegen Andrei Kirillowitsch Rasumowski, den russischen Botschafter in Schweden, eingesetzt haben soll. Julie Eckermans berühmteste Verbindung war die zu Baron Carl Sparre, den Gouverneur (Överståthållaren) der Stockholms län. Die Beziehung begann in ihrer Jugend, kurz nachdem Sparre 1780 Witwer geworden war und sie sich einen Namen gemacht hatte. Ab 1785 lebte sie offen mit ihm zusammen, offiziell mit dem Titel eines Dienstmädchens. Sie wurde Sparres „Lieblingssultana“ genannt. Sie selbst nannte Sparre ihren Vater.

Die Beziehung wurde politisch zur Kritik an Sparre genutzt. Ein bissiges Porträt von Sparre wurde in dem verleumderischen Buch Confucii Chinenskia Riks Historia och Kejsar Yao-Fohi („Übersetzungen aus der konfuzianischen Geschichte Chinas und des Kaisers Yao-Fohi“) über die Polizei der Stockholms län gezeichnet. Es handelt unter anderem von Kaiser Yao-Fohi (König Gustav III.), seinem Handlanger im Finanzwesen Wz-ka (Finanzminister Johan Liljencrantz), Be-hu-az als Wächter des Königreichs (Elis Schröderheim) und Tima-o (Johan Christopher Toll) als Wächter der Verteidigung. Der Mandarin A-re-pa (Sparre) fungiert als oberster Polizist und wird wie folgt dargestellt:

Dies war natürlich eine Verleumdung, aber der zeitgenössische Klatsch über Sparre und Julie Eckerman im Text, war weit verbreitet. 1789 endete die Beziehung, als Sparre plante, wieder zu heiraten, und Eckerman wurde von Sparre mit Nils Björckegren verheiratet. Björckegren wurde als jung und schön beschrieben und wurde nach der Heirat von Sparre zum Bürgermeister in Linköping ernannt. Die Ehe war jedoch unglücklich und das Paar ließ sich nach dem Tod von Sparre scheiden, wobei der Ehemann die formale Schuld übernahm.

Vornehmlich aus der Zeit zwischen 1789 und Sparres Tod 1791 sind im Schwedischen Reichsarchiv über 50 Briefe von Eckerman an Sparre erhalten, in denen sie ihr neues Leben als Bürgermeistergattin beschreibt,

Eckerman starb im Alter von 35 Jahren.

Literatur

Einzelnachweise

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