Georg Edmund von der Becke-Klüchtzner, geborener von der Becke (* 5. Oktober 1832 in Bärenklause; † 24. November 1912 in Freiburg im Breisgau), war ein deutscher Genealoge und sächsischer Offizier. mini|hochkant|Väterliches Rittergut Bärenklause, Geburtsort, um 1856. Herkunft und Familie mini|hochkant|Vereinigtes Wappen von der Becke-Klüchtzner. Edmund von der Becke stammte aus der ursprünglich westfälischen Kaufmannsfamilie von der Becke, die einen Schwan im Stammwappen führt.Walter von Hueck, Friedrich Wilhelm Euler: GHdA, Adelslexikon, Band I, Band 53 der Gesamtreihe GHdA, C. A. Starke, Limburg an der Lahn 1972, S. 275 f. Er war der Sohn von Ferdinand Alexander von der Becke (1796–1862), Herr auf Bärenclause und Welschufe bei Kreischa,Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der Briefadeligen Häuser 1909. Jg. 3, Justus Perthes, Gotha 1908, S. 29. und dessen Ehefrau Mathilde Maximiliane Luise, geborene von Wolfframsdorff. Sein Vater war ein Neffe des Johann Karl von der Becke, ehemals Kanzler und Landesregierungschef des Herzogtums Sachsen-Gotha-Altenburg.Ernst Heinrich Kneschke: Neues allgemeines Deutsches Adels-Lexicon, Band 1, Friedrich Voigt, Leipzig 1859, S. 257. 1857 heiratete er in Dresden Anna Friederike Karoline von Klüchtzner (1839–1911), mit der er fünf Söhne hatte: Hans Eugen Alexander (* 5. September 1858) Alfons (* 5. Januar 1860; † 19. Januar 1921) ⚭ 1886 Klementine von Helbig (* 28. August 1862; † 1. November 1920), ausgewandert nach Argentinien Erich (* 9. Januar 1862; † 25. April 1939), Oberst a. D. ⚭ 1893 Ida Goldschmidt (* 2. März 1869) Otto (* 1. September 1863; † 27. September 1930) ⚭ 1901 Margarete Marbach (* 8. Februar 1876), ausgewandert in die USA Edmund (* 11. September 1865; † 7. März 1888), Chemiker
1862 gab der sächsische König die Genehmigung zur Namens- und Wappenvereinigung von Georg Edmund von der Becke (* 5. Oktober 1832; † 24. November 1912) und Karoline von Klüchtzner (* 14. März 1839; † 29. November 1911).Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der Briefadeligen Häuser 1909. Jg. 3, Justus Perthes, Gotha 1908, S. 29.
Leben Nach seiner militärischen Karriere in der Königlich Sächsischen Armee, die bereits vor 1862 mit dem Rang eines Oberleutnants endete, wirkte Becke-Klüchtzner als Gutsbesitzer in Großdobritz im Amtsbezirk Meißen, wo er auch als Friedensrichter tätig war.Staats-Handbuch für das Königreich Sachsen 1865/66. C. Heinrich, Dresden 1866, S. 387. Seit 1879 lebte Becke-Klüchtzner als Privatier von seinem Vermögen und beschäftigte sich mit genealogischen und heraldischen Studien zum badischen und württembergischen Adel.
Von 1879 bis 1882 lebte er in Stuttgart, wobei seine Frau schon seit 1877 dort registriert war. 1879 publizierte Becke-Klüchtzner in Stuttgart sein Werk Der Adel des Königreichs Württemberg. Neu bearbeitetes Wappenbuch mit genealogischen und historischen Notizen.Der Adel des Königreichs Württemberg. Neu bearbeitetes Wappenbuch mit genealogischen und historischen Notizen, W. Kohlhammer, Stuttgart 1879.
Zwischen 1885Es ist noch ungeklärt, ob er bereits 1883 von Stuttgart hierhergezogen ist oder ob es noch eine Zwischenstation gab. und 1911 ist er im Adressbuch der Stadt Baden-Baden eingetragen. Um 1883 begann er die Arbeit an seinem Hauptwerk, Stamm-Tafeln des Adels des Großherzogtums Baden,Stamm-Tafeln des Adels des Großherzogtums Baden, Baden-Baden 1886, S. 1 ff. das 1886 bis 1888 in 14 Lieferungen und einem Nachtrag publiziert wurde. Im Gegensatz zu dem ab 1898 erschienen Oberbadischen Geschlechterbuch von Julius Kindler von Knobloch beschränkte sich Becke-Klüchtzner auf die noch existierenden Geschlechter, wobei das Werk von Kindler mit dem Buchstaben R endet.
Bereits 1885 publizierte er ein Inventar adeliger Grabstätten in Baden-Baden in der Zeitschrift des heraldischen Vereins Herold.Grabstätten adeliger Personen auf den Gottesäckern zu Baden-Baden und Lichtenthal bei Baden-Baden. in: Ad. M. Hildebrandt: Vierteljahrsschrift für Heraldik, Sphragistik und Genealogie, XIII. Jahrgang, Hrsg. Herold (Verein), Berlin 1885, S. 105–123.
Nach dem Tod seiner Frau 1911 zog Becke-Klüchtzner in den Raum Freiburg, wo er bereits 1912 starb.Siehe Literatur: Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der Briefadeligen Häuser 1915. Jahrgang 9, Justus Perthes, Gotha 1914, S. 49. Das Ehepaar von der Becke-Klüchtzner hatte fünf Söhne, die beiden ältesten und der jüngste Sohn lebten Anfang des 20. Jahrhunderts in Übersee.
Werke Der Adel des Königreichs Württemberg. Neu bearbeitetes Wappenbuch mit genealogischen und historischen Notizen, W. Kohlhammer, Stuttgart 1879. Digitalisat Grabstätten adeliger Personen auf den Gottesäckern zu Baden-Baden und Lichtenthal bei Baden-Baden. In: Ad. M. Hildebrandt: Vierteljahrsschrift für Heraldik, Sphragistik und Genealogie. Jg. 13, Hrsg. Herold (Verein), Carl Heymanns Verlag, Berlin 1885, S. 105–123. Digitalisat Stamm-Tafeln des Adels des Großherzogtums Baden, A. v. Hagen (Weber & Kölblin), Baden-Baden 1886. Digitalisat
Literatur Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der Briefadeligen Häuser. 1915. Jg. 9, Justus Perthes, Gotha 1914, S. 49., zuvor: GGT/B 1909. Gotha 1908, S. 29. Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der Adeligen Häuser. Zugleich Adelsmatrikel der DAG, Teil B (Briefadel). 1941. Justus Perthes, Gotha 1940, S. 21. Hans Friedrich von Ehrenkrook, Friedrich Wilhelm Euler, Jürgen von Flotow: Genealogisches Handbuch der Adeligen Häuser. B (Briefadel). 1958. Band III, Band 17 der Gesamtreihe GHdA, Hrsg. Deutsches Adelsarchiv, C. A. Starke, Glücksburg/Ostsee 1958, , S. 6–9. (Mit Porträts der Nachfahren).
Weblinks Reinhard von Goetze-Berlin (Hrsg.): Eintrag auf Eine grosse Familie.de
Einzelnachweise
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