Anatoli Michailowitsch Granik (; * 10. März 1918 in Balta, Russisches Kaiserreich; † 17. April 1989 in Leningrad) war ein sowjetischer Filmregisseur.
Laufbahn Granik besuchte von 1936 bis 1939 das Moskauer Maschinenbauinstitut. Danach wechselte er zum Staatlichen All-Unions-Institut für Kinematographie und studierte dort bis 1943 unter Grigori Kosinzew. 1940 spielte der spätere Regisseur in der Sojusdetfilmproduktion Случай в вулкане (Slutschai w wulkane) eine Nebenrolle als Reporter. Während des Deutsch-Sowjetischen Krieges gehörte Granik der Opoltschenijeabteilung Moskaus an. 1944 übernahm ihn das Kinostudio von Swerdlowsk als Regieassistent, ein Jahr später wechselte er zu Lenfilm und verblieb dort bis zum Ende seiner Laufbahn.Biografie Graniks auf kino-teatr.ru (russisch), abgerufen am 19. März 2022.
Anfang der 1950er Jahre debütierte Granik mit zwei Dokumentationen und drehte anschließend bis 1983 zehn Spielfilme. Die meisten seiner Werke bedienten die Genres der Komödie und des Kinderfilms, internationale Verbreitung fand insbesondere Die Zwölf Monate (1973). Er trat auch dreimal als Drehbuchautor in Erscheinung, zuletzt mit dem Skript zu Умные вещи (Umnyje weschtschi, 1973),Filmografie Graniks auf kino-teatr.ru (russisch), abgerufen am 19. März 2022. das auf einer Geschichte Samuil Marschaks basiert.Eintrag Graniks auf istoriya-kino.ru (russisch), abgerufen am 19. März 2022. 1978 erhielt Granik für Строгая мужская жизнь (Strogaja muschskaja schisn, 1977) die Dowschenko-Silbermedaille. Mit seinem Abschlusswerk Место действия (Mesto deistwija, 1983) adaptierte er den gleichnamigen Roman von Alexander Prochanow.
Granik starb 71-jährig in Leningrad und wurde auf dem dortigen Friedhof am Krematorium beigesetzt.
Filmografie 1941: Случай в вулкане (Slutschai w wulkane) – als Darsteller 1944: Die Czardasfürstin (Silwa) – als Regieassistent 1950: Советская Татария (Sowetskaja Tatarija) (Dokumentarfilm) 1951: Советская Кабарда (Sowetskaja Kabarda) (Dokumentarfilm) 1953: Алёша Птицын вырабатывает характер (Aljoscha Ptizyn wyrabatywajet charakter) 1956: Viel Lärm um Maxim (Maxim perepeliza) 1959: Die Journalistin (Nasch korrespondent) 1962: Самые первые (Samyje perwyje) 1967: На диком брегe (Na dikom brege) – auch Drehbuch 1968: Источник (Istotschnik) 1973: Die Zwölf Monate (Dwenadzat mesjazew) – auch Drehbuch 1973: Умные вещи (Umnyje weschtschi) (Fernsehzweiteiler) – auch Drehbuch 1977: Строгая мужская жизнь (Strogaja muschskaja schisn) 1983: Место действия (Mesto deistwija) (Fernsehzweiteiler)
Weblinks
Foto des Grabsteins auf nekropol-spb.ru
Einzelnachweise
Kategorie:Filmregisseur Kategorie:Russe Kategorie:Sowjetbürger Kategorie:Geboren 1918 Kategorie:Gestorben 1989 Kategorie:Mann