Georg Wilhelm Hippolyt du Vignau – seit 1860 von Vignau – (* 2. Januar 1843 in MünsterCoburger Zeitung. 1926 = Jg. 65, S. 97; † 21. Januar 1926 in Weimar) war ein Musiker, Theaterintendant des Großherzoglichen Hoftheaters in Weimar, preußischer Major und Kammerherr in Anhalt.
Leben Herkunft und Familie du Vignau war der Sohn des Regierungspräsidenten Justus Wilhelm du Vignau (1793–1866) und dessen Ehefrau Auguste Pappritz (1805–1877). Sein Vater wurde 1860 unter den Namen von Vignau in den Adelsstand erhoben.Leipziger Zeitung. 1861,1/3, S. 467 Er entstammt einer alten Hugenottenfamilie, die 1685 nach Preußen einwanderte. Sein einziger Bruder Viktor Emanuel, starb 1865 als Unterleutnant im 1. Thüringischen Infanterie-Regiment Nr. 31. 1868 heiratete er Susanne Margarete Mandel (1848–?).
Karriere Am 9. Dezember 1865 wurde von Vignau zum Portepee-Fähnrich im Kaiser Franz Garde-Grenadier-Regiment Nr. 2.Preußen: Königlich Preußischer Staats-Anzeiger. 1865, 10 - 12, S. 4210 Im Deutschen Krieg diente von Vignau als Unterleutnant in der 1. Kompanie desselben Regiments. Im April 1867 verlobte er sich mit Margarete Mandel.Berlinische Nachrichten von Staats- und gelehrten Sachen. 1867,3/4, S. 53 Im Deutsch-Französischen Krieg diente er anfangs als Adjutant und OberleutnantMilitär-Wochenblatt. 56. 1871, S. 673 des 1. Bataillons desselben Regiments. Später im Krieg avancierte er es bis zum Regimentsadjutant.Puttkamer, Erich von: Geschichte des Kaiser Franz Garde-Grenadier-Regiments Nr. 2, S. 139 1871 wurde er zum Ritter des Albrechts-Orden ernannt.Sachsen: Staatshandbuch für den Freistaat Sachsen. 1873, S. 142
1876 wohnte er in der Wartenburgstraße 24 in Berlin.Berliner Adreßbuch. 1876 = Jg. 8, S. 134 Am 28. Mai 1878 wurde von Vignau zum Hauptmann und Kompaniechef ernannt.Deutsche Heeres-Zeitung. 3. 1878, S. 257 Bis 1885 wechselte er zum 1. Badischen Leib-Grenadier-Regiment Nr. 109.Allgemeine Zeitung. 1885, 1 - 3, S. 406 Später erreichte er noch den Range eines Majors und wurde vom Dienst verabschiedet.
Seit 1893 war er Kammerherr im Herzogtum Anhalt und Intendant der herzoglichen Hofkapelle und des Hoftheaters in Anhalt. Am 10. Juli 1895 wurde er Theaterintendant in Weimar.Agnes Stavenhagen: Weimarer Primadonna zwischen Johannes Brahms und Richard Strauss, S. 157 1900 wurde er wegen Vorwürfen sexueller Belästigung an einer Schauspielerin angeklagt.Münchner neueste Nachrichten. 1900 = Jg. 53, 4 - 6, S. 1018 Am 25. Juni 1902 wurde ihm das Ritterkreuz I. Klasse des Sachsen-Ernestinischen Hausorden verliehen.Sachsen-Coburg: Regierungs-Blatt für das Herzogtum Coburg. 1902, S. 259
Auszeichnungen IV. Klasse des Roten Adlerorden im Jahre 1885 II. Klasse des Eisernen Kreuzes Erinnerungskreuz für 1866 Goldenes Militär-Verdienst-Kreuz Kriegsdenkmünze für die Feldzüge 1870–71 (Deutsches Reich) Ritter des Albrechts-Orden Ritter des Orden vom Zähringer Löwen III. Klasse des Franz-Joseph-Orden
Einzelnachweise
Kategorie:Major (Preußen) Kategorie:Träger des Eisernen Kreuzes II. Klasse Kategorie:Träger des Roten Adlerordens 4. Klasse Kategorie:Träger des Albrechts-Ordens (Ritter) Kategorie:Träger des Ordens vom Zähringer Löwen (Ritter) Kategorie:Träger des Franz-Joseph-Ordens (Ausprägung unbekannt) Kategorie:Nobilitierter (Preußen) Kategorie:Person im Deutsch-Französischen Krieg Kategorie:Person im Deutschen Krieg Kategorie:Kammerherr (Anhalt) Kategorie:Preuße Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1843 Kategorie:Gestorben 1926 Kategorie:Mann