Dietmar Späth (* 16. Mai 1963 in Fautenbach) ist ein deutscher parteiloser Politiker. Er war von 2022 bis 2025 Oberbürgermeister von Baden-Baden. Zuvor war er von 1993 bis 2022 Bürgermeister von Muggensturm.

Herkunft, Ausbildung und Beruf Späth wuchs in Fautenbach auf. In Sasbach besuchte er die Heimschule Lender. Nach seinem Abitur 1982 absolvierte er zunächst seinen Wehrdienst beim Transportbataillon der Markgraf-Ludwig-Wilhelm-von-Baden-Kaserne in Achern. Danach absolvierte er eine Verwaltungsausbildung bei der Stadt Achern und dem Landratsamt Ortenaukreis. Im Anschluss erwarb er an der Fachhochschule Kehl Verwaltungswissenschaften den Abschluss Diplom-Verwaltungswirt (FH). Seine Studienjahre 1987/88 finanzierte er sich als Croupier in der Spielbank Baden-Baden. Nach seinem Studium wurde er zunächst in den Jahren 1988 bis 1990 persönlicher Referent von Winfried Rosenfelder, dem Oberbürgermeister von Achern.

Politische Tätigkeit Späth wurde im Jahr 1993 als Nachfolger des amtierenden Christoph Müller zum Bürgermeister von Muggensturm gewählt. 2001 wurde er mit über 96 Prozent Zustimmung im Amt bestätigt, 2009 mit 98,5 Prozent. Bei der Bürgermeisterwahl in Muggensturm 2017 wurde er mit 97,19 Prozent der gültigen Stimmen für eine vierte Amtszeit wiedergewählt. Die Wahlbeteiligung lag bei 72,60 Prozent.Baden-Badener OB-Kandidat Dietmar Späth im Porträt In: badisches-tagblatt.de (Baden-Baden), abgerufen am 17. März 2022 Nach seinem Ausscheiden aus dem Bürgermeisteramt 2022 wurde ihm die Ehrenbürgerschaft von Muggensturm verliehen. Zugleich wurde ihm die Ehrenbürgerschaft der italienischen Partnergemeinde von Muggensturm, Gradara, verliehen.

Er kandidierte 2005 erfolglos als Landrat des Landkreises Rastatt, als er Jürgen Bäuerle (CDU) unterlag. 2007 unterlag er bei der Oberbürgermeisterwahl in Achern Klaus Muttach (CDU) mit 18,5 gegen 46,9 Prozent der Stimmen.https://www.bo.de/lokales/achern-oberkirch/ob-wahl-wohl-im-september

Am 13. März 2022 erhielt Späth bei der Baden-Badener OB-Wahl im ersten Wahlgang einen Stimmenanteil von 39,2 Prozent.Überraschung bei OB-Wahl in Baden-Baden: Dietmar Späth liegt vorne In: bnn.de (Rastatt, Gaggenau, Baden-Baden, Murgtal), abgerufen am 17. März 2022 Am 27. März 2022 wurde er im zweiten Wahlgang mit 55,34 Prozent der Stimmen – bei einer Wahlbeteiligung von 37,9 ProzentBaden-Baden hat Dietmar Späth zum neuen OB gewählt, swr.de vom 27. März 2022 – zum Oberbürgermeister von Baden-Baden gewählt.Baden-Baden: Dietmar Späth wird neuer Oberbürgermeister, badisches-tagblatt.de vom 27. März 2022 Er folgte Margret Mergen (CDU) nach und trat sein Amt am 10. Juni 2022 an.

Ab August 2025 war Späth krankgeschrieben und übte sein Amt nicht mehr aus. Die Amtsgeschäfte übernahm der Erste Bürgermeister Alexander Wieland. Am 5. November 2025 verursachte Späth mit seinem Privatauto unter Alkohol- und Medikamenteneinfluss einen Unfall, an dem keine weiteren Verkehrsteilnehmer beteiligt waren. Bereits im Oktober 2025 hatte er einen Antrag auf Dienstunfähigkeit beim Regierungspräsidium Karlsruhe gestellt. Diesem wurde am 3. Dezember desselben Jahres stattgegeben, womit er zum Monatsende in den Ruhestand versetzt wurde. Er amtierte dadurch noch bis zum 31. Dezember 2025 und wurde am 15. Januar 2026 im Alten Ratssaal des Rathauses Baden-Baden offiziell verabschiedet.

Mitgliedschaften Späth war Spieler der deutschen Fußballnationalmannschaft der Bürgermeister und ist Ehrenpräsident des Blasmusikverbandes Mittelbaden.Baden-Badener OB-Kandidat Dietmar Späth im Porträt In: badisches-tagblatt.de (Baden-Baden), abgerufen am 17. März 2022

Privates Späth ist seit 1991 verheiratet und hat zwei Söhne.

Weblinks Offizielle Webpräsenz von Dietmar Späth

Einzelnachweise

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