mini|Skulptur Panta rei, Málaga, Plaza del Siglo Blanca Muñoz Gonzalo (geboren 1963 in Madrid) ist eine spanische Grafikerin und Bildhauerin. Sowohl für kleinere Formate als auch für monumentale Arbeiten verwendet sie häufig Stahl und Lochblech, sowie Stahldraht, den sie in ihre grafischen Arbeiten einflicht und sie dadurch zu Skulpturen macht. Unter anderem wurde sie 1999 mit dem spanischen nationalen Preis für Grafik ausgezeichnet und 2019 in die Real Academia de Bellas Artes de San Fernando aufgenommen.

Leben und Werk

Herkunft und Ausbildung Blanca Muñoz war die sechste von sieben Geschwistern. Ihre Mutter war Künstlerin, ihr Vater Chemiker und Biologe.

Sie absolvierte 1988 ein Studium der Schönen Künste an der Universidad Complutense de Madrid. Mit einem Stipendium des italienischen Staates studierte sie 1989 und 1990 an der Calcografia Nazionale del Istituto Centrale per la Grafica in Rom. Ein weiteres Stipendium der Academia Española de Historia, Arqueología y Bellas Artes ermöglichte ihr, ihre Studien in Italien fortzusetzen. Ein Stipendium der mexikanischen Dirección de Relaciones Exteriores finanzierte ihr 1992 und 1993 einen Aufenthalt in Mexiko. 1994 wurde sie von der Universidad Internacional Menéndez Pelayo in Sevilla gefördert. 1998 und 1999 machte sie sich in London mit digitaler Drucktechnik vertraut.

Grafik Während der 1990er Jahre nahm sie an den maßgeblichen Wettbewerben für Grafik in Spanien teil und erhielt 1999 schließlich den nationalen Preis für Grafik.

Skulptur Bereits in den 1990er Jahren fasste sie Interesse an Räumlichkeit und Skulptur:

Ihre großen Skulpturen aus rostfreiem Stahl und Lochblech lassen das Licht durchscheinen und vermitteln den Eindruck von Leichtigkeit und Beweglichkeit. Sie selbst begründete die Wahl des schwierig zu bearbeitenden Materials so:

Als weitere Materialien verwendet sie Marmor, Keramik und Kunstharz. Die wichtigsten Werke von Blanca Muñoz sind die für den öffentlichen Raumbestimmten Monumentalskulpturen. Ein Höhepunkt dieses Genres ist Géminis von 2009, das neben der Torre Cepsa von Norman Foster in Madrid steht. Weitere solche Monumentalskulpturen von ihr waren oder sind:

Leónidas an der Estación de Príncipe Pío in Madrid, errichtet 2004, inzwischen abgebaut Perseidas II im Parque de la Curva, Bilbao, 2005. Eclíptica am Palacio de Congresos, Badajoz, 2006. Panta rei an der Plaza del Siglo, Málaga, 2008. Talismán bei der Fundación Juan March, Madrid, 2016. Altiva bei der Fundación Masaveu, Madrid, 2019.

2010 schuf sie eine Schmuck-Kollektion für das Uhren- und Schmuck-Handelsunternehmen Grassy.

Auszeichnungen (Auswahl) Banca Muñoz wurde unter anderem ausgezeichnet mit: 1991: Erster Preis der Grafik-Biennale Josep Ribera, Játiva. 1992: Carmen Arozena, Madrid. 1993: Ehrende Erwähnung. Grafikwettbewerb von Burgos. 1994: Grafikpreis Luis Caruncho. Museo de Grabado Contemporáneo, Marbella 1995: Erster Preis für Grafik Máximo Ramos, Ferrol 1997: Premio Adquisición, nationaler Wettbewerb, Alcorcón 1999: Nationaler Preis für Grafik, Madrid 2000: Primer Premio de Escultura Bancaixa, Valencia 2001: Erster Preis der Bienal de Escultura Riofisa, Madrid 2002: Preis für Grafik Lucio Muñoz, Madrid 2021: Aufnahme in die Real Academia de Bellas Artes de San Fernando

Ausstellungen

Temporäre Ausstellungen

Neben zahlreichen Gruppenausstellungen hatte sie eine Vielzahl von Einzelausstellungen:

Museen und Sammlungen Sie ist in zahlreichen Museen und Sammlungen mit Werken vertreten, darunter:

Bibliografie

Einzelnachweise

Kategorie:Grafiker (Spanien) Kategorie:Bildhauer (Spanien) Kategorie:Spanier Kategorie:Geboren 1963 Kategorie:Frau