Treskow ist ein Wohnplatz der Stadt Neuruppin im Landkreis Ostprignitz-Ruppin (Brandenburg) am Ruppiner See. Der Burgwall Treskow, der Neuruppiner Gutspark, das Gutshaus Treskow und die Treskower Dorfkirche liegen im Ort. Der Wohnplatz hatte am 31. Dezember 2025 575 Einwohner.
Der Gutsbezirk Treskow wurde 1928 von der Stadt Neuruppin eingemeindet.
Geographie Treskow liegt rund 3 km südlich der Neuruppiner Altstadt und rund 12 km nördlich von Fehrbellin. Der Ort liegt am Ufer des Ruppiner Sees. Nördlich schließt die Fehrbelliner Straße Treskow an Neuruppin an, während die Nauener Straße den Ort mit der Bundesautobahn 24 verbindet. Mehrere Buslinien verkehren zwischen Treskow und Neuruppin.
Geschichte mini|Gutshaus Treskow mini|Dorfkirche Treskow Die Siedlung wurde 1356 als Kathe de Treskow erstmals urkundlich erwähnt, archäologische Befunde lassen jedoch ein Bestehen seit dem 11. Jahrhundert vermuten.
Im Jahre 1395 wird die wüst gefallene Feldmark des alten Erbzinsdorfes Treskow, auch historisch Treschow genannt, von den Grafen Günther V. und Ulrich IV. der Herrschaft Ruppin an den Magistrat von Neuruppin für vierzig Mark Silber veräußert. Der Magistrat verpachtete das fruchtbare Land an Bauern und Bürger und errichtete eine Schäferei. So entstand Ende des 16. Jahrhunderts ein Vorwerk mit 17 freien Hufen. 35 weitere Hufen verpachtete er an Bürger, die damit die Kämmerei Neuruppin, Hospitäler und die Kirche finanzierten. Einige Wiesen des Gutes gehörten Herrn Jacobs, die am so genannten langenschen Luch am Fehr-Damm lagen.
Das Vorwerk wurde im Jahre 1569 durch einen Brand vollkommen zerstört.
Unter den Einwohnern befanden sich im Jahre 1798 ein Leineweber, Schäfer, Kreisgärtner und ein Ziegelbrenner, dessen Ziegelei am Ufer des Ruppiner Sees lag.
Bis 1849 gehörte Treskow zur Patrimonial-Gemeinde unter Fehrbellin, von 1849 bis 1878 Kreis-Gemeinde Neuruppin und von 1879 bis 1952 zur Amts-Gemeinde Neuruppin.
Am 12. September 1880 begann der Regelverkehr der Paulinenaue-Neuruppiner Eisenbahn auf der Linie Neuruppin-Berlin. Im Jahr 1970 endete der Personenverkehr auf dieser Strecke.
Im Jahre 1925 Gutsbezirk und Gut mit einem Fischerhaus, ein Fährhaus und Mühle.
Einwohnerentwicklung in Treskowe Jahr 1766 1785 1798 1800 1817 1840 1858 1895 1925 Einwohner 66 88 95 82 79 144 171 156 383
Historische Landwirtschaft Aussaat und Tierbestand Gut Treskow im Jahre 1798 Aussaat Roggen Gerste Hafer Erbsen Linsen Wicken Kartoffeln Leinsamen Menge 15 Winspel 4 Scheffel 10 Winspel 16 Scheffel 6 Winspel 10 Scheffel 2 Winspel 12 Scheffel 1 Scheffel 4 Scheffel 3 Winspel 16 Scheffel 13 Scheffel Tierbestand Pferde Rinder Schweine Schafe Stück 16 84 85 678
Sehenswürdigkeiten
Weblinks
Historische Karte Mayers Ortslexikon Treskow erkunden (bereitgestellt auf google (en) auf meyersgaz.org)
Einzelnachweise
Kategorie:Ort im Landkreis Ostprignitz-Ruppin Kategorie:Wüstung im Landkreis Ostprignitz-Ruppin Kategorie:Geographie (Neuruppin) Kategorie:Ersterwähnung 1356