miniatur|hochkant|Michail Wrubel, 1900er Jahre
Michail Alexandrowitsch Wrubel (, wiss. Transliteration ; engl. Transkription: Mikhail Aleksandrovich Vrubel; * in Omsk; † in Sankt Petersburg) war ein russischer Maler, Bildhauer, Keramiker und Bühnenbildner des Symbolismus und des Jugendstils.
Leben
Er studierte zuerst an der Petersburger Universität und danach von 1880 bis 1884 an der Petersburger Kunstakademie. Von 1884 bis 1889 lebte er in Kiew, wo er im Auftrag der lokalen Geistlichkeit mehrere Skizzen für die Fresken in der Wladimirkathedrale erstellte und sich als Maler an der Ergänzung und Restaurierung der Fresken in der Kyrill-Kirche ebenda beteiligte. 1889 zog er nach Moskau, wo er Mitglied des Künstlerkreises um den russischen Mäzen Mamontow wurde und auch in der Künstlerkolonie Abramzewo arbeitete.
Wrubels Stil kennzeichnet die dramatische Intensität von Farbe und „kristalliner“ Klarheit. Seine Werke waren durch subjektiv-mystische Vorstellungen und Allegorien gekennzeichnet. Insbesondere seine Illustrationen zum Gedicht von Michail Lermontow „Der Dämon“ waren von tiefem Pessimismus und spannungsgeladener Dramatik, die seinen Ruhm als einer der führenden Vertreter des Symbolismus begründeten.
Die Motive für seine Werke entsprangen sowohl den traditionellen russischen Märchen und Heldenepen (Bylinen) als auch der westlichen klassischen Literatur. In seinem Schaffen strebte er eine große Monumentalität und starkes psychologisches Wirken auf den Betrachter an. Bis zu seinem Tod blieb Wrubel ein Bezugspunkt für viele Schüler und Nachahmer. Ferner arbeitete Wrubel für das Theater und illustrierte außer Lermontows Gedichte auch Leo Tolstois Roman Anna Karenina.
Weiteres Seit 1940 besteht das Wrubel-Kunstmuseum Omsk.
Eine Großnichte Wrubels war die Menschenrechtlerin Tatjana Sergejewna Chodorowitsch.
Werke (Auswahl)
Ausstellung (Auswahl) 2017: Werke Wrubels, darunter die Kaminverkleidung mit der Darstellung des russischen Volksepos Mikula und Wolga. Moskauer Glanz der Zarenzeit – Keramische Schätze aus dem Museum Kolomenskoje, Hetjens-Museum, DüsseldorfKeramik eines Symbolisten, in Rheinische Post, vom 31. Januar 2017 1997: Michail Wrubel – Der russische Symbolist, Kunsthalle Düsseldorf und Haus der Kunst, München Haus der Kunst, Ausstellung 8. Mai – 20. Juli 1997: Michail Wrubel – Der russische Symbolist
Literatur Bol'saja sovetskaja enziklopedia (Die Große Sowjetische Enzyklopädie), Bd. 9. Moskau, 1951. Michail German: Michail Wrubel, Aurora-Kunstverlag Petersburg/Parkstone Bournemouth, 1996
Weblinks
Michail Alexandrowitsch Wrubel in Google Arts & Culture Informationen zum Künstler und seinen Werken (russisch) Persönlichkeiten der russischen Geschichte Michail Wrubel von Olga Korschilowa, in Radio (sputniknews.com): Stimme aus Russland, vom 1. Dezember 2012
Einzelbelege
Kategorie:Maler (Russisches Kaiserreich) Kategorie:Person (Omsk) Kategorie:Maler des Symbolismus Kategorie:Maler des Jugendstils Kategorie:Russe Kategorie:Geboren 1856 Kategorie:Gestorben 1910 Kategorie:Mann