mini|Wappen der Ritter von Grünstein Johann Heinrich Daniel Freiherr von Ritter zu Grünstein, auch von Ridder zu Groenesteyn (* 30. Januar 1646 in Kiedrich; † 9. März 1710 in WetzlarRitter zu Groenesteyn Digitalisat) war Vizedominus in Erfurt und Mainzischer Hofgerichtsrat.Hans Goldschmit: Zentralbehörden und Beamtentum im Kurfürstentum Mainz vom 16. bis zum 18. Jahrhundert. (Abhandlungen zur mittleren und neueren Geschichte. Heft 7, S. 154)

Leben Herkunft und Familie Daniel von Ritter zu Grünstein entstammte der Ritterfamilie de Ridder van Groenesteyn, die Mitte des 13. Jahrhunderts im Hochstift Utrecht urkundlich erwähnt wird. Sein Vater war Stephan von Ritter zu Groenesteyn (1607–1657, Kapitän der Leibgarde des Mainzer Kurfürsten). Seine Mutter war die Erbtochter Anna Ursula Freiin von Schwalbach (1612–1649), die zahlreiche Besitztümer in Kurmainz in die Ehe brachte und damit zum Reichtum der Gronesteyns beitrug. Sein Bruder Caspar Wilhelm (1643–1729) war Hofgerichtspräsident in Mainz. 1674 heiratete Daniel in Mainz Maria Wilhelmine Elisabeth Freiin von Warsberg († 1711, Tochter des Geheimrats und Oberamtmanns Johann Philipp Freiherr von Warsberg und der Maria Margaretha von Metternich). Die Ehe brachte die Kinder Maria Ursula Franziska Juliana (1676–1737, Stiftsdame in Bedburg und Schwarzrheindorf), Damian (1667–1742, Hofgerichtspräsident), Anna Katharina Margaretha Franziska (* 1679, Stiftsdame in Vilich), Maria Anna Elisabeth (* 1682; † 1706), Anna Ernestine Elisabeth (* 1683, ⚭ 1729 Franz Christoph Anton Freiherr von Murach, Kurmainzer Kämmerer und Oberamtmann in Krautheim) und Maria Charlotte (1701–1746) hervor.

Wirken Johann absolvierte ein Studium der Rechtswissenschaften und wurde am 23. Januar 1670 Assessor (Richter) am Reichskammergericht. Er nahm die Kurköln zustehende Assessorenstelle bis zu seinem Tod 1710 ein.Sigrid Jahns: Das Reichskammergericht und seine Richter. Verfassung und Sozialstruktur eines höchsten Gerichts im Alten Reich – Teil 2, Band 1: Biografien (= Friedrich Battenberg, Albrecht Cordes, Ulrich Eisenhardt, Peter Oestmann, Wolfgang Sellert (Hg.): Quellen und Forschungen zur höchsten Gerichtsbarkeit im Alten Reich, Band 26). Böhlau, Köln u. a. 2003. ISBN 3-412-06503-X, S. 129 – hier bezeichnet als Johann Daniel Freiherr von Ridder zu Grönestein.

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