Die DDR-Juniorenoberliga 1983/84 wurde nach sieben Spielzeiten wieder installiert und vom DFV als höchste Spielklasse der Altersklasse (AK) 17/18 auf dem Gebiet der DDR durchgeführt. Den 36. Juniorenmeistertitel in der Geschichte der DDR sicherte sich der FC Vorwärts Frankfurt/O., die auf Grund des besseren Torverhältnisses gegenüber der SG Dynamo Dresden, nach 1959 und 1975 zum dritten Mal zu Meisterehren kamen.

Absteiger aus der Juniorenoberliga waren analog zur DDR-Oberliga – ungeachtet des sportlich erreichten Ergebnisses – der 1. FC Union Berlin und der HFC Chemie. __TOC__

Teilnehmer und Modus An der Juniorenoberliga für die Altersklasse (AK) 17/18 nahmen die 14 Mannschaften teil, deren erste Männermannschaft in der betreffenden Saison in der DDR-Oberliga, der höchsten Spielklasse der DDR, vertreten waren. Spielberechtigt waren Spieler bis zum 18. Lebensjahr (Stichtag: 1. Juni 1965).In: Die neue Fußballwoche (Fuwo). Nr. 24, 14. Juni 1983, S. 10 An 26 Spieltagen ermittelten die Mannschaften den DDR-Juniorenmeister. Jede Mannschaft hatte in der Saison 13 Heim- und 13 Auswärtsspiele, jeweils einmal zu Hause und auswärts gegen jeden Gegner. Der Abstieg aus der Juniorenoberliga wurde analog zur DDR-Oberliga 1983/84 – ungeachtet des sportlich erreichten Ergebnisses – geregelt.

Abschlusstabelle

(M) Meister der Vorsaison 1982/83

Kreuztabelle Die Kreuztabelle stellt die Ergebnisse aller Spiele dieser Saison dar. Die Heimmannschaft ist in der linken Spalte aufgelistet und die Gastmannschaft in der obersten Reihe. DDR-Juniorenoberliga 13. August 1983 – 19. Mai 1984In: Die neue Fußballwoche (Fuwo). Nr. 33, 16. August 1983, S. 10 – Nr. 21, 22. Mai 1984, S. 13 25px|alt=|FC Vorwärts Frankfurt/O. 25px|alt=|SG Dynamo Dresden 25px|alt=|FC Karl-Marx-Stadt 25px|alt=|1. FC Lokomotive Leipzig 25px|alt=|FC Carl Zeiss Jena 25px|alt=|F.C. Hansa Rostock 25px|alt=|1. FC Magdeburg 25px|alt=|BFC Dynamo 25px|alt=|FC Rot-Weiß Erfurt 25px|alt=|HFC Chemie 25px|alt=|1. FC Union Berlin 25px|alt=|BSG Stahl Riesa 25px|alt=|BSG Wismut Aue 25px|alt=|BSG Chemie Leipzig 1. FC Vorwärts Frankfurt/O. 2:32:01:03:00:13:02:43:22:21:13:19:03:0 2. SG Dynamo Dresden 0:1 0:12:15:01:00:01:14:11:11:03:13:03:0 3. FC Karl-Marx-Stadt 2:11:1 3:21:30:23:12:12:06:20:06:25:06:0 4. 1. FC Lokomotive Leipzig 0:22:21:2 1:12:02:13:11:03:22:01:07:12:0 5. FC Carl Zeiss Jena 2:22:11:13:7 3:11:02:14:11:13:02:02:12:0 6. F.C. Hansa Rostock 0:01:11:34:02:2 2:24:13:11:21:11:16:02:0 7. 1. FC Magdeburg 1:21:61:12:22:20:1 5:10:33:04:27:18:03:0 8. BFC Dynamo 1:21:21:02:32:12:32:2 5:13:10:16:15:12:1 9. FC Rot-Weiß Erfurt 1:21:40:31:01:20:22:00:2 3:12:20:02:02:1 10. HFC Chemie 0:20:21:10:12:40:41:22:12:2 0:07:31:22:2 11. 1. FC Union Berlin 0:40:31:30:11:00:10:31:40:41:3 8:13:03:0 12. BSG Stahl Riesa 0:51:30:51:22:21:65:50:21:31:63:2 3:03:0 13. BSG Wismut Aue 2:70:51:61:40:31:11:14:12:21:40:22:5 4:2 14. BSG Chemie Leipzig 1:60:30:51:50:22:10:30:20:21:10:12:20:2

Torschützenliste Spieler Mannschaft ToreIn: Die neue Fußballwoche (Fuwo). Nr. 28, 10. Juli 1984, S. 10 von Manfred Binkowski: In drei Begegnungen fielen zehn Treffer 1. Thomas Müller FC Vorwärts Frankfurt/O. 18 2. Lutz Wienhold FC Karl-Marx-Stadt 17 3. Ronny Schmidt FC Vorwärts Frankfurt/O. 16 4. Ulf Kirsten SG Dynamo Dresden 15 Peter Kunzmann FC Carl Zeiss Jena 15 6. Dirk Anders BFC Dynamo 14 Andreas Hesselbarth HFC Chemie 10 8. Jörg Uwelius FC Rot-Weiß Erfurt 13 9. Olaf Marschall 1. FC Lokomotive Leipzig 12 10. Svend Fochler BFC Dynamo 11 11. Sven Köhler FC Karl-Marx-Stadt 10 Frank Pfeiffer 1. FC Lokomotive Leipzig 10

Statistisches 307 Spieler kamen zum Einsatz, davon waren 18 in allen Punktspielen dabei. Dies waren Thomas Müller, Olaf Schnürer (beide Vorwärts Frankfurt/O.), Tino Gottlöber (Dynamo Dresden), Jens Welzer (FC Karl-Marx-Stadt), Gunter Menzel (Carl Zeiss Jena), Dirk Anders, Holger Fandrich, Jörg Fügner, Tim Thamerus (alle BFC Dynamo), Andreas Frohn (Rot-Weiß Erfurt), Ronny Teuber (Union Berlin), Ray Braune, Jens Frenzel, Steffen Herfurth, Steffen Prasse (alle Stahl Riesa), Volker Brauße, Jörg Kämpfe und Steffen Kuhnt (alle Chemie Leipzig). 654 Tore ( 3,59 pro Spiel) wurden erzielt, wobei sich 164 Spieler als Torschützen auszeichnen konnten. 47 Strafstöße wurden verwandelt. Peter Kunzmann aus Jena traf sechsmal ins Schwarze. sechsmal trafen die Spieler ins eigene Netz. Vier Tore mit Hattrick in einem Spiel erzielte Lutz Wienhold (FC Karl-Marx-Stadt) gegen Chemie Leipzig am 23. Spieltag. Vier Tore (kein Hattrick dabei) in einem Spiel erzielten Ulf Kirsten (SG Dynamo Dresden) gegen Jena am 16. Spieltag und Steffen Heidrich (FC Karl-Marx-Stadt) gegen Riesa am 21. Spieltag. Einen Hattrick erzielte Andreas Hesselbarth (HFC Chemie) gegen Riesa am 13. Spieltag und Jörg Uwelius (FC Rot-Weiß Erfurt) gegen Union am 17. Spieltag. Drei Tore (kein Hattrick) pro Spiel: Ralf Zimmermann (FC Vorwärts Frankfurt/O.) gegen Aue (3. Spieltag) und gegen Riesa (6. Spieltag), Frank Pfeiffer (1. FC Lokomotive Leipzig) gegen Jena (5. Spieltag), Sven Fischer (1. FC Union Berlin) gegen Riesa (11. Spieltag), Frank Mappes (1. FC Lokomotive Leipzig) gegen Aue (11. Spieltag), Thomas Müller (FC Vorwärts Frankfurt/O.) gegen Aue (16. Spieltag), Ulf Kirsten (SG Dynamo Dresden) gegen Magdeburg (17. Spieltag) sowie Jens Meyer (FC Karl-Marx-Stadt) gegen Aue (18. Spieltag) Es gab 78 Heimsiege, 35 Unentschieden und 69 Auswärtssiege. Höchster Sieg: FC Vorwärts Frankfurt/O. – BSG Wismaut Aue 9:0 (3. Spieltag)Torreichstes Spiel: FC Carl Zeiss Jena – 1. FC Lokomotive Leipzig 3:7 (5. Spieltag), BSG Stahl Riesa – 1. FC Magdeburg 5:5 (10. Spieltag) und HFC Chemie – BSG Stahl Riesa 7:3 (13. Spieltag) Acht Feldverweise und 296 Verwarnungen verhängten die Unparteiischen, wobei 31 Spieler nach der dritten gelben Karte pausieren mussten.

DDR-Juniorenmeister 1. FC Vorwärts Frankfurt/O.In: Die neue Fußballwoche (Fuwo). Nr. 23, 8. Juni 1982, S. 11.60px|alt=|Logo des FC Vorwärts Frankfurt/O. Detlef Hartmann (24 Spiele / Tore –) Maik Winkel (25/2) Frank Neupert (22/5), Uwe Woyde (25/2), Olaf Schnürer (26/2) Jens Brust (16/1), Sven Christians (21/1), Karsten Schulz (25/7) Ronny Schmidt (24/16), Thomas Müller (26/18), Ralf Steinfurth (24/1) Trainer: Gerd Stein / Horst Wruck außerdem: Matthias Danker (Tor 2/–); Karsten Stengel (5/–), Andreas Hoffmann (3/–), Andreas Krüger (2/–), Michael Adomeit (1/–); Ralf Zimmermann (11/7), Thoralf Bennert (2/1); Jens Günther (22/3), Peter Schmeichel (5/1), Michael Greß (4/2), Dirk Maleska (3/–) – dazu ein Eigentor von Uwe Abel (FC Rot-Weiß Erfurt)

Literatur

Einzelnachweise

#1983 Kategorie:Fußballsaison 1983/84