Burgstädtel oder Colonie Burgstädtel ist ein wüst gefallenes Dorf im Oppagebirge in Polen. Der Ort lag am Hang des Zigeunerbergs (Cygańska Góra) oberhalb von Radynia (Raden) in Richtung der tschechischen Grenze und gehörte als Ortsteil zu Pilgersdorf im Landkreis Leobschütz.

Geschichte 1803 wurde die Kolonie Burgstädtel mit 15 Koloniestellen an der Stelle eines herrschaftlichen Vorwerks gegründet.Vgl. Felix Triest: Topographisches Handbuch von Oberschlesien, Breslau 1865, S. 870 In den 1930er Jahren befanden sich hier 15 Wohnhäuser mit 75 Einwohnern, ein Postamt und ein hölzerner Glockenturm. Das Dorf wurde im Zweiten Weltkrieg bei der Eroberung von Schlesien durch die Rote Armee niedergebrannt. Aufgrund der Vertreibung der angestammten Bevölkerung durch die polnischen Kommunisten wurde der Ort nicht wieder besiedelt.

Die Kolonie hatte als Gemeinde einen eigenen Stempel, auf dem ein blühender Rosenstrauch aus dem Gras wuchs.

Erhalten hat sich bis heute ein steinernes Wegekreuz mit Einschusslöchern. Von den zerstörten Häusern haben sich teilweise Grundmauern und Keller erhalten, welche heute zugewachsen sind. In polnischen Quellen heißt der Ort Bursztet.

Weblinks Bericht auf wochenblatt.pl

Einzelnachweise

Kategorie:Wüstung in Polen Kategorie:Geographie (Gmina Głubczyce) Kategorie:Ort in Schlesien