mini|Chouchane Siranossian Chouchane Siranossian (* 18. Juli 1984 in Lyon) ist eine französisch-schweizerische Geigerin.

Leben Chouchane Siranossian ist eine Tochter des aus einer armenischen Familie stammenden Pianisten, Dirigenten und ehemaligen Direktors des Konservatoriums von Romans-sur-Isère, Alexandre Siranossian. Die Violoncellistin Astrig Siranossian ist ihre Schwester.

Ausbildung In Romans aufgewachsen begann sie die berufliche Ausbildung auf der Violine bei Tibor Varga in Sion. Bereits mit 15 Jahren wurde sie in die Klasse von Pavel Vernikov am Conservatoire national supérieur de musique et de danse in Lyon aufgenommen. Im Jahr 2002 wechselte sie zu Zakhar Bron an die Musikhochschule Zürich, wo sie 2007 ihr Solistendiplom mit höchster Auszeichnung erhielt.

2007 wurde sie Konzertmeisterin des Sinfonieorchesters St. Gallen (Schweiz), wo sie bis zu ihrem entscheidenden Treffen mit Reinhard Goebel blieb. Anschließend widmete sie sich in seiner Klasse am Mozarteum in Salzburg intensiv dem Studium der Alten Musik und arbeitete regelmäßig als Solistin mit ihm zusammen.

Wirken Chouchane Siranossian tritt als Solistin auf der modernen wie der barocken Geige auf. Sie hat unter anderem mit Leonardo García Alarcón, Kristian Bezuidenhout, Bertrand Chamayou, Andrea Marcon, Daniel Ottensamer, Thomas Demenga, Jos van Immerseel, Christophe Coin, Václav Luks, Andreas Spering, Rudolf Lutz, Alexis Kossenko, Thomas Hengelbrock und François-Xavier Roth zusammengearbeitet.

Gleichzeitig spielt sie auch Uraufführungen und arbeitet mit Komponisten wie Daniel Schnyder, Marc-André Dalbavie, Aaron Kernis, Bechara El Khoury, Éric Tanguy, Benjamin Attahir und Thomas Demenga.

Des Weiteren leitet sie das 2015 in Liechtenstein entstandene Ensemble Esperanza, das 2018 mit dem Opus Klassik ausgezeichnet wurde, mit dem sie bereits mehrere Alben aufgenommen hat und mit dem sie regelmäßig auf Tournee geht.

Chouchane Siranossian zählt heute zu den größten Virtuosen der internationalen Barockszene, sowohl solo als auch an der Seite vieler namhafter Orchester. Ihre Beherrschung des Instruments, unterstützt durch ihre musikwissenschaftliche Forschung, haben sie in einer beispielhaften Karriere zur gefragten Musikerin gemacht.

Chouchane Siranossian spielt eine Barockvioline aus der Werkstatt von Giuseppe und Antonio Gagliano und eine Violine von Giovanni Battista Guadagnini, zur Verfügung gestellt von Fabrice Girardin, Geigenbauer in La Chaux-de-Fonds.

Ihre Konzertkleidung wird von Jacques Bellemin in Frankreich gesponsert.

Seit 2016 nimmt Chouchane Siranossian exklusiv für das Label Alpha Classics auf.

Preise und Auszeichnungen 2015: Diapason Découverte für das Album Time Reflexion 2017: International Classical Music Award in der Kategorie „Baroque Instrumental“ für das Album L’Ange et le Diable 2017: International Classical Music Awards für ein Discovery Award mit dem Ensemble Esperanza 2017: Joker of Crescendo Magazine (Juli 2017) für das Album Nordic Suites mit dem Ensemble Esperanza 2018: OPUS KLASSIK, Preis für Nachwuchsförderung mit dem Ensemble Esperanza 2019: International Classical Music Award in der Kategorie „Assorted Programs“ für das Album In Time, Mendelssohn: Violin Concerto & Octet 2020: Preis der deutschen Schallplattenkritik für das Album Tartini – Violin Concertos 2020: Choc Classica für das Album Tartini – Violin Concertos 2020: Joker of Crescendo Magazine (April 2020) für das Album Tartini – Violin Concertos 2021: International Classical Music Award in der Kategorie „Baroque Instrumental“ für das Album Tartini – Violin Concertos 2021: Premio della critica discografica Franco Abbiati – III Edizione für das Album Tartini – Violin Concertos 2021: Muse d’Or des Muse Baroque für das Album Romberg – Violin Concertos 2021: Diapason d’Or für das Album Bach before Bach 2021: Pizzicato Supersonic für das Album Bach before Bach 2022: 5* des Magazins MUSICA – Rivista di cultura musicale e discografica, Zecchini Editore, n. 335, April 2022 für das Album Bach before Bach

Diskografie 2015: „Time Reflexion - El-Khoury, Tanguy, Rust, Stamitz, Leclair“. Label: OehmsClassics. 2015: „Hans Huber – Works for Violin, Violoncello and Piano“, Thomas Demenga / Jan Schultsz. Label: Bmn Audiophil. 2015: „Angel, Devil, Priest – Leclair, Locatelli & Vivaldi Violin Concertos“, Hofkapelle München / Rüdiger Lotter. Label: Deutsche Harmonia Mundi. 2015: „Art of the Duo – Daniel Schnyder“, Astrig Siranossian, Daniel Schnyder. Label: Neuklang. 2016: „L’Ange et le Diable – Locatelli, Leclair, Tartini, Forqueray“, Jos van Immerseel. Label: Alpha. 2017: „Nordic Suites – Grieg, Bridge, Nielsen, Holst“, Ensemble Esperanza. Label: Ars Produktion (Note 1 Musikvertrieb). 2018: „In Time, Mendelssohn: Violin Concerto & Octet“, Anima Eterna Brugge / Jakob Lehmann. Label: Alpha. 2018: „Haydn - L’Ours, – Symphonie Concertante Davaux“, Le concert de la Loge, Julien Chauvin. Labe: Aparté. 2018: „Southern Tunes“-Toldrà, Respighi, Komitas, Rota, Ensemble Esperanza. Label: Ars Produktion (Note 1 Musikvertrieb). 2019: „Western Moods – Kernis, Hovhannes, Gershwin, Herbert, Schnyder, Barber“ Ensemble Esperanza. Label: Ars Produktion (Note 1 Musikvertrieb). 2020: „Tartini – Violin Concertos“, Venice Baroque Orchestra / Andrea Marcon. Label: Alpha. 2020: „Antoine Reicha – Symphonies concertantes“, Gli Angeli Genève, Alexis Kossenko Label: Claves. 2021: „Romberg – Violin Concertos“, Capriccio Barockorchester. Label: Alpha. 2021: „Bach before Bach“, Leonardo Garcia Alarcón / Balázs Máté. Label: Alpha. 2023: „Duello d’archi a Venezia“, Venice Baroque Orchestra / Andrea Marcon. Label: Alpha

Weblinks Website von Chouchane Siranossian SWR2: Zur Person Chouchane Siranossian, Geigerin Alpha/Outhere Music

Einzelnachweise

Kategorie:Geiger Kategorie:Barockviolinist Kategorie:Franzose Kategorie:Schweizer Kategorie:Geboren 1984 Kategorie:Frau