Stelzlmühle ist ein Ortsteil der Stadt Pfreimd im Oberpfälzer Landkreis Schwandorf (Bayern).

Geografie Die Einöde Stelzlmühle liegt am Stelzlmühlbach 4,5 Kilometer südöstlich von Pfreimd. Südöstlich der Stelzlmühle erhebt sich der 545 Meter hohe Götzenberg. Der Stelzlmühlbach fließt in Richtung Nordwesten der Pfreimd zu, in die er bei Oberpfreimd mündet. Westlich der Stelzlmuhle bildet der Stelzlmühlbach ein enges Durchbruchstal, das den Namen Rote Leite trägt. Von Stelzlmühle aus führt ein örtlicher Wanderweg am Nord-, später Nordosthang dieses Tales entlang bis nach Pfreimd.

Geschichte In einem Rechenschaftsbericht aus dem Jahr 1718 wurde erwähnt, dass eine Frau Rabensteiner 1663 die Stelzlmühle (auch: Stelzenmühl, Stelzenmühle, Stölzmühl, Gäzlmühl, Stelzenmühlhöfl, Stelzmühle) gekauft habe.

Im Häuser- und Rustikalsteuerkataster von 1808 war die Stelzlmühle mit einem Anwesen und einem Nebenhäusl aufgeführt. Als Besitzer wurde Georg Jacob Stahl genannt.

1808 begann in Folge des Organischen Ediktes des Innenministers Maximilian von Montgelas in Bayern die Bildung von Gemeinden. Dabei wurde das Landgericht Nabburg zunächst in landgerichtische Obmannschaften geteilt. Stelzlmühle kam zur Obmannschaft Hohentreswitz. Zur Obmannschaft Hohentreswitz gehörten: Hohentreswitz, Söllitz, Stein, Gnötzendorf, Oberpfreimd, Weihern, Rappenberg, Löffelsberg, Aspachmühle, Stelzlmühle und die „Stadt Pfreimd mit den unmittelbar ämtischen Untertanen“.

Dann wurden 1811 in Bayern Steuerdistrikte gebildet. Dabei kam Stelzlmühle zum Steuerdistrikt Hohentreswitz. Der Steuerdistrikt Hohentreswitz bestand aus den Dörfern Hohentreswitz mit dem von Kargschen Schloss und Rappenberg, dem Weiler Löffelsberg, den Einöden Aspachmühle, Stelzlmühle und Götzenmühle und der Waldung Rappenberger Höllengrund. Er hatte 46 Häuser, 305 Seelen, 200 Morgen Äcker, 35 Morgen Wiesen, 50 Morgen Holz, 1 Weiher, 25 Morgen öde Gründe und Wege, 1 Pferd, 80 Ochsen, 40 Kühe, 30 Stück Jungvieh, 40 Schafe und 15 Schweine.

Schließlich wurde 1818 mit dem Zweiten Gemeindeedikt die übertriebene Zentralisierung weitgehend rückgängig gemacht und es wurden relativ selbständige Landgemeinden mit eigenem Vermögen gebildet, über das sie frei verfügen konnten. Hierbei kam Stelzlmühle zur Ruralgemeinde Hohentreswitz. Die Gemeinde Hohentreswitz bestand aus den Ortschaften Hohentreswitz mit 42 Familien, Aspachmühle mit 1 Familie und Stelzlmühle mit 1 Familie. Die Gemeinde Hohentreswitz wurde 1978 in die Gemeinde Pfreimd eingegliedert.

Stelzlmühle gehört zur Nebenkirche Pamsendorf der Pfarrei Hohentreswitz. 1997 hatte Stelzlmühle einen Katholiken. Anfang des 21. Jahrhunderts wurde aus den Pfarreien Trausnitz, Hohentreswitz und Weihern die Pfarreiengemeinschaft Trausnitz mit Hohentreswitz und Weihern gebildet.

Einwohnerentwicklung ab 1819 + 1819–1913 Jahr Einwohner Gebäude 1819 1 Familie k. A. 1828 7 2 1838 14 2 1864 5 7 1875 6 7 1885 9 1 1900 5 1 1913 7 1

+ 1925–2011 Jahr Einwohner Gebäude 1925 6 1 1950 5 1 1961 6 1 1964 6 1 1970 5 k. A. 1987 1 1 2011 5 k. A.

Literatur Elisabeth Müller-Luckner, Historischer Atlas von Bayern, Teil Altbayern, Heft 50, Nabburg, München 1981, ISBN 3-7696-9915-7

Einzelnachweise Elisabeth Müller-Luckner, Historischer Atlas von Bayern, Teil Altbayern, Heft 50, Nabburg, München 1981, ISBN 3-7696-9915-7, S. 271 Elisabeth Müller-Luckner, Historischer Atlas von Bayern, Teil Altbayern, Heft 50, Nabburg, München 1981, ISBN 3-7696-9915-7, S. 331 Elisabeth Müller-Luckner, Historischer Atlas von Bayern, Teil Altbayern, Heft 50, Nabburg, München 1981, ISBN 3-7696-9915-7, S. 399 Elisabeth Müller-Luckner, Historischer Atlas von Bayern, Teil Altbayern, Heft 50, Nabburg, München 1981, ISBN 3-7696-9915-7, S. 406 Elisabeth Müller-Luckner, Historischer Atlas von Bayern, Teil Altbayern, Heft 50, Nabburg, München 1981, ISBN 3-7696-9915-7, S. 415 Elisabeth Müller-Luckner, Historischer Atlas von Bayern, Teil Altbayern, Heft 50, Nabburg, München 1981, ISBN 3-7696-9915-7, S. 423 Elisabeth Müller-Luckner, Historischer Atlas von Bayern, Teil Altbayern, Heft 50, Nabburg, München 1981, ISBN 3-7696-9915-7, S. 437

Zensus 2011 bei zensus2011.de. Abgerufen am 18. Januar 2022. Manfred Müller (Hrsg.): Matrikel des Bistums Regensburg. Verlag des Bischöflichen Ordinariats Regensburg, 1997, S. 730 Stelzlmühle bei Bayernatlas. Abgerufen am 20. Februar 2022. Stelzlmühle bei bavarikon.de. Abgerufen am 20. Februar 2022. Ortschaft Hohentreswitz, Stelzlmühle bei pfreimd.de. Abgerufen am 20. Februar 2022. Pfarreiengemeinschaft Trausnitz mit Hohentreswitz und Weihern bei pfarrei-trausnitz.de. Abgerufen am 20. Februar 2022.

Weblinks

Stelzlmühle, Luftaufnahme

Kategorie:Geographie (Pfreimd) Kategorie:Ort im Landkreis Schwandorf Kategorie:Ersterwähnung 1663