Roß, auch das Rosser Gut genannt, war ein Bauerngut und Ortsteil in Bergisch Gladbach.
Lage und Beschreibung Roß (ma. am Roß) wurde bereits 1582 erwähnt. Es war lange Zeit das Bauerngut für die Pfarrer der Gladbacher Pfarrgemeinde. Es diente auch als Pastorat und zeitweise Schulhaus. Aus einer Zehntrolle ergibt sich, dass das Gut in der Mitte des 18. Jahrhunderts einen Grund von neun Morgen hatte und dem Gladbacher Fronhof zehntpflichtig war. Es stand bis ca. 1890.Anton Jux: Das Bergische Botenamt, die Geschichte Bergisch Gladbachs bis in die Preußische Zeit, herausgegeben vom Kulturamt der Stadt Bergisch Gladbach, Bergisch Gladbach 1964
Geschichte Aus Carl Friedrich von Wiebekings Charte des Herzogthums Berg 1789 geht hervor, dass Roß zu dieser Zeit Teil der Honschaft Gladbach im gleichnamigen Kirchspiel war.Wilhelm Fabricius: Erläuterungen zum Geschichtlichen Atlas der Rheinprovinz; Zweiter Band: Die Karte von 1789. Einteilung und Entwicklung der Territorien von 1600 bis 1794; Bonn; 1898
Unter der französischen Verwaltung zwischen 1806 und 1813 wurde das Amt Porz aufgelöst und Roß wurde politisch der Mairie Gladbach im Kanton Bensberg zugeordnet. 1816 wandelten die Preußen die Mairie zur Bürgermeisterei Gladbach im Kreis Mülheim am Rhein. Mit der Rheinischen Städteordnung wurde Gladbach 1856 Stadt, die dann 1863 den Zusatz Bergisch bekam.
In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts wurde die Stadtmitte von Bergisch Gladbach den wachsenden Bedürfnissen angepasst. Der Bocker Bach, ein seinerzeitiger Zufluss der Strunde, wurde umwölbt. Eine neue Straße von Köln nach Wipperfürth wurde projektiert, ebenso sollte ein Marktplatz (der spätere Konrad-Adenauer-Platz) angelegt werden. Dies beschnitt alles das Rosser Gut.
+EinwohnerentwicklungJahrEinwohnerWohn- gebäude Kategorie182222Pastorat und Schulhaus183034katholisches Pastorat und Schulhaus1845273Hofstelle mit kath. Pfarrhaus und Schule1871446 Hofstelle1885565 Wohnplatz
Einzelnachweise
Kategorie:Ehemaliger Ortsteil von Stadtmitte (Bergisch Gladbach)