mini|Jürg Lenggenhager 2001 Jürg Lenggenhager (* 20. März 1943 in Bern) ist ein Schweizer Theologe, Jazzmusiker und Kunstmaler.
Leben Jürg Lenggenhager wurde 1943 als Sohn von Karl Lenggenhager und Felizitas Hedwig Lenggenhager-Egger geboren. Er war Schüler von Suzanne Eggli am Konservatorium Bern. 1958 äusserte er gegenüber ihr den Wunsch, Pianist zu werden. Sie soll ihm jedoch mit der Begründung abgeraten haben, er sei zu vielseitig begabt. Als er am Radio den Jazzpianisten Bobby Timmons mit seiner Komposition Moanin’ gehört hatte, brach er seine klassische Pianistenausbildung ab und widmete sich fortan der Jazzmusik. 1962 erlangte er die Maturität. Von 1964 bis 1967 war er an der Kunstgewerbeschule Bern Schüler von Max von Mühlenen. Von 1965 bis 1969 studierte Lenggenhager Theologie an der Universität Freiburg (Schweiz). Von 1965 bis 1971 war er Korrepetitor an der Tanzschule von Harald Kreutzberg und Hilde Baumann Hilde Baumann (* 16. April 1914 Bern, † Anfang November 2001 Le Beausset (F)) https://tls.theaterwissenschaft.ch/wiki/Hilde_Baumann. Von 1966 bis 1973 war er Dozent an der Jazzschule Bern (heute: Swiss Jazz School). Er betreute die Schüler, welche im Nebenfach Klavier studierten.
Musik 1964 entstand, u. a. mit Roger Pfund, die private Pressung der Schallplatte „Fase Kran und Jazz“ Fred Zaugg sprach die Gedichte von Peter Lehner; eigene Kompositionen und Improvisationen spielten Christian Hunziker (Vibraphon), Jürg Lenggenhager (Piano), Roger Pfund (Bass), Rodolphe Ackermann (Schlagzeug). Umschlagentwurf: Roger Pfund., welche von Kurt Marti folgendermassen beschrieben wurde: »Joachim-Ernst Berendt, Deutschlands Jazzexperte Nr. 1 war einer der ersten, die im Südwestfunk Jazz und moderne Lyrik mixten. Fast gleichzeitig fanden in den USA, begonnen von der San-Francisco-Gruppe der Beatnik-Dichter, „Jazz and Poetry“-Veranstaltungen in den Bohème-Zirkeln der Grossstädte Verbreitung. […] Eine der besten Veranstaltungen dieser Art fand letztes Jahr in Bern statt.« https://chrismusic.musicfarm.ch/ChrisMusic_MP3/Juerg%20Lenggenhager%20Quartett/Fase%20Kran%20und%20Jazz/jlq-fk1.html Lenggenhager hatte versucht, zum Gedichtzyklus „Fase Kran“ von Peter Lehner Jazzmusik zu machen. Er sei auch hier durch Gedichte inspiriert worden, »die pointiert gesellschaftskritischer Art sind.[…]«Kurt Marti, Notizen und Details 1964–2007, Theologischer Verlag Zürich, 2010, S. 81ff. 1966 entstand mit Lenggenhagers Trio die Schallplatte "rencontres". Am Bass war wieder Roger Pfund, am Schlagzeug Andreas Straub. Von 1977 bis 1983 unterbrach Lenggenhager seine Tätigkeit als Musiker. Von 1983 bis 2023 spielte er mit den Musikern Claude Siffert (Gitarre), Christian Geiser (Bass) und Juan Puigventós (Schlagzeug) im Quartett. 1998 entstand eine Duo-Aufnahme mit dem Vibraphonisten Christian Hunziker.https://chrismusic.musicfarm.ch/impro.html
Malerei mini|Gemälde von Jürg Lenggenhager Lenggenhager schuf auch zahlreiche Bilder, welche sich mehrheitlich in Privatbesitz befinden. In der Kirche St. Antonius (Bern-Bümpliz) schuf er 1992 einen Kreuzweg durch das Passionsgeschehen mit 14 Bildern an den vorderen Seitenwänden. Das 1995 errichtete Ökumenische Zentrum in Pieterlenhttps://www.kirche-pieterlen.ch/ueber-uns/kirchgemeinde/oekumenisches-zentrum/ wurde künstlerisch mit Bildern von Lenggenhager ausgeschmückt. An der Fachhochschule Nordwestschweiz in Solothurn war 2009/2010 ein fünfundzwanzigteiliger Bilderzyklus zu sehen, den er 1975 gemalt hatte. Danach entstand das Buch „Helfen bewegt“.Helfen bewegt, Konzept, Satz und Gestaltung: Meinrad Riedo, The Foundraising Company Fribourg AG, Fotos: Wilfried Hinz, Belp, Druck und Bindearbeiten: Ifolor Kreuzlingen, Herausgeberin und Copyright: Genossenschaft BETAX. 2022 erschien das Buch „Bilder Jürg Lenggenhager“.Bilder Jürg Lenggenhager, Photo und Gestaltung: Peter Klein, ifolor 2022.
Weblinks
Tondokumente von Jürg Lenggenhager im Katalog der Schweizerischen Nationalphonothek
Einzelnachweise
Kategorie:Musiker (Schweiz) Kategorie:Maler (Schweiz) Kategorie:Schweizer Kategorie:Geboren 1943 Kategorie:Mann