Mihăileni [] () ist eine Gemeinde im Kreis Harghita, in der Region Siebenbürgen in Rumänien.

Der Ort Mihăileni ist auch unter den veralteten Bezeichnungen Sîn-Mihaiu und Mihaileni, und der ungarischen Bezeichnung Székelyszentmihály bekannt.

Geographische Lage mini|links|Lage der Gemeinde Mihăileni im Kreis Harghita Die Gemeinde Mihăileni liegt östlich des Siebenbürgischen Beckens in den Südwestausläufern des Ciucului-Gebirges, eines Teilgebirges der Ostkarpaten, in der historischen Region Szeklerland im Osten des Kreises Harghita. Am Bach Racu, einem Nebenfluss des Olt (Alt), der Kreisstraße (drum județean) DJ 124, einer östlichen Nebenstraße des Drum național 12 und der Bahnstrecke Sfântu Gheorghe–Siculeni–Adjud liegt der Ort Mihăileni etwa 13 Kilometer nordöstlich von der Kreishauptstadt Miercurea Ciuc (Szeklerburg) entfernt.

Geschichte Der mehrheitlich von Szeklern bewohnte Ort Mihăileni wurde 1333 erstmals urkundlich erwähnt.

Auf dem Areal des Gemeindezentrums, neben dem alten Friedhof und im Norden des Ortes genannt Kicsierdő, werden Besiedlungen in die Bronzezeit datiert. Besiedlungen des Gemeindezentrums in der Latènezeit werden bei Kerekparlag, Vár und Pallagföld, oder auch im eingemeindeten Dorf Nădejdea (Ajnád) vermerkt.

Archäologische Funde von Mihăileni, die veröffentlicht wurden, konnten im Museum der Kreishauptstadt nicht identifiziert werden, obwohl mehrere Einträge im Inventar aufgezeichnet sind.

Zur Zeit des Königreichs Ungarn gehörte Mihăileni dem Stuhlbezirk Felcsík in der Gespanschaft Tschick (), anschließend dem historischen Kreis Ciuc und seit 1950 dem heutigen Kreis Harghita an.

Bevölkerung Die Bevölkerung in der heutigen Gemeinde Mihăileni entwickelte sich wie folgt: Volkszählung Ethnische Zusammensetzung Jahr Bevölkerung Rumänen Magyaren Deutsche andere 1850 2567 185 2372 1 9 1930 3457 483 2964 6 4 1941 3962 418 3540 2 2 1977 3271 641 2624 - 6 2002 2643 555 2086 1 1 2011 2644 499 2103 2 40 2021 2593 360 2002 - 231 Seit 1850 wurde in der heutigen Gemeinde Mihăileni die höchste Einwohnerzahl und die der Magyaren 1941 ermittelt. Die höchste Anzahl der Rumänen wurde 1977, die der Roma (51) 2021 und die der Rumäniendeutschen 1930 ermittelt.Varga E. Árpád: Volkszählungen 1850–2002 in Siebenbürgen bei kia.hu, letzte Aktualisierung 2. November 2008 (PDF; 675 kB; ungarisch).

Sehenswürdigkeiten In Mihăileni die römisch-katholische Kirche Sf. Mihail,Die römisch-katholische Kirche in Mihăileni in einer 360 ° Ansicht bei tinutulsecuiesc-360.ro. im 15. Jahrhundert errichtet und im 19. erneuert,Angaben zur römisch-katholischen Kirche in Mihăileni bei biserici.org, abgerufen am 21. Februar 2022 (rumänisch). steht unter Denkmalschutz.Liste historischer Denkmäler des rumänischen Kulturministeriums, 2015 aktualisiert (PDF; 749 kB; rumänisch). In Mihăileni das Landhaus der ungarischen Adelsfamilie Biális (Haus Nr. 249A),Conacul Biális, Mihăileni bei kastelyerdelyben.ro, abgerufen am 21. Februar 2022 (rumänisch). im 19. Jahrhundert errichtet, ist aktuell das Postgebäude der Gemeinde. Der Gemeinderat plant, das Gebäude zu rehabilitieren.Angaben zum Landhaus Biális auf der Gemeindewebsite, abgerufen am 23. Februar 2022 (rumänisch). Das Gebäude steht unter Denkmalschutz. Im Gemeindezentrum eine Wassermühle im 19. Jahrhundert errichtet, steht laut dem Verzeichnis historischer Denkmäler des Ministeriums für Kultur und nationales Erbe (Ministerul Culturii și Patrimoniului Național) unter Denkmalschutz. Im eingemeindeten Dorf Văcărești (Vacsárcsi) die Ruinen des Herrenhauses der ungarischen Adelsfamilie Sándor, nach Angaben des Ministeriums für Kultur und nationales Erbe zwischen dem 14. und dem 17. Jahrhundert errichtet, steht unter Denkmalschutz. Der Caracău-Viadukt, eine 264 Meter lange Bogenbrücke, auf der Bahnstrecke von Sfântu Gheorghe (Sankt Georgen) nach Adjud, zwischen den eingemeindeten Dörfern Livezi (Lóvész) und Nădejdea, 1946 errichtet.

Persönlichkeiten

Péter Sebestyén (* 1968), ungarischstämmiger, römisch-katholischer KirchenautorAngaben zu Péter Sebestyén bei kriterion.ro, abgerufen am 23. Februar 2022 (ungarisch).

Weblinks

Die Gemeinde Mihăileni bei ghidulprimariilor.ro

Einzelnachweise

Kategorie:Ersterwähnung 1333