mini|Salmagundi Club, 5th Avenue 47, Manhattan; NYC Landmark No. 0009 Der Salmagundi Club, gelegentlich auch als Salmagundi Art Club bezeichnet, ist ein 1871 gegründetes Zentrum für bildende Kunst im Stadtteil Greenwich Village in Manhattan, New York City. Seit 1917 befindet sich der Club in der Fifth Avenue 47. Im Jahr 2021 zählt der Club rund 1.100 Mitglieder. Beschreibung der Ausstellung des Dubuque Museums of Art, Teil einer zweieinhalbjährigen nationalen Museumstournee in elf Städten. „Im Jahr 1917 wurde mit der Unterstützung seiner Mitglieder ein brauner Sandsteinbau (engl. Brownstone) in der Fifth Avenue erworben, das zum dauerhaften Sitz des Vereins wurde… und wurde 1957 sowohl von der Society of Architectural Historians (SAH) als auch von der Municipal Art Society (MAS) für seine architektonische Besonderheit ausgezeichnet. Es ist ein angemessenes Zuhause für den ältesten Kunstverein Amerikas“.
Im Laufe seines Bestehens hat sich der Salmagundi Club als Zentrum für bildende Kunst, Künstler und Sammler etabliert und bietet Kunstausstellungen, Kunstkurse, Künstlervorführungen, Kunstauktionen und viele andere Veranstaltungen an. Er ist auch ein Sponsor des Coast Guard Art Program (kurz: COGAP) der US-Küstenwache.
Geschichte Der Salmagundi Club wurde 1871 gegründet und hieß ursprünglich New York Sketch Class und später New York Sketch Club. Er hatte seine Anfänge am östlichen Rand von Greenwich Village im Broadway-Atelier des Bildhauers Jonathan Scott Hartley, wo sich eine Gruppe von Künstlern, Studenten und Freunden der National Academy of Design, die sich damals an der Ecke Fourth Avenue und 23rd Street befand, Im Januar 1870 wurde Lemuel Wilmarth (1835–1918) zum ersten Ausbilder auf Vollzeitbasis ernannt. Zu diesem Zeitpunkt befand sich die Schule in der Fourth Avenue und 23rd Street. Unter Wilmarths Leitung stiegen die Zahl der Klassen und die Teilnehmerzahl, und als Reaktion auf die sich ändernden ästhetischen Kriterien wurden neue Techniken wie die Schnellskizze eingeführt. wöchentlich am Samstagabend traf.
Im Januar 1877 änderte der Club offiziell seinen Namen in The Salmagundi Sketch Club.
Der Name wurde entweder auf das kulinarische Gericht Salmagundi zurückgeführt, welches die Gruppe seit ihren Anfängen servierte (bezeichnet im jakobinischen England einen Eintopf oder ein Ragout; bzw. im kolonialen Amerika einen aus verschiedenen Zutaten zusammengestellten Salat) oder auf Washington Irvings satirische Zeitschrift Salmagundi. ... a satirical miscellany entitled Salmagundi, or the Whim-Whams and Opinions of Launcelot [pseudonym von Washington Irving] and others, written in conjunction with his brother William and James Kirke Paulding.
Die Organisation wuchs rasch und bezog Unterkunft in einer Reihe von angemieteten Gebäuden, darunter in der 121 Fifth Avenue, der 49 West 22nd Street, der 40 West 22nd Street und schließlich in der 14 West Twelfth Street, wo sie 22 Jahre lang blieb.
Im April 1917 erwarb der Club nach dreijähriger Suche das im italienischen Stil erbaute Brownstone-Stadthaus von Irad und Sarah Hawley aus dem Jahr 1853 in der Fifth Avenue 47 zwischen der East Eleventh und der East Twelfth Street für 100.000 Dollar und errichtete für 20.000 Dollar einen zweistöckigen Anbau auf der Rückseite, in dem die Kunstgalerie und ein Billardzimmer untergebracht werden sollten. An der Einweihungsfeier am 5. Februar 1918 nahmen mehr als 500 Personen teil.
Im Jahr 1918 führte der Club eine landesweite Initiative zur Herstellung von Entfernungsmessern an, die bei der Ausbildung von Kanonieren im Ersten Weltkrieg Anwendung fand. Der Club stellte die Leinwand und die Materialien zum Malen für diese speziellen Bilder () zur Verfügung.
Im Jahr 1969 wurde das Gebäude von der Denkmalpflege der New York City Landmarks Preservation Commission zum Wahrzeichen der Stadt erklärt. 1975 wurde es in das National Register of Historic Places aufgenommen.
Mitgliedschaft Der Salmagundi Club war in seinem ersten Jahrhundert ein reiner Männerclub, obwohl Kunstwerke von Frauen akzeptiert und gelobt wurden. „Das Salmagundi war [zunächst] noch ein Männerclub (erst 1973 wurde es für Frauen geöffnet), Werke von Frauen wurden akzeptiert und gelobt“. Ein Schwesterclub für Künstlerinnen, der Pen and Brush Club, wurde 1894 gleich um die Ecke von Salmagundi gegründet. „Pen and Brush, ein Schwester-Kunstclub um die Ecke von Salmagundi, der 1894 eröffnet wurde, nachdem Künstlerinnen es leid waren, ausgeschlossen zu werden. (Salmagundi nahm 1973 Frauen auf.“) Salmagundi nimmt seit 1973 auch Frauen als Mitglieder auf.
Zu den Mitgliedern des Salmagundi Clubs gehörten u. a. Ralph Albert Blakelock, James Wells Champney, William Merritt Chase, John Henry Dolph, Charles Dana Gibson, Childe Hassam, Ernest Martin Hennings, John LaFarge, Howard Pyle, Norman Rockwell, Augustus Saint-Gaudens, Louis Comfort Tiffany, J. Alden Weir und Stanford White.
Ehrenmitglieder waren u. a. Paul Cadmus, Winston Churchill, Buckminster Fuller und Al Hirschfeld.
Der Kuratoriumsausschuss von Salmagundi ist für die Pflege der ständigen repräsentativen Kunstsammlung von Salmagundi verantwortlich, die rund 1.800 Werke von den 1840er Jahren bis heute umfasst, darunter Gemälde, Skulpturen, Objekte und Arbeiten auf Papier von früheren und heutigen Künstlermitgliedern.
Die Sammlung besteht aus Ankaufspreisen für Ausstellungen, Ankaufspreisen für Wettbewerbe, sowie aus Schenkungen von Künstlern und Nachlässen.
Die Werke werden ständig im Stadthaus gewechselt und sind das ganze Jahr über in Live- und Online-Ausstellungen zu sehen.
Clubpräsidenten Clubpräsident Amtszeit Joseph Hartley 1871–1889 George W. Maynard 1888–1889 Charles Yardley Turner 1883–1889 Thomas Moran 1893–1896 W. Lewis Fraser 1896–1897 Alexander Theobald Van Laer 1897–1898 Robert C. Minor 1898–1899 Alexander Theobald Van Laer 1899–1900 George H. McCord 1900–1901 George Inness Jr. 1901–1903 J. Scott Hartley 1903–1905 Alexander Theobald Van Laer 1905–1908 Henry B. Snell 1908–1910 Frank Knox Morton Rehn 1910–1911 Carleton Wiggins 1911–1913 Charles Vezin 1913–1914 F. Ballard Williams 1914–1919 Emil Carlsen 1919–1920 J. Massey Rhind 1920–1922 Hobart Nichols 1922–1924 W. Granville-Smith 1924–1926 Franklin De Haven 1926–1929 Bruce Crane 1929–1933 Louis Betts 1933–1935 George Elmer Browne 1935–1937 Frederick W. Hutchinson 1937–1939 Gordon Grant 1939–1941 George Lober 1941–1944 Frederick K. Detwiller 1944–1946 Henry O' Connor 1946–1947 Silvio B. Valerio 1947–1949 Percy Albee 1949–1953 Russell Rypsam 1953–1955 Henry Laussucq 1955–1957 Junius Allen 1957–1959 A. Henry Nordhausen 1959–1963 Francis Vandeveer Kughler 1963–1966 Martin Hannon 1966–1970 John N. Lewis 1970–1976 Martin Hannon 1976–1977 Raymond R. Goldberg 1977–1979 Richard Clive 1979–1981 Carl L. Thomson 1981–1983 Ruth B. Reininghaus 1983–1987 Edward A. Brennan 1987–1990 Kenneth W. Fitch 1990–1991 Robert Volpe 1991–1994 Richard C. Pionk 1994–2007 Claudia Seymour 2007–2013 Robert Pillsbury 2013–2019 Elizabeth Spencer 2019–2021
Literatur
Weblinks
Einzelnachweise
Kategorie:Kunstausstellung Kategorie:Museum in Manhattan Kategorie:Denkmal im National Register of Historic Places (New York) Kategorie:Museum in Nordamerika Kategorie:Museumsgründung 1871