Gesa Bonath (* 1935; † 1992) war eine deutsche Altgermanistin und Hochschullehrerin.

Leben und Wirken Gesa Bonath studierte Germanistik an der Universität Hamburg. 1968 wurde sie dort promoviert mit einer Arbeit über die Überlieferung des Parzival, die als grundlegend für die weitere philologische Forschung zu diesem Text gilt, und ihre Doktorarbeit brachte ihr neben Kritik auch Lob ein:

Danach wechselte sie an die Philipps-Universität Marburg, wo sie sich 1972 im Fach Ältere Deutsche Philologie habilitierte. Anschließend wurde sie Assistentin am Institut für Deutsche Sprache und Literaturwissenschaft an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU). 1975 wurde sie nach einer Umhabilitierung wissenschaftliche Rätin und 1978 trat sie eine C3-Professur an. Damit gilt Gesa Bonath heute als Pionierin, da mit ihr bis 1989 nur 20 andere Frauen eine Professur an der FAU erhalten hatten.

Auf eigenen Wunsch wurde sie im Sommer 1992 in den Ruhestand versetzt. Sie starb im selben Jahr. Mit ihrem Tod endete ein Forschungsprojekt zur handschriftlichen Überlieferung des Parzival inklusive der Vorarbeiten für ein vollständiges Variantenverzeichnis. Die Ergebnisse wurden einem Schweizer Parzival-Projekt zur Verfügung gestellt und in der Dissertation von Bonaths ehemaliger Assistentin Sabine Rolle aufgegriffen.

Veröffentlichungen (Auswahl)

Literatur

Weblinks Werke von Gesa Bonath im RI-Opac

Einzelnachweise

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