Das Quartier du Val-de-Grâce ist das 19. der 80 Quartiers (Stadtviertel) im 5. Arrondissement von Paris. mini|Die Stadtviertel im 5. Arrondissement

Lage Der Verwaltungsbezirk im 5. Arrondissement von Paris wird von folgenden Straßen begrenzt:

Westen: Boulevard Saint-Michel Osten: Rue Mouffetard Süden: Boulevard de Port-Royal Nord: Rue Soufflot, Rue le Goff, Rue des Fossés Saint-Jacques, Rue Malbranche und Rue de l’Estrapade

Namensursprung Das Viertel ist rund um die Abtei Val-de-Grâce entstanden.www.archik.fr

Geschichte In der Spätantike wurde diese Gegend der gallorömischen Besiedlung Lutèce in den Montagne Sainte-Geneviève aufgegeben. Erst 1632 mit der Errichtung eines Klosters (Couvent de la Visitation Saint-Jacques du Faubourg Saint-Jacques) nach den Plänen von François Mansart auf dem Gelände der Rue du Faubourg-Saint-Jacques (heute Rue Saint-Jacques) dehnte sich die Stadt wieder auf diesem Gelände aus. Der älteste erhaltene Plan von 1550 zeigt ein spärlich bebautes landwirtschaftliches Gebiet südlich der Stadtmauer von Philippe Auguste (Rue des Fossés Saint-Jacques und Rue Malebranche).Stadtmauer von Philippe-Auguste um 1530 auf dem Plan Braun

Das Kloster wird 1790 geschlossen und 1797 zum Verkauf angeboten. Im Gefolge der Französischen Revolution wurde hier am 30 floréal an IV (19. Mai 1796) die «École du Val-de-Grâce» eingerichtet. Die Nonnen von Saint-Michel (auch Nonnen von Notre-Dame de Charité genannt) kauften das Anwesen des ehemaligen Klosters, um ein „Korrekturhaus“ für Mädchen zu errichten. Die Einrichtung schloss 1887. Die Nonnen gaben 1903 das Kloster auf und boten es zum Verkauf: Es wurde von der Pariser Universität erworben, die einen CampusEs handelt sich um einen sehr speziellen Campus, denn er ging auf den Campus Pierre-et-Marie-Curie (Val-de-Grâce) zurück und wurde erst später(2018) Teil der Sorbonne. errichtet. Die Bauten des Klosters verschwanden im Laufe der Zeit und wurden ersetzt.

Während des Zweiten Kaiserreichs, am 9. August 1850, wurde die «École impériale d'application de médecine et de pharmacie militaires» gegründet.«Bibliothèque, catalogue méthodique : Ministère de la guerre, École impériale d'application de médecine et de pharmacie militaires, Val de Grâce», gallica.bnf.fr, 1861 1979 gab das Krankenhaus die Abtei von Val-de-Grâce frei, um in ein neues Gebäude umzuziehen, das vom Architekten André Chatelin entworfen wurde.Christine Mengin, «La Bibliothèque nationale en quête d'espace», in Aurélien Conraux, Anne-Sophie Haquin und C. Mengin, Richelieu: quatre siècles d'histoire architecturale au coeur de Paris, BnF / INHA, Paris, 2017, ISBN 978-2-7177-2565-0, S. 188–197

Sehenswürdigkeiten Val-de-Grâce mit der Église Notre-Dame du Val-de-Grâce In dem Viertel gibt es viele Lehr- und Forschungsinstitute: École normale supérieure, Rue d’Ulm AgroParisTech, Rue Claude-Bernard (ehemaliges Institut national agronomique) Institut Curie, Rue d’Ulm und Rue Lhomond École supérieure de physique et de chimie industrielles de la ville de Paris, Rue Vauquelin École nationale supérieure de chimie de Paris, Rue Pierre et Marie Curie École nationale supérieure des arts décoratifs, Rue d’Ulm Institut national des jeunes sourds de Paris, Rue Saint-Jacques Institut de géographie, Rue Saint-Jacques Institut océanographique, Rue Saint-Jacques Schola Cantorum, Rue Saint-Jacques Kirchliche Einrichtungen: Église du Val-de-Grâce, Rue Saint-Jacques Église Saint-Jacques-du-Haut-Pas, Rue Saint-Jacques Église évangélique Saint-Marcel, Rue Pierre-Nicole

Weblinks

Quartier du Val-de-Grâce

Einzelnachweise

Anmerkungen

Val-de-Grace Kategorie:5. Arrondissement (Paris)