mini|Chloe Piene Chloe Piene (* 10. Januar 1972) ist eine deutsch-amerikanische bildende Künstlerin.

Leben und Werk Chloe Piene wurde in den Vereinigten Staaten als Tochter des deutschen Künstlers Otto Piene geboren. Sie erlangte einen BA in Kunstgeschichte an der Columbia University und einen MFA in Bildender Kunst an der Goldsmiths, University of London.

Piene ist für ihre zarten und durchdringenden Zeichnungen bekannt, die thematisch häufig im Körper verankert sind. Diese wurden als „brutal, zart, figurativ, forensisch, erotisch und fantastisch“ beschrieben. Ihre Arbeit mit Video und Skulptur machen sich die größere sensorische Wirkung von Lärm, Schatten und schweren Materialien zunutze. In ihren Skulpturen arbeitet Piene hauptsächlich mit Eisen, Stahl, Porzellan und Installationen.

2016 führte Piene die Performance Familienaufstellung in Wien, Österreich auf. Die Familienaufstellung wurde in den 1990er Jahren von dem deutschen Psychotherapeuten Bert Hellinger als Therapieform entwickelt. Piene lud Künstler, Schauspieler und Freunde ein, ihre Familienmitglieder zu spielen. Der Künstler Matthew Barney stellte ihren Bruder dar, die Schauspielerin Petra Morzé mimte ihre Mutter. Pienes frühere Performance To Serve war ein kollaborativer Dialog mit einem United States Special Operations Commander in New York. Sie bildete das Gegenstück zu einer dreiteiligen Videoserie, die mit Kameras arbeitete, die auf den Helmen von in Afghanistan stationierten Soldaten befestigt waren.

Ausstellungen (Auswahl) Selections from The Guerlain Collection im Centre Pompidou, Paris und der Albertina, Wien, 2019; Reloaded, Leopold Museum, Wien, 2018; HB + CP – Hans Bellmer and Chloe Piene in der Galerie Nathalie Obadia, Paris, 2008; Bodies of Desire: Works on paper by Willem de Kooning and Chloe Piene in der Locks Gallery, Philadelphia, 2007; Whitney Biennale 2004, New York.

Werke in öffentlichen Sammlungen (Auswahl) Herbert F. Johnson Museum of Art, Ithaca, New York High Museum of Art, Atlanta Minneapolis Institute of Art Museum of Contemporary Art, Los Angeles Museum of Modern Art, New York San Francisco Museum of Modern Art, San Francisco Walker Art Center, Minneapolis Whitney Museum of American Art, New York Burger Collection, Berlin Centre national d’art et de culture George Pompidou, Paris Deutsche Bank, Berlin Fondation d’art contemporain Daniel et Florence Guerlain, Paris FNAC, France Kupferstichkabinett Berlin Kupferstich-Kabinett, Dresden Sammlung Bayer, Berlin Sammlung Hoffman, Berlin

Publikationen (Auswahl) Pienes Werk wurde unter anderem in The New York Times, Frieze, Le Figaro, Los Angeles Times, BOMB Magazine, The Philadelphia Inquirer, der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, der Süddeutschen Zeitung und der Berliner Zeitung rezensiert. Bücher umfassen Vitamin D, Phaidon; Drawing People, The Hayward Gallery, London; Les Maitres du Desordre, The Musée Quai Branly, Paris; A Passion For Drawing, Selection From The Guerlain Collection and Drawing Now, The Albertina Museum, Vienna.

Bibliographie (Auswahl)

Weblinks

Chloe Piene Official Site „Grand flourishes of paint“ by Christopher Knight, The Los Angeles Times, May 2015 via pressreader.com A Passion For Drawing: Selections from the Guerlain Collection at The Pompidou, The Albertina Vienna Fragmented Fetishes: Monstrosity and Desire In Women's Contemporary Time-Based Art von Jenny Keane

Einzelnachweise

Kategorie:Bildender Künstler (Vereinigte Staaten) Kategorie:US-Amerikaner Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1972 Kategorie:Frau