Rona Pondick (* 18. April 1952 in Brooklyn, New York) ist eine US-amerikanische Künstlerin.
Leben Pondick erhielt 1974 einen Bachelorabschluss am Queens College in New York. Bis 1977 studierte sie Skulptur an der Yale University in New Haven, unter anderem mit Richard Serra, und schloss mit einem Master ab.
Sie lebt und arbeitet in New York City.
Werk Die künstlerische Karriere von Pondick beginnt in den 1980er Jahren. Als Inspiration dienen ihr unter anderem die Schriften von Sigmund Freud, allen voran die Arbeiten zur oralen und analen Phase der sexuellen Entwicklung. Ihre Werke behandeln oftmals Fetischobjekte wie die weibliche Brust, Zähne, Exkremente oder auch Schuhe und sollen den Betrachter dazu bewegen, sich mit seinen Fixierungen und den damit verbundenen Tabus auseinanderzusetzen. Ihre Arbeiten wirken oftmals sowohl anziehend als auch abstoßend und schwanken zwischen Infantilität, Sexualität und kindlichen Wünschen.
In ihren frühen Werken beschäftigte Pondick sich unter anderem mit dem Bett als Ort der Geburt, der Fortpflanzung und des Todes, stapelte Kissen und Matratzen und platzierte darauf gegossene Objekte wie eine Krone. Seit den 1990er Jahren fertigt sie Objekte in der Größe von Baseballs mit menschlichen Zähnen sowie Abgüsse des eigenen Kopfes in pigmentiertem Harz.
Die späteren Arbeiten von Pondick widmen sich den Materialien Aluminium, Edelstahl, Bronze und Industriegummi. Mit diesen fertigt sie monströse Mensch-Tier-Hybride, wobei menschliche Köpfe mit tierischen Körpern von Hunden, Pumas, Füchsen oder Murmeltieren verschmelzen. Die somit entstehende Metamorphose ist eine moderne Entsprechung literarischer und mythischer Mischwesen wie den ägyptischen Sphinxen, den griechischen Zentauren oder Franz Kafkas Insekt. In diesen Hybriden kommt es zu verwirrenden Größenverhältnissen, so sind die Daumen etwa übergroß oder die Köpfe winzig klein.
Die Werke von Pondick sind in zahlreichen Sammlungen vertreten, darunter im Whitney Museum of American Art, im Metropolitan Museum of Art, im Morgan Library & Museum, im Brooklyn Museum of Art, im Philadelphia Museum of Art, im Los Angeles County Museum of Art, im Museum of Contemporary Art oder im Nasher Sculpture Center.
Einzelausstellungen (Auswahl)
2021–2022: Rona Pondick: Sculpture, Nunu Fine Art, Taipei 2019: Rona Pondick: Works 2013–18, Zevitas Marcus Gallery, Los Angeles 2018: Rona Pondick: Works 2013–18, Marc Straus Gallery, New York 2017–2018: Rona Pondick and Robert Feintuch: Heads, Hands, Feet; Sleeping, Holding, Dreaming, Dying, Bates Museum of Art, Lewiston 2017: Rona Pondick and Robert Feintuch: Heads, Hands, Feet; Sleeping, Holding, Dreaming, Dying, Utah Museum of Contemporary Art, Salt Lake City 2014: Rona Pondick, Krampf Gallery, Istanbul 2013: Rona Pondick, Sonnabend Gallery, New York 2012: Rona Pondick, Sculptures and Drawings, Galerie Thaddaeus Ropac, Paris 2011: Sculpture and Drawing, Sonnabend Gallery, New York 2010: Metamorphosis: Rona Pondick, Nassau County Museum of Art, Rosly Harbor, New York 2009: Rona Pondick: The Metamorphosis of an Object, Worcester Art Museum, Massachusetts
Gruppenausstellungen (Auswahl)
2021: Selections from the Contemporary Collection, Wadsworth Atheneum Museum of Art, Hartford, Connecticut 2020–2021: In aller Munde, Kunstmuseum Wolfsburg 2019–2020: Present Tense: Selections from the Permanent Collection, Philadelphia Museum of Art 2016–2017: Selections from the Permanent Collection, Yale University Art Gallery, New Haven 2015: SELF: Portraits of the Artist in Their Absence, National Academy Museum, New York 2012: Everyday Disturbances, Philadelphia Museum of Art
Auszeichnungen (Auswahl)
2020: American Academy of Arts and Letters Purchase Award 2016: Anonymous Was A Woman Award 2000: Cultural Department of the City of Salzburg, Kunstlerhaus 1999: Bolgiasco Foundation Fellowship 1996: Rockefeller Foundation Fellowship 1992: Guggenheim Fellowship 1991: Mid-Atlantic Arts Grants
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Einzelnachweise
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