mini|Paarung mini|Flügelunterseite mini|Raupe des Hochmoor Perlmuttfalters mini|Ei des Hochmoor Perlmuttfalters Der Hochmoor-Perlmuttfalter (Boloria aquilonaris) ist ein Schmetterling (Tagfalter) der Gattung Boloria in der Familie der Edelfalter (Nymphalidae).
Merkmale Die Flügeloberseiten der Falter besitzen orange-braune Grundfärbungen und eine gut entwickelte schwarze Zeichnung.
Ähnliche Arten In Mitteleuropa ist eine Verwechselung mit verschiedenen Perlmuttfaltern der Gattungen Boloria, aber auch Brenthis und für Anfänger vielleicht auch Argynnis möglich. Letzte sind allerdings wesentlich größer.
Arten mit Ähnlichkeiten bei der, für die Bestimmung entscheidenden, Hinterflügel-Unterseite: Alpenmatten-Perlmuttfalter (Boloria pales) – u. a. Alpen Ähnlicher Perlmuttfalter (Boloria napaea) – u. a. Alpen Natternwurz-Perlmuttfalter (Boloria titania) – u. a. Alpen Alpen-Perlmuttfalter (Boloria thore) – u. a. Alpen und Alpenvorland Magerrasen-Perlmuttfalter (Boloria dia) – Bewohner von Trockenbiotopen Mädesüß-Perlmuttfalter (Brenthis ino) – mittlere Höhenlagen
In Nordeuropa kommen weitere Arten hinzu.
Flugzeit Der Falter fliegt in einer Generation von Mitte Juni bis August.
Lebensraum Der Hochmoor-Perlmuttfalter ist an das Vorhandensein von Hochmooren und sauren, nährstoffarmen Zwischenmooren, in denen die Futterpflanze der Raupe wächst, angewiesen. Der erwachsene Falter erscheint aber auf der Suche nach Nektarpflanzen oft auch auf benachbarten Niedermooren, Wiesen und an Wegrändern.
Lebensweise Die Raupen fressen an der Gewöhnlichen Moosbeere (Vaccinum oxycoccos) und überwintern.
Verbreitung Der Hochmoor-Perlmuttfalter hat neuere Nachweise aus fast allen deutschen Bundesländern, oft allerdings nur aus vereinzelten, kleinen Moorresten (z. B. Rheinland-Pfalz und Hessen). Der Falter kommt vor in Süd-Belgien (Ardennen mit kleinen, weit verstreuten Populationen), Frankreich (Massif Central, Département Orne, Département Eure, Département Seine-Maritime, Département Nièvre, Jura, Département Doubs, Département Haute-Saône, Département Haut-Rhin, Vogesen). Aus der Schweiz ist er bekannt aus dem Jura, Voralpen und dem Engadin. Weiterhin kommt er vor in Österreich, Tschechien, Slowakei, Polen bis zum Baltikum. In Fennoskandinavien einschließlich Seeland ist er weit verbreitet und häufig. Da in der Vergangenheit viele Hochmoore entwässert und bis auf wenige kümmerliche Reste durch den Torf-Abbau zerstört wurden, ist die Art in vielen Gegenden sehr selten geworden oder ausgestorben.
Gefährdung Rote Liste Sachsen: 2 Rote Liste Baden-Württemberg: 2 Rote Liste BRD: 2 (stark gefährdet)
Quellen Einzelnachweise
Literatur
Tom Schulte, Oliver Eller, Manfred Niehuis, Erwin Rennwald (Hrsg.): Die Tagfalter der Pfalz. (2 Teilbände). GNOR-Eigenverlag, Mainz 2007, ISBN 978-3-9807669-2-0.
Weblinks
www.schmetterling-raupe.de Moths and Butterflies of Europe and North Africa (englisch) [ Fauna Europaea: Taxonomie] (englisch) Lepiforum e. V. Taxonomie und Fotos
Kategorie:Edelfalter