Takafumi Nishitani (; * 17. Januar 1979 in Tadaoka, Präfektur Osaka) ist ein ehemaliger japanischer Shorttracker. Er wurde 1998 in Nagano Olympiasieger über 500 Meter und nahm insgesamt an drei Olympischen Winterspielen teil. Nach dem Ende seiner Shorttrack-Laufbahn 2006 wechselte er zum Bahnradsport und bestritt in Japan Keirin-Rennen.
Sportliche Laufbahn Nishitani spielte in der Grundschule zunächst Baseball, fing aber kurz danach auch mit dem Eislaufen an. Auf der Oberschule, die er in Osaka – jenseits der japanische Wintersportzentren in Hokkaidō und Tōhoku – besuchte, war er der einzige Eisschnellläufer.西谷岳文選手からの高校生へのメッセージ (Nishitanitakefumi senshu kara no kōkōsei e no messēji) auf school.js88.com. November 2004. Abgerufen am 13. Februar 2022. Im Januar 1995 vertrat er als einer von drei Athleten Japan bei den Juniorenweltmeisterschaften in Calgary und belegte im Mehrkampf den neunten Rang.Ergebnisprotokoll der Junioren-WM 1995, archiviert auf shorttrackonline.info. Abgerufen am 13. Februar 2022. Mit 19 Jahren qualifizierte er sich für das japanische Olympiateam bei den Winterspielen 1998 in Nagano. Nishitani studierte zu diesem Zeitpunkt im ersten Jahr an der Hannan-Universität,西谷岳文 1998年長野大会 ショートトラック男子500メートル (Nishitanitakefumi 1998-nen Nagano taikai shōtotorakku danshi 500 mētoru) auf 47news.jp. 26. Januar 2022. Abgerufen am 13. Februar 2022. wurde von Kenichi Sugio trainiertMao Ueda: Watanabe follows legend in short track. In: The Japan News, 8. Februar 2017. Abgerufen am 13. Februar 2022 via ProQuest. und hatte kaum Erfahrung bei internationalen Shorttrack-Veranstaltungen.Michael C. Lewis: Nishitani Clearly at Head of His Class. In: The Salt Lake Tribune, 27. Oktober 2001, S. D2. Abgerufen am 13. Februar 2002 via ProQuest. Am 21. Februar 1998 entschied er vor dem Chinesen An Yulong und seinem Mannschaftskollegen Hitoshi Uematsu das 500-Meter-Rennen in 42,862 Sekunden für sich und gewann die fünfte japanische Goldmedaille bei den Winterspielen von Nagano. Nishitani sah nach dem Wettkampf einen wesentlichen Faktor für seinen als überraschend gewerteten OlympiasiegXinhua: Germany Assures Leading place in Medal Standing. 21. Februar 1998. Abgerufen am 13. Februar 2022 via ProQuest. in der Unterstützung der heimischen Fans.Paul Chapman: Canada salvages gold: Relay team averts total disaster with victory. In: Calgary Herald, 22. Februar 1998, S. B1. Abgerufen am 13. Februar 2022 via ProQuest.
In den Jahren nach seinem olympischen Erfolg gehörte Nishitani vor allem im 500-Meter-Sprint zu den international führenden Athleten. Nach mehreren Podiumsplatzierungen im Weltcup 1998/99 stand er am Saisonende auf dem dritten Rang der 500-Meter-Gesamtwertung. Dieses Ergebnis wiederholte er im Winter 2001/02. Bei der Winter-Universiade 1999 in Poprad gewann er mit der Staffel die Goldmedaille und errang über 3000 m Silber. Zwei Jahre später bei der Universiade in Zakopane holte er über 500 Meter die Goldmedaille.Xinhua: Medal Winners at Winter Universiade. 15. Februar 2001. Abgerufen am 13. Februar 2022 via ProQuest. Bei den Weltmeisterschaften 2000 lief er mit der Staffel (um Satoru Terao, Takehiro Kodera und Yugo Shinohara) zur Silbermedaille. Sechs Wochen vor den Olympischen Winterspielen 2002 in Salt Lake City brach sich Nishitani im Rahmen eines nationalen Wettkampfs beim Zusammenstoß mit einem anderen Läufer den Knöchel.Michael C. Lewis: Injured Skater Hopes for Another Miracle Moment. In: The Salt Lake Tribune, 13. Februar 2002, S. O6. Abgerufen am 13. Februar 2022 via ProQuest. In Salt Lake City scheiterte er bei seiner Titelverteidigung über 500 Meter im Viertelfinale, mit der Staffel belegte er als Sieger des B-Finals den fünften Rang. Bei den Winter-Asienspielen 2003 in Aomori gewann er über 500 m hinter dem Chinesen Li Jiajun die Silbermedaille.Japan secures first Winter Asiad crown. In: China Daily [New York], 7. Februar 2003, S. 3. Abgerufen am 13. Februar 2022 via ProQuest.
Nach seiner dritten Olympiateilnahme 2006 (bei der er über 500 Meter im Vorlauf ausschied) beendete Nishitani mit 27 Jahren seine Shorttrack-Karriere. Er wechselte zum Keirin, einer Bahnradsport-Disziplin.大菅小百合は大和ハウス、金メダルの西谷岳文は競輪学校へ (Ōsuga sayuri wa Daiwahausu, kinmedaru no nishitanitakefumi wa keirin gakkō e) auf olympico.cocolog-nifty.com. 6. September 2006. Abgerufen am 13. Februar 2022. In den folgenden Jahren nahm er erfolgreich an verschiedenen Keirin-Rennen in Japan teil.Profil von Takafumi Nishitani auf keirin-station.com. Abgerufen am 13. Februar 2022.
Ergebnisse bei Olympischen Winterspielen Olympische Winterspiele 500 m Staffel Jahr Ort 1998 20px|Gold 1. 2002 8. 5. 2006 15.
Weblinks Takafumi Nishitani in der Datenbank von ISU-skating.com (englisch)
Einzelnachweise
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