Ulrich Ernst Gut (* 24. Mai 1952 in Zürich) ist ein Schweizer Jurist, Politiker und Publizist.
Leben Ulrich E. Gut wuchs in Küsnacht auf. Er ist der Sohn von Ulrich Gut (1923–2010) und Marianne, geborene Schweizer (1929–2015). Sein Vater und sein Onkel Theodor Gut (1917–1999) leiteten zusammen ab 1953 die Zürichsee-Zeitung, die der Grossvater, Theodor Gut senior (1890–1953), übernommen und als Druck- und Verlagsunternehmen (Buchdruckerei Stäfa AG, später Zürichsee Medien AG) aufgebaut hatte.
Ulrich E. Gut studierte nach einer altsprachlichen Matura Rechtswissenschaft an der Universität Zürich und promovierte 1983 mit einer Dissertation zum Thema «Grundfragen und schweizerische Entwicklungstendenzen der Demokratie».
Von 1984 bis 1987 arbeitete er im Generalsekretariat des Eidgenössischen Verkehrs- und Energiewirtschaftsdepartements als Mitarbeiter für Gesetzgebungsarbeiten und als persönlicher Mitarbeiter von Bundesrat Leon Schlumpf. Von 1988 bis 1998 war er Chefredaktor der Zürichsee-Zeitung. Von 1991 bis 1999 gehörte er ausserdem dem Zürcher Kantonsrat (FDP) an. Der überraschende Rücktritt von allen operativen Ämtern in der Zürichsee Medien AG erfolgte im April 1998 nach dem Entscheid des Verwaltungsrates, die Leitung von Verlag und Redaktion unter Führung des Verlags zu trennen.Peter Meier: Rumoren bei den Zürichsee-Zeitungen. Gesamtleiter Ulrich E. Gut nimmt den Hut. In: Neue Zürcher Zeitung. 11. April 1998, S. 53. Von 1998 bis zu seiner Pensionierung war Ulrich E. Gut als Kommunikationsberater und Geschäftsstellenleiter tätig. Seither ist er als Publizist aktiv und in diversen Institutionen vielseitig engagiert. Von 2009 bis 2020 war er Zentralpräsident von Alzheimer Schweiz.
Ulrich E. Gut ist Herausgeber und Redaktor des Newsletters und Onlineportals PolitReflex.Website des Onlineportals PolitReflex. Ursache und Rückwirkungen.
Er ist seit 1977 verheiratet mit der früheren Regierungsrätin des Kantons Zürich Ursula Gut-Winterberger.
Engagements Ulrich E. Gut ist seit 2007 Präsident des Vereins «ch-intercultur» (zur Stärkung von Kulturberichterstattung und Kulturkritik, vormals Schweizer Feuilleton-Dienst). Von 2007 bis 2026 war er Präsident, seit 2026 ist er Co-Präsident des Vereins «Unser Recht – Notre Droit – Nostro Diritto – Noss Dretg». Ausserdem ist er Vorstandsmitglied der Internationalen Ernst-Wiechert-Gesellschaft sowie Initiant und Kontaktperson des Schweizer Freundeskreises Ernst Wiechert.
Zu seinen früheren Engagements zählen unter anderem das Stiftungsratspräsidium der «Paul Schiller Stiftung» und der «Alois & Auguste Stiftung», die Projekte für ein besseres Leben mit Demenz für die Betroffenen und ihre Angehörigen fördert, sowie die langjährige Leitung der Geschäftsstelle des «Fonds zur Förderung des akademischen Nachwuchses» des Zürcher Hochschulvereins. Ausserdem war Ulrich E. Gut Präsident des Vereins für Integration und Suchtfragen im Bezirk Meilen sowie Präsident des Vereins Zürichsee Landschaftsschutz. Im November 2021 organisierte er in der Villa Sunneschy in Stäfa eine Ausstellung mit Bildern seiner künstlerisch begabten Grossmutter Ida Gut-Hulftegger (1889–1971). Ausserdem initiierte er die Doppelbiografie von Pia Roshardt-Meinherz und Walter Roshardt, verfasst von Adrian Knoepfli, die 2023 im Verlag Hier und Jetzt erschien.
Publikationen Die Jugendunruhen – eine Krise der Werte- und Verständnisvermittlung zwischen den Generationen. In: Die Jugendunruhen und ihr Nährboden. Editions Libertas Suisse. Lausanne 1981. Aspekte des Liberalismus in der politischen Praxis. Stäfa 1994. Zahlreiche Artikel auf PolitReflex.
Einzelnachweise
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