mini|Helmut Höngen (rechts) neben Bundespräsident Heinrich Lübke und dem Präsidenten des Deutschen Sängerbundes, Willi Engels (1962) mini|Helmut Höngen bei einem Treffen mit Papst Johannes Paul II. auf dem Petersplatz (1979) Helmut Höngen (* 31. Januar 1907 in Halver; † 8. Februar 2001) war ein deutscher Chorleiter, Dirigent und Organist. Seine Tätigkeit als Leiter mehrerer, auch international auftretender Chöre währte mehr als 65 Jahre.
Leben Helmut Höngen erlernte bereits in seiner Kindheit erste Musikinstrumente. Nach seinem Realschulabschluss 1923 begann er im Herbst 1924 im Alter von 17 Jahren seine Tätigkeit als Chorleiter im Remscheider Jungmänner-Verein. Nach seiner Heirat und dem Erwerb des Abiturs legte Höngen 1932 eine staatliche Privatmusiklehrerprüfung ab, dem 1934 das Chorleiter-Abschlussexamen folgte. Im selben Jahr begann er seine Tätigkeit als Organist an der evangelischen Kirche in Remscheid.Helmut Höngen als Mensch und Musiker. in: Der Sängergruß: 25 Jahre Musikdirektor Helmut Höngen als Dirigent und Chorleiter. Buchdruckerei Fritz Otte, Wuppertal 1949, Seite 3. 1964 hielt Höngen neben seiner Tätigkeit als Chorleiter mehrerer regionaler Chöre auch die Posten des Kreischorleiters des Wuppertaler Sängerbundes (Christlicher Sängerbund) sowie des Bundeschorleiters des Sängerbundes der Deutschen Polizei inne und wirkte in den Ausschüssen des Bergischen Chorfestes und der Solinger Chormusikwoche mit.Nur durch Willen zur Leistung können wir überleben. in: Remscheider General-Anzeiger, Jahrgang 76, Nummer 256. Remscheid, 3. November 1964.
Von 1946 bis 1987 leitete Höngen unter anderem den Gesangsverein Eintracht Ronsdorf 1849 und war maßgeblich an dessen Wiederaufbau nach Ende des Zweiten Weltkriegs beteiligt. Zu seinen weiteren Chören zählte von 1953 bis 1984 der Radevormwalder Männerchor, mit dem er auch international Auftritte absolvierte. Hierzu zählte ein Besuch in Rom im Jahr 1979, bei dem der Chor für Papst Johannes Paul II. im Petersdom sowie auf dem Petersplatz sang. Zusammen mit dem Radevormwalder Männerchor war Höngen zudem der erste Chorleiter aus der Bundesrepublik Deutschland, der auf Einladung des Kultusministeriums der Sowjetunion mit einem Laienchor eine Konzerttournee durch mehrere Städte der UdSSR gab.Höngen 60 Jahre Chorleiter. in: Ronsdorfer Wochenschau, Wuppertal, 7. Juni 1984. Weitere Auftritte mit seinen Chören absolvierte Höngen unter anderem in den USA, Kanada und mehreren europäischen Ländern. Im Laufe seiner Karriere veröffentlichte er Schallplatten mit verschiedenen Chören und war Herausgeber mehrerer Auflagen des Liederbuchs Des Sängers Trabant.
Für seine Leistungen als Chorleiter wurde Helmut Höngen im Mai 1975 mit der Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik DeutschlandGV Eintracht 1849 legte eine gewichtige Bilanz vor. in: Remscheider General-Anzeiger. Remscheid, 28. Januar 1982. und im Februar 1989 mit dem Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet.Bundesanzeiger, Jahrgang 41, Nummer 32. Bundesanzeiger Verlag, Köln, 15. Februar 1989, Seite 774. Zudem erhielt er 1974 die Verdienstplakette des Sängerbundes Nordrhein-Westfalen in Gold.
Erst 1990 beendete Höngen seine Chorleiteraktivität mit dem Ende seiner Tätigkeit beim Frauenchor Lyra 1918 Remscheid vollständig. Er starb am 8. Februar 2001, eine gute Woche nach seinem 94. Geburtstag. Sein Sohn ist der ebenfalls als Chorleiter, Komponist und Arrangeur tätige Eberhard Höngen.
Auszeichnungen 1974: Verdienstplakette des Sängerbundes Nordrhein-Westfalen in Gold 1975: Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland 1989: Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland
Veröffentlichungen Des Sängers Trabant (Verlag J. H. Born; Liederbuch, mehrere Auflagen) Lieder der Nacht (Möseler Verlag, Schallplatte) Werkschor BOMORO, Leitung: Helmut Höngen (1978; Mediafon, Schallplatte)
Bibliografie Der Sängergruß: 25 Jahre Musikdirektor Helmut Höngen als Dirigent und Chorleiter. Festnummer, Jahrgang 31, Ausgabe 7. Buchdruckerei Fritz Otte, Wuppertal, 16. November 1949.
Weblinks
Einträge zu Helmut Höngen im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
Einzelnachweise
Kategorie:Chorleiter Kategorie:Organist Kategorie:Dirigent Kategorie:Träger des Bundesverdienstkreuzes am Bande Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1907 Kategorie:Gestorben 2001 Kategorie:Mann