Die Verleihung der Österreichischen Filmpreise 2022 durch die Akademie des Österreichischen Films fand am 30. Juni 2022 im Grafenegg in Niederösterreich statt. Moderiert wurde die Veranstaltung von Michael Ostrowski und Julia Edtmeier. Die künstlerische Leitung der Gala übernahm Regisseurin Clara Stern. Die Nominierungen wurde am 5. Mai 2022 bekanntgegeben. Die meisten, in insgesamt zehn Kategorien, erhielten Fuchs im Bau von Arman T. Riahi und Große Freiheit von Sebastian Meise, gefolgt von Hinterland von Stefan Ruzowitzky und Schachnovelle von Philipp Stölzl mit jeweils sechs sowie Moneyboys von C. B. Yi mit fünf Nominierungen.
Die erfolgreichsten Filme(mindestens zwei Nominierungen)hervorgehoben = meiste Auszeichnungen Film Nominierungen Auszeichnungen Fuchs im Bau 10 4 Große Freiheit 10 8 Hinterland 6 1 Schachnovelle 6 1 Moneyboys 5 0 1 Verabredung im Herbst 2 0 Klammer – Chasing the Line 2 0
Eingereichte Filme Anfang Februar 2022 wurden von der Akademie des Österreichischen Films die angemeldeten Filme veröffentlicht. Insgesamt wurden 35 österreichische Langfilme, davon 17 Spielfilme und 18 Dokumentarfilme, sowie 15 Kurzfilme zum Auswahlverfahren angemeldet. Aus den Einreichungen wählen die 575 Mitglieder der Akademie des Österreichischen Films die Nominierungen, die am 5. Mai 2022 bekanntgegeben wurden.
Teilnahmeberechtigt waren österreichische Spiel- und Dokumentarfilme mit erheblich österreichischer kultureller Prägung. Kurzfilme qualifizierten sich aufgrund von Auszeichnungen und Festivalerfolgen. Die Richtlinien zur Einreichung wurden wegen verschobener Filmstarts, Verzögerungen bei Filmproduktionen und der mehrmonatigen Kinosperre aufgrund der COVID-19-Pandemie wie im Vorjahr geändert.
Der Vorstand der Akademie legte einen regulären Kinostart bis zum 31. März 2022 als Kriterium für die Teilnahme fest. Alternativ wurden auch Dokumentarfilme mit zumindest sieben kommerziellen Kinovorführungen und Spielfilme mit zumindest 21 kommerziellen Kinovorführungen zum Auswahlverfahren zugelassen.
Spielfilme
Dokumentarfilme
Kurzfilme
Preisträger und Nominierte Bester Spielfilm Große Freiheit – Produktion: Sabine Moser, Oliver Neumann, Benny Drechsel, Regie: Sebastian Meise Fuchs im Bau – Produktion: Arash T. Riahi, Karin C. Berger, Regie: Arman T. Riahi Me, We – Produktion: Bruno Wagner, Barbara Albert, Antonin Svoboda, Regie: David Clay Diaz Moneyboys – Produktion: Barbara Pichler, Gabriele Kranzelbinder, Guillaume de la Boulaye, André Logie, Patrick Mao Huang, Regie: C. B. Yi
Bester Dokumentarfilm Aufzeichnungen aus der Unterwelt – Produktion und Regie: Tizza Covi, Rainer Frimmel Auslegung der Wirklichkeit – Georg Stefan Troller – Produktion und Regie: Ruth Rieser Jetzt oder morgen – Produktion: Rudi Takacs, Ulrich Seidl, Regie: Lisa Weber Space Dogs – Produktion und Regie: Elsa Kremser und Levin Peter
Bester Kurzfilm Genosse Tito, ich erbe (Regie: Olga Kosanovic) Liebe, Pflicht & Hoffnung (Regie: Maximilian Conway) Nackte Männer im Wald (Regie: Paul Ploberger) Neverinland (Regie: Fatih Gürsoy)
Beste weibliche Hauptrolle Maria Hofstätter für Fuchs im Bau Birgit Minichmayr für Schachnovelle Julia Franz Richter für 1 Verabredung im Herbst
Beste männliche Hauptrolle Georg Friedrich für Große Freiheit Aleksandar Petrović für Fuchs im Bau Franz Rogowski für Große Freiheit
Beste weibliche Nebenrolle Luna Jordan für Fuchs im Bau Michou Friesz für 1 Verabredung im Herbst Maresi Riegner für Schachnovelle Margarethe Tiesel für Hinterland
Beste männliche Nebenrolle Thomas Prenn für Große Freiheit Andreas Lust für Fuchs im Bau Lukas Miko für Schachnovelle
Beste Regie Sebastian Meise für Große Freiheit Arman T. Riahi für Fuchs im Bau C. B. Yi für Moneyboys
Bestes Drehbuch Sebastian Meise und Thomas Reider für Große Freiheit Arman T. Riahi für Fuchs im Bau C. B. Yi für Moneyboys
Beste Kamera Crystel Fournier für Große Freiheit Thomas W. Kiennast für Schachnovelle Benedict Neuenfels für Hinterland
Bester Schnitt Joana Scrinzi für Große Freiheit Gerd Berner für Klammer – Chasing the Line Britta Nahler für Madison Karina Ressler und Joana Scrinzi für Fuchs im Bau
Bestes Kostümbild Tanja Hausner für Schachnovelle Theresa Ebner-Lazek für Klammer – Chasing the Line Uli Simon für Hinterland
Beste Maske Heiko Schmidt, Roman Braunhofer und Kerstin Gaecklein für Große Freiheit Helene Lang und Roman Braunhofer für Hinterland Daniela Skala für Schachnovelle
Bestes Szenenbild Oleg Prodeus, Andreas Sobotka und Martin Reiter für Hinterland Huei-Li Liao für Moneyboys Katharina Wöppermann und Nina Mader für Monte Verità – Der Rausch der Freiheit
Beste Musik Karwan Marouf für Fuchs im Bau Voodoo Jürgens und David Schweighart für Sargnagel – Der Film Nils Petter Molvær und Peter Brötzmann für Große Freiheit
Beste Tongestaltung Atanas Tcholakov (Originalton und Sounddesign), Manuel Meichsner (Mischung) für Fuchs im Bau Alain Goniva (Originalton), Nils Kirchhoff (Sounddesign), Michel Schillings (Mischung) für Hinterland Yun Xie-Loussignian (Originalton), Hjalti Bager-Jonathansson, Karim Weth (Sounddesign), Thomas Gauder (Mischung) für Moneyboys
Publikumsstärkster Kinofilm Rotzbub mit rund 95.000 Besuchern (Produzenten: Josef Aichholzer und Ernst Geyer, Regie: Marcus H. Rosenmüller und Santiago López Jover, Vertrieb: Michael Stejskal)
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Einzelnachweise
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