Die Bartramiaceae sind eine Familie der Laubmoose und bilden eine eigene Ordnung Bartramiales.

Merkmale Die Moose bilden meist dichte und von Rhizoiden filzige Polster, die oft bläulich grün und schwer von Wasser benetzbar sind. Die Blättchen sind meist schmal lanzettlich. Der Blattrand ist fast stets scharf gezähnt. Die Zellen der Blattspreite sind quadratisch bis rechteckig. Eine Mittelrippe existiert stets.

Die Antheridienstände sind von Hochblättern umgeben und ähneln einer Blüte.

Der Kapselstiel (Seta) ist meist aufrecht. Die Kapseln dieser Moose sind auffällig rund. Daher haben die Moose auch ihren deutschen Namen Apfelmoose. Das Peristom ist doppelt.

Systematik Die weltweit verbreitete Familie bildet eine eigene Ordnung mit zehn Gattungen sowie rund 375 Arten, die in drei Unterfamilien eingeteilt werdenWolfgang Frey, Michael Stech, Eberhard Fischer: Bryophytes and Seedless Vascular Plants (= Syllabus of Plant Families. 3). 13th edition. Borntraeger, Berlin u. a. 2009, ISBN 978-3-443-01063-8, S. 188–190.:

Unterfamilie Conostomoideae Conostomum, 7 Arten, Südhalbkugel temperiert bis antarktisch Unterfamilie Bartramioideae Anacolia, 7 Arten, weltweit Apfelmoose (Bartramia), 60 Arten weltweit, meist tropisch Flowersia, 4 Arten, Mittelamerika, Nord-Ost-Afrika, Himalaja Leiomela, 13 Arten, fast nur neotropisch Neosharpiella, 2 Arten, Mittel- und Südamerika, Lesotho Plagiopus, 1 Art, Nordhalbkugel sowie Bolivien und Neuseeland Krummfußmoos (Plagiopus oederianus) Unterfamilie Breutelioideae Fleischerobryum, 2 Arten, Ostasien Breutelia, 93 Arten, weltweit, Schwerpunkt tropisch und Südhalbkugel temperiert Philonotis, 185 Arten, weltweit

Literatur Jan-Peter Frahm, Wolfgang Frey: Moosflora (= UTB. 1250). 4., neubearbeitete und erweiterte Auflage. Ulmer, Stuttgart 2004, ISBN 3-8252-1250-5. Jan-Peter Frahm: Biologie der Moose. Spektrum Akademischer Verlag, Heidelberg u. a. 2001, ISBN 3-8274-0164-X.

Einzelnachweise

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