Johan Lehr (* vermutlich in Leer; † 1673), auch Johann Lehr und Johannes Lehr,Ausstattung der Kreuzkirche johannesbund.de war ein deutscher Glockengießer.Edmund Renard, Von alten rheinischen Glocken (Düsseldorf, 1918), S. 71.
Lehr kam 1650 nach Köln und erwarb dort am 14. Dezember 1650 als sogenannter „Ausstädtischer“ das Bürgerrecht. Lehr wohnte in Köln im Pfarrbezirk von St. Kolumba.
Die Glockengießerei von Lehr befand sich ebenfalls in Köln.Karl Walter, Glockenkunde (Regensburg & Rom, 1913), S. 812.Edmund Renard, Von alten rheinischen Glocken (Düsseldorf, 1918), S. 71. Glocken von ihm sind aus der Zeit von 1652 bis 1670 nachweisbar.Alles over klokken, beiaarden, campanalogie & André Lehr beiaarden.nl In seinen Anfangsjahren verwendete er als erster Glockengießer in Köln ChronogrammeDie Inschriften der Stadt Düsseldorf, diese wurden bis dahin nur von den Lothringer Glockengießern verwendet.
Werke Bislang sind 41 Glocken nachgewiesen, die Lehr gegossen hat. Neben Glocken goss er auch noch andere handwerkliche Gebrauchsgestände wie Bronzemörser für Apotheken.Geschichtliche Beilage der Deutsche Apotheker-Zeitung, Nummer 3/4, 1938, Apothekenmörser der deutschen Renaissance, Seite 12, Abbildung 4Das Kunstgewerbe bei Lempertz in Köln mit einem ausgefallenen Sammelgebiet – Mörser-Parade. kunstmarkt.com
Glocken (Auswahl): 1652: St. Andreas in Düsseldorf, gewidmet als Marienglocke der hlg. MariaInschriftenkatalog: Stadt Düsseldorf, Nr. 210† St. Andreas 1652 inschriften.net 1655: Kreuzkirche in Leutesdorf, Schlagton h, Inschrift „Johannes Lehr schuf mich zu Köln 1655, ich ehre Gott mit hellem Klang – Johann von Deutz Nachgänger zu Linz und Margareta Schmitz Eheleut“. 1655: Pfeilerbasilika St. Briktius in Oekoven, gewidmet den Heiligen, Schlagton ges, Inschrift + IHS ST. MARIA. ST. JOSEPH. ST. ANNA. ST. BERNARDUS. JOANNES LEHR ME FECIT COLONIAE 1655Glocken im Dekanat Grevenbroich Seiten 128 und 130 1658: in Grevenbicht 1661: Josefs-Stift in Köln-DünnwaldDie Glocken im Erzbistum Köln nach Gussjahren geordnet erzbistum-koeln.de 1663: St. Anna in Mönchengladbach-Windberg (ab 1933), 2 Glocken, Schlagton h und Schlagton disGlocken in der Region Mönchengladbach Seite 178 von 1780 von St. Severinus in Hermülheim erworben, zuerst für St. Pantaleon in Köln erstellt, hingen ursprünglich im Kreuzherrenkloster, gewidmet Helene, Inschrift Helena sum Staurophila Stauropheron hic psallite Johan Lehr me fecit Coloniae 1663Festschrift Matthias Zender: Studien zu Volkskultur, Sprache und Landesgeschichte, Seite 382 1665: St. Jakobus in Köln-Widdersdorf 1665: St. Pankratius in Glehn 1670: Jesuitenkirche St. Donatus in Bad Münstereifel, Schlagton h, Inschrift S. DONATUS + AD GLORIAM DEI JOHAN LEHR ME FECIT COLONIAE 1670 (Hl. Donatus + Zur Ehre Gottes goss mich Johan Lehr aus Köln 1670)Glocken im Dekanat Bad Münstereifel Seiten 23 bis 24 1670: St. Simeon in Fliesteden
Einzelnachweise
Kategorie:Glockengießer Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren im 17. Jahrhundert Kategorie:Gestorben 1673 Kategorie:Mann